TuS - Dassendorf - MSV Hamburg 4:0 (2:0)
Die 1. Herren verabschiedet sich mit einem 4:0 Heimsieg gegen den MSV Hamburg vom eigenen Publikum. Verabschiedet wurden auch Patrick Lockstedt und Oliver Grabolle.
Dassendorf: Kühn (ab 48. Grabolle) - Reimers, Drast, Murrins - Feddern, Cissé - Göttmann, Umoru, Schwager - Lockstedt (ab 65. Remus), Polat (ab 38. Berodt); (nach Hinweis von Sacha Göttmann: Dassendorf begann mit einer Dreierkette; später rückte Sascha auf die rechte Position in einer Viererkette. Ismail Polat begann in der Offensive, zog sich aber nach 38 Minuten einen Muskelfaserriss zu und "fällt für den Rest der Saison aus")
Tore: 1:0 (3.) Lockstedt, 2:0 (41.) Umoru, 3:0 (68.) Schwager, 4:0 (77.) Feddern
Zwei Mal gab es an diesem Nachmittag lautstarken Beifall am Wendelweg, wie man ihn in der abgelaufenen Saison nur selten am Wendelweg hören konnte. Es waren aber nicht die Tore, die den Applaus des Publikums nach sich zogen, sondern die Verabschiedungen von Oliver Grabolle und von Patrick Lockstedt.
Im Tor begann zunächst Klaus Kühn, der an diesem Tag eigentlich auch verabschiedet werden sollte. Glaubt man aber dem Kobraphon, so hat Kuno für eine weitere Saison zugesagt und wird neben der Funktion des Torwarttrainers vielleicht auch auf der Bank Platz nehmen. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wurde dann der Wechsel vollzogen und Oliver Grabolle nahm unter dem Beifall der Zuschauer zum letzten Mal den Platz zwischen den Pfosten für Dassendorfs Ligamannschaft ein.
20 Minuten später trat dann auch Patrick Lockstedt von der Fußballbühne ab. An diesem Tag durfte er noch einmal von Anfang an ran und belohnte sich und die Mannschaft auch gleich mit dem frühen Führungstreffer. Locke kam in der abgelaufenen Saison nicht mehr so häufig zum Einsatz, weil ihn Verletzungen immer wieder zurück warfen. Auch er erhielt bei seiner Auswechslung lange andauernden Beifall.
Zum Spiel selbst lässt sich wenig sagen, denn es war das berühmte Spiel um die Goldene Ananas, stand doch der MSV bereits als Absteiger fest und für Dassendorf ging es nur noch darum, sich von dem eigenen Publikum vernünftig zu verabschieden. Zweiteres gelang allerdings! Besonders schön waren die Tore von Jamal Umoru zum 2:0 und das 4:0 von André Feddern.
Nach dem Spiel wurde dann gemeinsam mit der 2. Herren und den Zuschauern der Abschluss der Saison gefeiert. Der scheidende Manager Michael Funk hielt bei der Feier seine Dankesrede und übergab an seinen Nachfolger Robert Mimarbachi.
Robert wird versuchen, den Kader zu verjüngen und hat hier wohl auch entsprechende Kontakte. Die ersten Neuzugänge aus Lohbrügge und Lüneburg stehen schon fest. Da bleibt die Hoffnung, dass die auch einschlagen und dass Bastian Berodt und Patrick Remus sich in der kommenden Saison durchsetzen können. Immerhin wurden beide heute eingewechselt (Basti hatte schon einige Einsätze; Paddy wurde leider durch eine Verletzung zurück geworfen) . Vielleicht ein Zeichen für die nächste Spielzeit?
Auf einen Rückblick möchte ich verzichten. Freuen wir uns lieber auf die Saison 2011/12. Wenn es gelingt, die jungen Spieler zu integrieren und diese es wiederum schaffen, sich im Herrenbereich durchzusetzen, dürfen wir für die Zukunft hoffen. Allerdings erwartet uns eine starke Staffel Hansa, denn aus der Oberliga kommen einige Hochkaräter runter und mit dem GSK Bergedorf und dem TuS Aumühle/Wohltorf erwarten uns zwei weitere Derbys.________________________________________________________________________________________________________
Hamm United F.C. - TuS Dassendorf 1:0 (1:0)1. Herren unterliegt bei Hamm United mit 1:0. Das Tor fiel bereits nach 15 Minuten. Trotz der Niederlage wurde Dassendorf erneut eine geschlossene starke Mannschaftsleistung bescheinigt!
"Beim Fußball fallen Tore durch Fehler beim Gegner". Eine Aussage, die eigentlich zwei Euro ins Phrasenschwein kostet. Aber keine Aussage passt besser zu den letzten Spielen unserer TuS. Das einzige Gegentor im Hammer Park fiel wiederum nach einem Fehler. Andre Feddern spielte den Ball zu Oliver Grabolle zurück, der das Leder dann "klärte". Allerdings genau in den Fuß eines Gegners. Gökhan Acar bekam den Ball zwar 40 Meter vom Dassendorfer Gehäuse entfernt an den Fuß, doch er hatte keine Mühe, ihn direkt an Grabolle vorbei ins Ziel zu schießen. So stand es bereits nach einer Viertelstunde 1:0 für den HUFC.
In der Folgezeit hatte Dassendorf durchaus Chancen den Ausgleichstreffer zu erzielen, doch Marco Koch im Tor der Hammer verhinderte durch etliche Paraden einen Gegentreffer. So scheiterten in der ersten Hälfte Ismail Polat, Thomas Schwager und Sascha Göttmann und eine Minute vor dem Ende mit der wohl größten Gelegenheit Jamal Umoru am starken Koch. Auf Dassendorfer Seite verhinderte Oli Grabolle allerdings ebenso mehrfach einen höheren Rückstand.
In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel dann zunehmend und erinnerte doch mehr an einen Sommerkick. Der Stadionsprecher hatte es bereits bei der Begrüßung vor der Partie geahnt, als er die Zuschauer zum Testspiel zwischen Hamm United und TuS Dassendorf begrüßte. Die Spielverlegung vom Freitagabend auf den Sonntag (bedingt durch eine Leichtathletikveranstaltung) war insofern ärgerlich, weil die Dassendorfer Zuschauer extra einen Fanbus gechartert hatten und ihn wieder abbestellen mussten.
Ein Gutes hatte die Verlegung dann aber doch. Als Unparteiischer reiste Murat Yilmaz vom FC Türiye an. Ein Referee, der bei den Dassendorfern Spielern und Offiziellen gern gesehen ist.
Nach der Partie ärgerte sich Oliver Schweißing weniger über die Niederlage am heutigen Tag sondern hauptsächlich über die liegengelassenen Punkte in der Hinrunde (TuS Hamburg, Schwarzenbek und MSV Hamburg). Mit der Rückrunde war er bis zum Pokalspiel zufrieden. Und dann kamen die Spiele, bei denen Dassendorf sich zu viele individuelle Fehler leistete und dem Gegner das Toreschießen einfach machte oder es gleich selbst übernahm.
Wenn wir schon kurz zur Leichtathletik abgeschweift sind, so darf dann auch noch für weitere zwei Euro der Ausspruch "Dassendorf ging auf der Zielgeraden die Luft aus" erlaubt sein. Allerdings muss man dazu sagen, dass Dassendorf zum Ende der Saison auch vom Verletzungspech stark gebeutelt war.
Dassendorf: Grabolle - Reimers (ab 30. Remus), Drast, Murrins, Polat (ab 64. Umoru) - Feddern, Cisse, Berodt, Göttmann, Schwager - Juhl
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TSV Sasel - TuS Dassendorf 2:0 (2:0)
Innerhalb von wenigen Tagen hat die Erste Herren alles verloren. Pokalaus und Platz 3 ist nicht mehr zu erreichen. Trotzdem präsentierte sich die Mannschaft bei der 2:0 Niederlage in Sasel als Einheit und konnte kämpferisch durchaus überzeugen! Am Ende wurden die individuellen Fehler auf Dassendorfer Seite eiskalt bestraft!
Drei Fehler hatte man sich im ganzen Spiel geleistet und zwei davon führten zu Gegentoren! Bei dem ersten Treffer der schon nach 5 Minuten fiel, machte Keeper Nico Fabian bei einem 16 Meterschuss von Zankl aus halblinker Position keine gute Figur und eine halbe Stunde später nutzte Maik Luttermann einen Ballverlust von Ismail Polat nach einer anschließenden tollen Einzelaktion zum 2:0.
Es war ein Spiel, das hauptsächlich zwischen den Strafräumen stattfand - Torszenen: Mangelware! Auf dem Grandplatz in Sasel konnten die Zuschauer sehen, wie sich beide Mannschaften mit hohem Einsatz im Mittelfeld weitesgehend neutralisierten. Sasels erwischte dabei den besseren Start und konnte sich bereits vor dem 1:0 Führungstreffer eine Chance herausspielen. Nach der Führung zog Sasel sich ein wenig zurück und Dassendorf hatte mehr vom Spiel; jedenfalls bis in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Bis dorthin spielte Dassendorf es gut - doch Torgefahr entstand nicht. Vorne stand Patrick Lockstedt mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Das Spiel mit nur einen echten Spitze war zu berechenbar und Dassendorf fehlte die Durchschlagskraft. Das lag mit Sicherheit auch an den vielen verletzungsbedingten Ausfällen (Drast, Ceylan, Nunes und Fritsch waren nicht im Kader). Und es zieht sich auch wie ein roter Faden durch die letzten Partien: Dassendorf hilft den Gegnern beim Toreschießen. Fiel das 1:0 noch unter Mithilfe von Nico, so war es Ismail Polat, der in der 35. Minute den Ball lange am Fuß behielt und dann letztlich verlor. Danach folgte allerdings eine tolle Einzelaktion von Maik Luttermann, der die Dassendorfer Defensive alt aussehen ließ und auf 2:0 erhöhte.
In der zweiten Hälfte dann das gleiche Bild: viel K(r)ampf im Mittelfeld und wenige Torszenen. Dassendorf versuchte es hin und wieder mit Fernschüssen, die allerdings das Ziel weit verfehlten. Sasel hatte noch eine weitere Chance nach einem erneuten Ballverlust in der Vorwärtsbewegung auf Dassendorfer Seite, doch Nico Fabian parierte gegen den alleine auf ihn zulaufenden Niko Kiesewetter. Dassendorfs einzige nennenswerte Torchance resultierte aus einer Polat-Flanke auf Patrick Lockstedt, der nachdem er das Leder unter Kontrolle gebracht hatte sah, dass der Assistent unverständlicherweise auf Abseits entschieden hatte.
Am Ende blieb es bei der 2:0 Niederlage und dem Erreichen des Relegationsplatztes für Sasel. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg von dieser Seite an die Reinke-Truppe! Aber auch ein großes Kompliment an die 11 Spieler, die heute auf Dassendorfer Seite auf dem Platz standen, denn auch wenn es mit dem Toreschießen nicht geklappt hat, kämpferisch war das eine tolle Leistung - und ihr könnt den Platz mit erhobenem Haupt verlassen.
Dassendorf: Fabian - Reimers, Cisse, Murrins, Polat - Feddern, Berodt (ab 57. Tsotsinashvilli), Schwager (ab 74. Umoru), Göttman, Juhl - Lockstedt.
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TuS Dassendorf - SC Vier- und Marschlande 0:4 (0:1)
Vier-und Marschlande feiert am Wendelweg den Aufstieg in die Oberliga. Bei dem 4:0 Sieg gegen Dassendorf war der unbedingte Siegeswillen bei den Schützlingen von Jan Schönteich deutlich zu erkennen.
Dassendorf: Fabian - Reimers, Murrins, Drast, Polat - Feddern, Berodt (ab 57. Ceylan), Cisse, Göttmann, Schwager (ab 57. Umoru) - Juhl
Tore:
0:1 12. Minute: Marcel von Hacht
0:2 53. Minute: Christian Cebulla
0:3 76. Minute: Marcel von Hacht
0:4 81. Minute: Christian Cebulla
Vier- und Marschlande hatte sich diesen Sieg erarbeitet und letztlich auch verdient. Sie spielten ein aggressives Pressing und arbeiteten dabei gut gegen den Ball und gegen den Gegner. Ihnen war der unbedingte Siegeswille mehr anzusehen als den meisten Dassendorfer Spielern.
Trotzdem ist die Halbzeitführung aus Dassendorfer Sicht doch etwas unglücklich zustande gekommen. Erst hatte Dennis Juhl in der 7. Minute Pech beim Abschluss und dann sorgte schließlich ein Platzfehler in der 12. Spielminute für die 1:0 Gästeführung, denn als Nico Fabian den Ball gerade schlagen wollte, prallte dieser einmal kurz auf und aus dem Befreiungsschlag wurde eine Vorlage für Marcel von Hacht, der sich so eine Chance natürlich nicht nehmen ließ.
Vor der Halbzeit hatte Thomas Schwager in der 23. Minute mit einem Volleyschuss noch eine sehenswerte Szene, die allerdings vom Gästekeeper Junker entschärft werden konnte. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff hatten dann die Gäste die sehenswerteste Szene auf ihrer Seite: nach starker Balleroberung durch von Hacht und dem Zuspiel auf Marcel Ullrich wollte dieser uneigennützig einen Mitspieler in der Mitte bedienen anstatt selbst zu vollenden. Die Hereingabe konnte dann aber zur Ecke geklärt werden und es blieb beim 0:1.
Das 0:2 nur 8 Minuten nach Wiederanpfiff resultierte aus einem Freistoß, der von der rechten Außenlinie von Peter Marks in den Strafraum gebracht wurde. Und dort segelte er an Freund und Feind vorbei bis der zur Halbzeit eingewechselte Christian Cebulla am langen Pfosten einschießen konnte.
Das 0:3 besorgte dann wieder von Hacht, der im zweiten Nachschuss erfolgreich war. Seinen Kopfball konnte Nico Fabian noch parieren. Doch zweimal waren die Gäste dann gedankenschneller und konnten nachsetzen.
Nur 5 Minuten später erhöhte Cebulla per Kopf sogar auf 0:4. Nach diesem Treffer begannen auf der Gästebank die Vorbereitungen für die Aufstiegsfeierlichkeiten. T-shirts wurden übergezogen und Sektflaschen bereit gestellt. Beinahe hätte es sogar noch ein fünftes Gegentor gegeben als der eingewechselte Sascha Kayser von links zu einer Hereingabe ansetzte und den Ball nicht richtig traf. Das Spielgerät nahm eine ganz komische Flugbahn und klatschte gegen den Pfosten.
Das wäre dann auch des Guten zuviel gewesen. Vier- und Marschlande ist heute als verdienter Sieger vom Platz gegangen und konnte in kämpferischer und spielerischer Hinsicht überzeugen. Dassendorf konnte die vielen Ausfälle nicht kompensieren und aus diesem Grund spielerisch nicht mithalten. Vom Einsatzwillen her konnte Dassendorf nur bedingt mithalten - hier ragte besonders Andre Feddern positiv heraus.
__________________________________________________________________________________________________________TuS Dassendorf - Vorwärts/Wacker Billstedt 1:3 (1:2)
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Dassendorfs 1. Herren musste den 120 Minuten im Pokal Tribut zollen und leistete sich ungewohnte Fehler. Vorwärts/Wacker profitierte hiervon ohne selbst zu glänzen. Am Ende wird das Kick und Rush - Spiel der Gäste belohnt und Dassendorf unterliegt mit 1:3.
Zunächst einmal eine kleine Nachbetrachtung zum Pokalspiel bei H/R: Dassendorf ist hier nur ganz unglücklich ausgeschieden und haderte am Ende zu Recht nicht nur mit dem Schicksal sondern auch mit dem Unparteiischen! Über die 90 Minuten der regulären Spielzeit war Dassendorf das besseren Team mit der reiferen Spielanlage und konnte zweimal einen Rückstand wett machen. Vorher ließ man selbst beste Chancen liegen um selbst in Führung zu gehen. Aber Jamal und Ricardo, die die Großchancen nicht verwerten konnten, egalisierten jeweils die Führungen der Heimelf. Und kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte es einen Strafstoß für Dassendorf geben müssen, nachdem Halstenbeks Keeper außerhalb des Fünfers Dennis Juhl niederstreckte. Diese unfaire Aktion, die neben dem Elfer auch mit Rot hätte bestraft werden müssen, blieb aber ungeahndet und es ging in die Verlängerung. Und da hätte Bastian in der 119. Minute alles klar machen können, doch er scheiterte aus kurzer Distanz. So kam es denn zum Elfmeterschießen und Halstenbek hatte am Ende das bessere Ende für sich, denn Matze und Izi scheiterten vom Punkt.Bei dem heutigen Spiel musste Trainer Oliver Schweißing auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten. Für Ilker und Ricardo scheint die Saison gelaufen. Fritsche und Thommy befinden sich noch in der Aufbauphase während Jamal und Izi leicht angeschlagen in die Partie gingen. Was den knapp 200 Zuschauern am Wendelweg dann in den 90 Minuten geboten wurde, hatte mit einem Spitzenspiel nicht viel zu tun. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitesgehend im Mittelfeld. Ballstafetten oder kreative Momente waren Mangelware. Meistens ging es weit und hoch. Eine gute Idee hatte Ismail Polat in der 7. Minute als er den Ball wunderbar durchsteckte und Sascha Göttmann am schnellsten reagiert. Der konnte dann alleine auf Gästekeeper Kruschewski zugehen und an ihm zur 1:0 Führung einschießen.
Bei dem 1:1 Ausgleichstreffer für Billstedt leistete Dassendorf dann ordentlich Schützenhilfe. Ausgerechnet Björn Reimers und Stefan Murrins, die ansonsten konstant gute Leistung in dieser Saison abriefen, waren an der Entstehung des Gegentreffers beteiligt. Björn spielte einen Ball von der Außenlinie zu ungenau wieder ins Feld und brachte seine Mitspieler in Bedrängnis. Stefan Murrins klärte dann zu ungeschickt im eigenen Strafraum, was den Schiedsrichter zu einem Elfmeterpfiff verleitete. Diese Chance wiederum ließ sich Valerij Scerbinin in der 17. Minute nicht nehmen und Nico Fabian war geschlagen. Das 2:1 für Vorwärts in der 25. Minute besorgte Dassendorf dann gleich selbst. Ein wiederum langer und hoher Ball prallte einmal auf und Stefan Murrins gewann den anschließenden Kopfball gegen seinen Gegenspieler. Den Ball wollte er zu seinem Keeper zurück köpfen. Doch die Bogenlampe konnte Nico nicht erreichen, denn er war selbst schon auf dem Weg nach vorne gewesen. Durch diese beiden unglücklichen Situationen war Dassendorf angeknockt und zeigte bis zunächst Wirkung. Erst kurz vor der Halbzeitpause fingen sich die Blauweißen wieder.
In der zweiten Hälfte gab es nur ganz wenige fußballerische Höhepunkte. Die Spielhälfte war geprägt von zunehmender Hektik und einer giftigen Atmosphäre. Dassendorf fühlte sich von den Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt und rieb sich erneut in Diskussionen mit dem Gespann auf. Matthias Drast, der noch in der ersten Hälfte immer wieder antrieb und anspornte, fiel in der zweiten Hälfte dadurch auf, dass er wiederholt den Kopf hängen ließ und abwinkte. Es war an der Körpersprache zu erkennen, dass hier nicht mehr viel geht. Und so war es auch eine logische Konsequenz, dass Vorwärts in der 78. Minute für die Entscheidung sorgte. Der gerade erst eingewechselte Juro Julardzija konnte sich über links durchsetzen und brachte den Ball in die Mitte, wo der freistehende Kim Liebermann nur noch einzuschießen brauchte. Dieser Spielzug war eine der ganz ganz wenigen sehenswürdigen Spielzüge der Partie. Dassendorf hatte nach der kurzen Pause und den vielen Ausfällen eine seiner schwächeren Auftritte an diesem Ostermontag. Aber auch die Leistung des Gastes aus Billstedt war weder oberliga- noch landesligareif. Mit der heute gezeigten Leistung hat keine der beiden Mannschaften etwas in Hamburgs höchster Spielklasse zu suchen. Jan Schönteich, der mit seinem ganzen Team von Vier- und Marschlande zum Zuschauen angereist war, wird es mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben.
Dassendorf: Fabian - Reimers (ab 74. Fritsch), Murrins, Drast, Polat - Feddern, Göttmann (ab 55. Schwager) - Berodt, Cissé, Umoru - Lockstedt (ab 66. Juhl)
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SV Halstenbek-Rellingen - TuS Dassendorf 6:5 n.E.Im Achtelfinale kam das Aus für die TuS aus Dassendorf. Am Ende standen unsere Kicker nach 120 Minuten und einem Elfmeterschießen mit leeren Händen da. Eine weite Reise und nur 45 Stunden bis zum wichtigen Ligaspiel am Ostermontag gegen Vorwärts/Wacker Billstedt ist das was von diesem Samstagausflug bleibt. Und vielleicht die Erkenntnis, dass man gegen das Spitzenteam der Parallelstaffel mithalten kann. Das kann ja noch einmal wichtig werden; nämlich dann wenn Dassendorf den 3. Platz erreichen sollte und in die Relegation um den Oberliga-Aufstieg gehen muss/darf.
Zunächst heißt es aber volle Konzentration auf das Spiel am Montag. Von Regeneration kann in der Kürze der Zeit wohl kaum die Rede sein. Wenn man seine letzte theoretische Chance auf Platz 2 noch wahren will, muss man gegen Billstedt gewinnen. Sicherlich kein leichtes Unterfangen. Innerhalb von 90 Minuten ist Dassendorf in den Pflichtspielen im Jahr 2011 noch unbesiegt. Allerdings hieß es in den letzten 3 Spielen nach 90 Minuten jeweils Remis. Mit einer Punkteteilung endete auch das Hinspiel in Öjendorf. Und da war ordentlich Feuer und Emotionen in der Partie. Das verspricht ein heißes Spiel.
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FC Türkiye - TuS Dassendorf 0:0
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Torloses Unendschieden für die 1. Herren beim FC Türkiye. Die Schweißing-Elf lässt wichtige Punkte im Kampf um Platz 3 liegen; bleibt aber in diesem Jahr weiter ungeschlagen. Die dicken Brocken kommen aber erst.
Es war ein mittelklassiges Spiel auf einem schlechten Platz welches sich die Mannschaften vom FC Türkiye und der TuS aus Dassendorf an diesem Dienstagabend an der Landesgrenze lieferten.
Trainer Oli Schweißing schickte die gleiche Startelf wie am Freitag beim Rahlstedter SC auf den Acker. Obwohl die Anfangsphase von gegenseitigem Abtasten geprägt war und optisch die Heimmannschaft mehr Ballbesitz hatte, konnten die Zuschauer die erste nennenswerte Chance auf Dassendorfer Seite verbuchen. Doch Ilker vergab eine Großchance in der 4. Spielminute über das Tor. Etwas genauer zielte dann das Heimteam in der 26. Minute - doch nicht genau genug, denn die erste richtige Torchance für den FC Türkiye landete an der Querlatte. 10 Minuten später musste dann allerdings Nico Fabian eingreifen, denn dieser Kopfball hätte durchaus gepasst. Wie gesagt: hätte! Denn Nico konnte den Ball über das Tor zur Ecke parieren.
Der FC Türkiye suchte sein Glück hauptsächlich mit hohen Bällen in die Mitte, um dort zum Kopfballabschluss zu kommen. Sicherlich ein probates Mittel bei den langgewachsenen Spielern und auf der anderen Seite eine Konsequenz daraus, dass der torgefährlichste Spieler der Heimelf bei Stefan Murrins gut aufgehoben war.
Die Zweikämpfe zwischen Stefan und Onur Tüysüz waren wohl noch die Highlights in den ersten 45 Minuten. Und eigentlich immer mit dem besseren Ende für Stefan - und das mit fairen Mitteln!
In der zweiten Hälfte war dann bei der ersten nennenswerten Aktion wieder das Aluminium beteiligt. Dieses Mal verhinderte es allerdings einen Treffer für Dassendorf, denn Ilkers verunglückter Torschuss setzte auf und landete an dem Pfosten. Ilker war es auch, der die wohl größte Chance des Spiels hatte. In der 58. Minute war es Jamal, der sich über rechts gut durchsetzen konnte und den Ball zu Ricardo brachte. Dessen direkten Abschluss konnte der Keeper zwar noch parieren - doch nur genau vor die Füße von Ilker. Der war wohl etwas überrascht, denn den Nachschuss aus zwei Metern konnte er nicht mehr genau platzieren und erneut war der Torwart im Weg. So blieb es beim 0:0.
Auf der anderen Seite gab es 10 Minuten später ebenfalls eine klare Torchance. David Berwecke stand plötzlich alleine vor dem Dassendorfer Gehäuse. Doch der Ball versprang und der Abschluss ging weit am Ziel vorbei.
In der Schlussviertelstunde hatte Dassendorf dann noch einmal numerische Überlegenheit auf dem Platz, den ein Spieler des FC Türkiye erhielt die Ampelkarte. Doch außer einer Chance von Ricardo, der es dann aber zu umständlich machte, sprang keine weitere nennenswerte Torchance heraus.
Dassendorf: Fabian - Reimers, Drast, Murrins, Polat - Feddern, Cisse - Juhl (ab 60. Berodt), Nunes (ab 82. Göttmann), Umoru - Ceylan (ab 68. Lockstedt)
In den nächsten vier Spielen geht es gegen die direkten Mitbewerber um Platz 3 und gegen die Spitze der Liga. Vorwärts, Vier- und Marsch, Sasel und Hamm heißen die Gegner bevor es zum Abschluss gegen den MSV geht.
_________________________________________________________________________________________________________Rahlstedter SC - TuS Dassendorf 2:2 (1:2)
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Ein Remis, das sich wie eine Niederlage anfühlt. Die 1. Herren geht im Jahr 2011 das erste Mal nicht als Sieger vom Platz und muss sich mit einem 2:2 in Rahlstedt abfinden.
Dassendorf ging voller Selbstvertrauen in dieses Spiel. Kein Wunder. Denn in allen Pflichtspielen im Jahr 2011 hieß der Sieger immer TuS Dassendorf. Die Mannschaft von Oliver Schweißing ist die Mannschaft der Stunde in der Landesliga Hansa. Trotzdem wusste man, dass das Spiel in Rahlstedt kein Selbstgänger ist. Das Team von Matthias Nagel hat selbst noch eine Chance auf Platz drei und ist als unangenehmer Gegner bekannt.
Dassendorf lief am heutigen Freitagabend ungewohnt ganz in Rot auf; passend zum Spielball! Hatte man hier in Rahlstedt mit plötzlichem Schneefall gerechnet? Schneebedeckt war der Rasen zwar nicht aber dennoch schwer zu bespielen, denn das Geläuft war äußerst uneben. Doch Rahlstedt hatte mit dem schwierigen Untergrund mehr Probleme als Dassendorf, die ähnliche Verhältnisse vom Trainingsplatz gewohnt sind.
In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Mannschaften, die ihr Hauptaugenmerk offensichtlich auf eine funktionierende Defensive gerichtet hatten. Torszenen waren in Hälfte eins absolute Mangelware. Trotzdem fielen bis zum Halbzeitpfiff drei Treffer! Den besseren Start erwischte das Heimteam, die in der 14. Minute einen indirekten Freistoß aus 25 Metern zugesprochen bekamen. Nach einem kurzen Antippen des Balles schoss Fabian Facklam den Ball an die Unterlatte des Dassendorfer Gehäuses. Von dort aus sprang er auf den Boden und dann wieder in das Feld. Ein Wembley Tor! Und wie schon 1966 so auch heute: der Assistent entschied auf Tor! Ob der Ball nun wirklich in Gänze hinter der Linie war oder nicht, wird sich wohl ebenso wenig wie damals klären lassen. Fakt ist: England wurde seinerzeit Weltmeister und heute stand es nach 14 Minuten 1:0 für Rahlstedt!
Dassendorf brauchte nun einige Zeit, um sich wieder zu berappeln. Man feuerte sich zwar gegenseitig immer wieder an, doch trotzdem gelang es dem Team nicht so schnell, dass Spiel an sich zu reißen.
In der 28. Minute gelang den Gästen dann aber eine starke Balleroberung im Mittelfeld. Gleich darauf wurde Dennis Juhl auf links in Szene gesetzt. Der brachte den Ball dann in die Mitte zu Ricardo Nunes, der während des Abschlusses von seinem Gegenspieler gefoult wurde. Logische Konsequenz, da das Ganze im Strafraum war: Strafstoß! Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 1:1.
Nun war es das Heimteam, das sich geschockt zeigte und die Gäste mehr und mehr ins Spiel kommen ließ. Allerdings gab es über die gesamten 90 Minuten nur wenige längere Spielpassagen, denn Schiedsrichter Alexander Teuscher musste ob der vielen Fouls immer wieder unterbrechen. So auch in der 36. Minute in Rahlstedts Hälfte. Ein Freistoß von der linken Außenseite wurde von Ricardo in den 16er geschlagen und Dennis Juhl schaltete am schnellsten: sein Flugkopfball aus sechs Metern war für den Rahlstedter Schlussmann Lenz nicht zu halten und Dassendorf war nicht nur zurück ins Spiel gekommen sondern hatte das Spiel sogar gedreht. Mit dieser Gästeführung ging es dann auch in die Kabinen.
Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte dann auch Rahlstedts Knipser vom Dienst Scholtan, doch dieses Mal vergab er aus kurzer Distanz. Auf der anderen Seite konnte es Dennis Juhl aus ähnlicher Position in der 55. Minute auch nicht genauer machen.
Das nächste Highlight der Partie war in der 57. Minute die Gelb-Rote Karte für Rahlstedts Kommerowski. Dassendorf hatte jetzt eine gute halbe Stunde in Überzahl. Wie man in Unterzahl kämpft und gewinnt hatte die Mannschaft in letzter Zeit häufiger geübt. Jetzt hieß es aber mit einem Mann mehr das Ergebnis zu verwalten oder sogar noch zu verbessern.
Dassendorf spielte es in der Folgezeit auch gut über die Außen, schaffte es aber nicht, den finalen Pass zu spielen. Allerdings stand die Heimmannschaft in der Defensive sehr ordentlich.
Auch Dassendorfs Defensive stand heute sehr gut. In der 70. Minute allerdings wurde Björn Reimers auf dem falschen Fuss erwischt und Stefan Murrins musste mit einem Foul und auf Kosten einer gelben Karte klären. Dieser eine Fehler blieb ohne Folgen, doch der zweite wurde nur vier Minuten später mit dem Ausgleich bestraft. Einmal im rechten Mittelfeld nicht energisch genug gegen den Ball gearbeitet und ein mustergültiger Ball auf Halbrechts fand in Scholtan einen dankbaren Abnehmer. Der ließ sich nicht zweimal bitten und brachte das Leder an Nico Fabian vorbei ins Netz.
In der 87. Minute hatte Dassendorf dann den schönsten Spielzug vorgetragen: Karim Cisse wurde auf rechts bis zur Grundlinie geschickt. Von dort brachte er den Ball an die Strafraumecke zu Andre Feddern, der den Ball in die Mitte zu Ilker Ceylan brachte. Ilker brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten und den Ball eine kleine Richtungsänderung geben und Lenz war erneut geschlagen. Doch zum Entsetzen aller stand da Schiedsrichterassistent Leif Jischkowski mit erhobener Fahne. Jener Assistent -wir erinnern uns- der in der 14. Minute bereits auf Tor für Rahlstedt entschieden hatte. Da kochten die Emotionen auf dem Platz und von der Bank aus kurzfristig hoch. Völlig verständlich und weder beleidigend noch bedrohend. Aber mit Konsequenzen: Oliver Schweißing wurde der Coachingzone verwiesen.
Beide Mannschaften spielten in der Schlussphase voll auf Sieg - ein weiterer Treffer blieb aber aus.
Oliver Schweißing lobte seine Elf dafür, dass sie nach dem frühen Rückstand wieder zurück ins Spiel gefunden haben. Das es hier in Rahlstedt schwer wird, war ihm vorher schon klar, doch das Remis fühlte sich am Ende doch ein wenig wie eine Niederlage an - ein kleiner Rückschlag auf dem Weg zum Relegationsspiel. Allerdings patzte Hamm United zeitgleich gegen Cordi II.
Rahlstedts Trainer Nagel war mit der Moral seiner Mannschaft nach dem Spiel sehr zufrieden, weil man mit 10 Mann noch einmal zurück gekommen war. Er kritisierte allerdings, dass man zuviele Freistöße zugelassen hatte, die die routinierten Spieler von Dassendorf "herausgeholt" hatten.
Dassendorf muss das Spiel schnellstmöglich abhaken und die Augen nach vorne richten, denn schon am Dienstag wartet mit dem FC Türkiye eine Mannschaft, die im Hinspiel gleich ein halbes Dutzend mal eingenetzt hatte...
Dassendorf: Fabian - Reimers, Murrins, Drast, Polat - Cisse, Feddern - Umoru, Nunes (ab 73. Göttmann), Juhl - Ceylan.
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______________________________________________________________________________________________________________________________________TuS Dassendorf - SC Schwarzenbek 1:0 (0:0)
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Endlich konnte Dassendorfs Erste Herren den Angstgegner aus Schwarzenbek besiegen. Das einzige Tor bei dem 1:0 Heimerfolg schoss wie auch schon in Börnsen Ricardo Nunes.
TuS Dassendorf: Fabian – Polat, Murrins, Drast, Reimers – Feddern, Cissé – Berodt (64. Umoru), Nunes (88. Lockstedt), Juhl – Ceylan (85. Göttmann)Trainer: Oliver Schweißing
SC Schwarzenbek: Bindzus – Oertel , Lehmann, Basenau, Ehmke – Nasution (68. Zielke), Schumacher (80. Steffens), Gierke, Koitka – Bolz, Hammel
Trainer: Robert Meyer
Tore: 1:0 Nunes (68., Freistoß)
Schwarzenbek präsentierte sich in Dassendorf als gleichwertiger Gegner. Weitesgehend neutralisierten sich beide Teams und ließen jeweils nur wenige Chancen zu. Der einzige Treffer des Tages fiel folgerichtig auch nach einer Standardsituation. Ricardo Nunes nahm aus 25 Metern genau Maß und plazierte das Leder genau im Winkel. Da musste auch Gästetrainer Robert Meyer nach dem Spiel neidlos anerkennen, dass das ein perfekt getretener Freistoß war. Wie auch schon in Börnsen avancierte Ricardo so zum Matchwinner. Bei der Suche nach dem besten Spieler darf man aber getrost wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung nennen._________________________________________________________________________________________________________
SV Börnsen - TuS Dassendorf 0:1 (0:1)
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TuS Dassendorf erarbeitet sich beim SV Börnsen drei Punkte und kann das nächste Derby für sich entscheiden. Wie schon in der Hinrunde gab es drei Derbysiege in Folge. Danach gab es in Schwarzenbek einen Dämpfer. Die Europastädter sind zur Zeit auch richtig gut drauf und reisen am nächsten Sonntag an den Wendelweg. Da ist Wiedergutmachung angesagt.
Wiedergutmachung wollte auch der SV Börnsen betreiben und sich für die deutliche 4:1 Hinspielniederlage rehabilitieren. Doch zunächst lief weder bei den Gastgebern noch bei den Dassendorfern auch nur irgendetwas zusammmen. Es war ein nervöser Beginn auf beiden Seiten und der Ball wurde mehr hoch und weit gespielt als dass er kontrolliert in den eigenen Reihen gehalten wurde. Die erste Chance konnten die Dassendorfer aber für sich verbuchen: Ricardo hatte in der 16. Minute den Ball erkämpft und an Ilker weiter gegeben. Der passte den Ball in die Nahtstelle der Börnsener Abwehrkette und Karim scheiterte am Börnsener Ersatzschlussmann, der seine Sache aber gut machte. Nach diesem Weckruf waren es die Gäste aus Dassendorf, die immer besser in die Partie fanden und in der 19. Minute zum 1:0 Führungstreffer kamen. So dachten zunächst jedenfalls alle als Ricardo den Ball gegen den Pfosten schoss und Ilker den Abpraller über die Linie brachte. Doch das Schiedsrichtergespann hatte etwas dagegen und entschied auf Abseits (wohl auch zurecht).
In der 22. Minute war es denn aber soweit: Karim bewies Übersicht und brachte den Ball auf halblinks zu Ricardo. Der behielt die Ruhe und zeigte seine ganze Erfahrung und Cleverness als er den Ball an dem herauseilenden Schlussmann vorbeischlenzte und zum 0:1 einschoss. In der Folgezeit war es dem Referee Thomas Kruse in seiner Abschiedssaison wohl etwas zu langweilig. Es folgten einige umstrittene Entscheidungen, die die Gemüter der Spieler und Offiziellen erregten. Konnte Ricardo noch durch seine Abgeklärtheit im Abschluss glänzen, zeigte er nur 12 Minuten später sein anderes Gesicht. Erst eine gelbe Karte wegen Meckerns und nur eine Minute später gab es die Ampelkarte wegen vermeintlichem Foulspiel. Ricardo versuchte im gegnerischen Strafraum den Ball ebenso wie ein Verteidiger und der Keeper zu erobern. Irgendwie prallten dann alle drei zusammen. Freistoß in so einer Situation für den Keeper ist völlig okay aber Gelb für den gerade erst verwarnten Stürmer wohl überflüssig. Besonders wenn man bedenkt, dass an gleicher Stelle Patrick Fritsch nur zwei Minuten später zu Fall gebracht wurde und anstatt einen Strafstoß eine Verwarnung wegen angeblicher Schwalbe bekam. Kein Wunder, dass die Dassendorfer sich nun langsam auf den Referee eingeschossen hatten. Bastian kam dann kurz vor der Halbzeit für den angeschlagenen Patrick Fritsch.
In der zweiten Hälfte war es zunächst Olli Schweißing, der nach nur einer Minute von der Bank verbannt wurde. Dann hatte Karim Cisse in der 50. Minute eine Großchance, doch ein Abwehrspieler konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen. In der 55. Minute konnte der stark spielende Matthias Drast den Ball an der Mittellinie erobern und behaupten. Matze nahm Fahrt auf drang in den gegnerischen Sechzehner ein. Dort wurde er elfmeterreif zu Fall gebracht und erhielt folgerichtig auch einen Strafstoß zugesprochen. Nach dem Pfiff kam es zur Rudelbildung und zu unübersichtlichen Szenen wobei ein Dassendorfer Spieler zu Boden ging. Der Schiedsrichter nahm nun Kontakt zu beiden Assistenten auf, wobei der eine sogar ein deutliches Fahnenzeichen gegeben hatte, was dafür spricht, dass er eine Tätlichkeit gesehen hatte. Nach den Rücksprachen gab es aber weder für das Foulspiel noch für die anschließende Rudelbildung auch nur irgend eine Karte. Und wenn man sich dann mehr mit den Unparteiischen als mit dem eigenen Spiel beschäftigt, verwundert es auch nicht so sehr, dass der Elfmeter von Ilker links neben das Tor geschossen wurde.
Das Spiel lebte in der Folgezeit mehr von der Spannung und von dem Derbycharakter als von der spielerischen Klasse auf irgend einer Seite. Börnsen schaffte es trotz numerischer Überlegenheit nicht, sich klare Torchancen heraus zu spielen. Dassendorf machte zwar einige unnötige Fehler im Aufbau von Kontern, erarbeitete wsich aber trotzdem noch die ein oder andere Chance. Andre Feddern scheiterte eine viertel Stunde vor Schluss nur knapp und sein Schuss konnte gerade noch zur Ecke gelenkt werden. In der Nachspielzeit hatte Karim Cisse dann wieder eine Großchance, schoss jedoch aus sieben Metern über das Tor.
Dassendorf hatte sich den Dreier heute verdient, denn sie waren Börnsen in allen Belangen überlegen. Besonder gut stand Dassendorf aber in der Defensive und ließ hier so gut wie keine Möglickeiten der Gastgeber zu. Matze Drast und Stefan Murrins organisierten ihre Neben- und Vorderleute immer wieder aufs Neue und trieben die Mannschaft zu guten Leistungen an.
Mit dem SC Schwarzenbek kommt am Sonntag die Mannschaft der Stunde. Aus den letzten 10 Partien holte die Truppe von Robert Meyer 25 von 30 möglichen Punkten (ohne das Spiel von diesem Wochenende). Dassendorf hat noch etwas gut zu machen, denn das Hinspiel war eine der schlechtesten Leistungen der laufenden Saison. Also: holt euch den Lohn für die Arbeit der letzten Spiele ab und macht die Serie von Derbysiegen komplett!!!!
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TuS Dassendorf - FC Voran Ohe 6:1 (4:1)
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Die 1. Herren setzt die Siegesserie fort und deklassiert Voran Ohe mit 6:1.
Peter Martens wurde von den Dassendorfern Zuschauern freundlich begrüßt und alte Erinnerungen wurden aufgefrischt. Ohes Trainer hatte gegenüber der Bergedorfer Zeitung angekündigt, sich sicher zu sein, bei dem Gastspiel an alter Wirkungsstätte etwas mitzunehmen. Die letzten Spiele von Ohe ließen laut Co-Trainer Lars Gawel so langsam die Handschrift von Trainer Martens erkennen. Dassendorf sollte also gewarnt gewesen sein.
Nach den letzten Pflichtspielerfolgen der Schweißing – Schützlinge gingen diese als Favorit und mit dem entsprechenden Selbstvertrauen in die Partie. Nicht dabei war Patrick Fritsch, der zuletzt wegen einer Rotsperre passen musste und sich heute nach dem Motto „never change a winning team“ auf der Reservebank wieder fand.
Dassendorf dominierte den Gegner dann auch in der Anfangsphase und erarbeitete sich erste Torchancen. Ricardo scheiterte mit einem Freistoß aus 24 Metern in der 8. Minute nur knapp. Nur eine Minute später hatte dann plötzlich Ohe die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch der Außenpfosten bewahrte das Heimteam vor einem Rückstand.
In der 12. Minute hielt Gästekeeper Gordon Wilkens dann einen Kopfball von Ilker Ceylan aus kurzer Distanz. Die Dassendorfer Überlegenheit zahlte sich dann erstmalig in der 20. Minute aus, als Ilker eine Nunes – Ecke nur mit dem Hinterkopf verlängern konnte und Matze Drast sich kaum noch dagegen wehren konnte, den Ball irgendwie über die Linie zur 1:0 Führung zu drücken.
Die Kombination Nunes – Ceylan funktionierte dann in der 24. Minute erneut als Ricardos scharfe Freistoßhereingabe von Ilker per Kopf zur 2:0 Führung verwandelt wurde.
Das 3:0 besorgte Ricardo dann selbst in der 32. Minute als er einen langen Ball auf links erlaufen konnte, sich dann im Strafraum durchsetzte und den Ball trotz Berührung durch Wilkens über die Linie brachte.
Im Anschluss musste Jamal durch Dennis Juhl ersetzt werden.
Nun spielte Dassendorf sich beinahe in einen Rausch und Ohes Gegenwehr durfte man eigentlich nicht mehr als Gegenwehr bezeichnen.
Mitten in die stärkste Phase der Dassendorfer gelang Ohe dann der Anschlusstreffer oder wie sich später herausstellen sollte, der Ehrentreffer (37. Minute durch Tobias Maertzke).
Doch die Oher Hoffnung währte nur kurz, denn erneut Ricardo Nunes stellte nach schönem Anspiel von Ilker mit seinem 4:1 den alten Abstand wieder her.
Die Halbzeitansprache durch den Oher Trainer Martens fiel dann entsprechend lautstark aus.
Die Partie hingegen war bereits entschieden und die zweite Halbzeit verlief dementsprechend nicht mehr so spektakulär wie die erste.
Trotzdem war Dassendorf dem Gast aus Ohe hoch überlegen und ging nach einem langen Ball auf Ilker, der von einem groben Abwehrschnitzer profitierte und im eins gegen eins kühl am Keeper vorbei zum 5:1 einschob (60. Minute).
In der 65. Minute durfte dann endlich auch Patrick Fritsch die Bühne betreten. Er ersetzte André Feddern und konnte zwei Minuten vor dem Abpfiff mit seinem 18. Saisontreffer den 6:1 Endstand herstellen.
Dassendorf: Grabolle – Reimers, Drast, Murrins, Polat (81. Remus) – Feddern (65. Fritsch), Cissé, Berodt, Umoru (33. Juhl), Nunes – Ceylan
Auf Dassendorf warten jetzt zwei ganz wichtige Derbys beim SV Börnsen und dann zu Hause gegen den SC Schwarzenbek. Am Hamfeldredder am kommenden Samstag hofft die Mannschaft auf zahlreiche Unterstützung._________________________________________________________________________________________
VfL Lohbrügge - TuS Dassendorf 0:2 (0:1)
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Dassendorf fand schwer in die Partie. Es dauerte gute 10 Minuten bis die Spieler eine gewisse Nervosität ablegten. Die Anfangsphase war geprägt durch Unkonzentriertheiten und Fehlpässen. Lohbrügge konnte diese Unsortiertheit der Gäste aber nicht nutzen.
Danach kam Dassendorf aber besser ins Spiel und hatte eine Chance nach der anderen. Die erste Großchance hate Matze Drast in der 12. Minute als er nach einer Standardsituation aus drei Metern zu zaghaft abschloss und so den Keeper eine Chance ließ. Nur eine Minute später scheiterte Ricardo per Kopf. Wieder eine Minute später hätte Stefan Murrins zur Führung einschießen können/müssen - doch der gelernte Verteidiger schoss über das Tor.
Nach einem Außenpfostentreffer von Lohbrügge und einer weiteren Chance für Ilker, der nur knapp verfehlte, brachte Ricardo einen Freistoß genau in den Strafraum. Jamal Umoru war mit dem Kopf zur Stelle und traf in der 21. Minute zur 1:0 Führung für Dassendorf. Zur Halbzeitpause hin verflachte das Spiel dann ein wenig.
Auch nach der Halbzeitpause dauerte es etwas bis Dassendorf wieder zum Spiel fand. Lohbrügge drängte in der Anfangsviertelstunde auf den Ausgleich ohne allerdings richtig zwingend zu sein. Dassendorf hatte Probleme sich zu befreien und den Ball in den eigenen Reihen zu behalten. Nachdem sie sich dann wieder etwas Luft verschaffen konnten, nutzen sie auch gleich die erste sich bietende Torchance zur 2:0 Führung in der 64. Minute. Stefan Murrins spielte einen langen Ball auf Jamal, der den Ball gut mitnehmen konnte und dann mit einem langen Bein den Ball am herauseilenden Gästekeeper vorbei und ins Tor brachte.
Nur drei Minuten später hätten erst Jamal und dann Ilker im Nachsetzen das 3:0 machen müssen. Doch hier ging man zu leichtfertig mit den Chancen um. Die mangelnde Chancenauswertung brachte das Trainergespann am Spielfeldrand auch immer wieder zum Verzweifeln. Doch am Ende reichten die beiden Tore, denn die Schneppel-Elf war einfach zu harmlos vor dem Dasendorfer Tor. Die Einstellung auf Dassendorfer Seite stimmte über weite Phasen des Spiels. Die kurzen Schwächeperioden konnte der Gastgeber nicht ausnutzen. Somit geht der Sieg auch völlig in Ordnung.
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Dassendorf: Grabolle - Reimers, Drast, Murrins, Polat - Berodt, Federn, Cissé, Umoru, Nunes - Ceylan
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Pokal: Mesopotamien - TuS Dassendorf 1:4 (0:1)
Die 1. Herren nimmt auf dem Grandplatz beim SV Mesopotamien den Kampf an und siegt am Ende völlig verdient mit 4:1. Patrick Fritsch musste schon nach 15 Minuten mit einer Roten Karte nach einer "Rangelei" vorzeitig zum Duschen. Doch auch mit 10 Mann hielt Dassendorf dagegen. In der 41. Minute wurde der Kampf mit einem Tor von Jamal Umoru belohnt.
In der zweiten Hälfte spielte Dassendorf weiter nach vorne und versuchte nicht das Ergebnis zu verwalten. Phasenweise hatte man das Gefühl, dass nicht Dassendorf sondern der Gegner in Unterzahl spielte. Wenn es denn doch einmal brenzlig für das Dassendorfer Gehäuse wurde, war da noch ein gut aufgelegter und mitspielender Oliver Grabolle, der einen Gegentreffer verhinderte. Nach einem Doppelschlag in der 73. und 76. Minute durch Ricardo Nunes und erneut Jamal Umoru war das Spiel gelaufen. Sehr zum Ärgerniss von Trainer Oliver Schweißing gelang den Gastgebern in der 85. Minute noch der Ehrentreffer. Den Endstand von 1:4 stellte dann erneut Jamal Umoru her, der seiner Rückennummer 9 heute alle Ehre machte.
Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung fällt es schwer, irgendeinen Spieler herauszuheben. Keeper Grabolle muss hier und heute aber wohl doch Erwähnung finden.
Dassendorf: Grabolle (1) - Reimers (2), Murrins (2), Drast (2), Polat (2) - Feddern (1-2), Cisse (2), Berodt (2-3), Nunes (2), Umoru (2) - Fritsch (-)
________________________________________________________________________________________________________________________________TuS Dassendorf - TuS Hamburg 2:1 (2:0)
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Nach einer Winterpause, die nicht enden wollte, rollte/holperte der Ball wieder am Wendelweg. Mit TuS Hamburg kam der Tabellenletzte, der zuletzt mit 9:2 gegen Sperber und 4:0 gegen Hamm United das Nachsehen hatte. Es schien so, dass es eine einfache Aufgabe werden würde.
Und zunächst sprach auch alles für einen ungefährdeten Pflichtsieg. Ohne zu glänzen, kam Dassendorf zu einer 2:0 Halbzeitführung. Ilker konnte in der 11. Minute nach einer Ecke vollenden und dann in der 29. Minute per Foulelfmeter erhöhen. Und die Führung hätte durchaus höher ausfallen können, wenn Dassendorf den Ball hätte besser und mit mehr Tempo laufen lassen.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Dasendorf die besseren Chancen: in der 49. Minute konnte der Gästekeeper einen Nunes-Freistoß gerade noch zur Ecke lenken. Nur 5 Minuten später verhinderte der Keeper einen aus Gästesicht höheren Rückstand als Fritsch alleine auf ihn zukam und er mit einem langen Bein parieren konnte. Weniger Glück hatte Neuzugang Nico Fabian im Dassendorfer Tor in der 59. Minute bei einem Freistoß aus 20 Metern. Dieser wurde nämlich unglücklich abgefälscht und war für das Geburtstagskind (Nico wird heute 21 - herzlichen Glückwunsch!!) nicht zu halten.
Die folgenden 30 Minuten bis zum Schlusspfiff waren geprägt von Hektik, Fouls und Dikussionen. Dassendorfs Spieler, Offizielle und Zuschauer hatten sich inzwischen auf Schiedsrichter Christian Henkel eingeschossen. Eine Freundschaft zwischen diesen beiden Parteien wird es wohl nicht mehr geben. Was es bedeutet, in Dassendorf auf der Bank zu sein, musste der neue Liga-Manager Robert Mirmarbachi schon vor dem Spiel feststellen: er stand nicht auf dem Spielberichtsbogen und durfte somit nicht auf der Dassendorfer Bank Platz nehmen. Probleme mit dem Gehör schien der Schiedsrichter kurz vor Ende gehabt zu haben, als Ricardo Nunes nach einer Behandlung wieder auf das Feld wollte. Fast 90 Sekunden lang riefen die Dassendorfer dem Unparteiischen zu, dass Ricardo wieder auf das Feld wollte (die Voraussetzungen waren auch da, denn das Spiel war zwischenzeitlich wieder fortgesetzt und sogar wieder unterbrochen), doch der Schiedrichter schien alle Rufe zu ignorieren oder wirklich nicht zu hören.
Besser zugehört hatte er dann nach dem Schlusspfiff als Ilker Ceylan zu ihm etwas sagte. Dafür gab es nach Schlusspfiff die Rote Karte. Ilker beteuerte, lediglich gesagt zu haben, dass es ja nun geschafft sei. Dassendorf behielt am Ende die drei Punkte und wird sich deutlich steigern müssen, denn TuS Hamburg sollte hier kein Maßstab sein. Nächste Woche wartet am Binner mit dem VfL Lohbrügge ein stärkerer Gegner.
TuS Dassendorf - TSV Wandsetal 1:0 (1:0)
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Karim Cissé brachte die Hausherren in der 39. Minute nach schöner Vorarbeit von Patrick Lockstedt und Björn Reimers mit 1:0 in Führung. Zwei Minuten später gab es die erste gelb-rote Karte für die Gäste. Die letzten 15 Minuten hieß es sogar 11 gegen 9. Trotzdem konnte Dassendorf die sich wenigen bietenden Chancen nicht nutzen, um den Sack zu zumachen. Wandsetal konnte diese Nachlässigkeiten nicht bestrafen, obwohl Dassendorf mitunter durch mangelnden Einsatz zum Ausgleich eingeladen hatte. Am Ende hieß der verdiente Sieger in einem unschönen Spiel mit einer durchwachsenen Schiedsrichterleistung aber doch TuS Dassendorf!
Schiedsrichter Brian Averhoff vom TSV Seestermühle hatte sich bei seiner Trikotwahl farblich passend zu dem roten Schneeball gekleidet. So fiel nicht nur der Ball auf dem gefrorenen und teilweise leicht schneebedecktem Rasen auf sondern auch der Unparteiische. Letzterer sorgte dann auch während des Spiels durch seine Entscheidungen für einiges Kopfschütteln und Unverständnis. Besonders das Gästeteam von Marco Krausz haderte mit seinen Entscheidungen und fühlte sich arg benachteiligt.
Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Gleich in der Anfangsphase zeigten die Gäste, wie sie hier punkten wollten – nämlich über den Kampf. Zwei unschöne Grätschen zu Beginn, bei denen sicherlich auch irgendwann der Ball gespielt wurde, blieben vom Schiedsrichter ungeahndet. Hier hätte Herr Averhoff auf diesem Boden gleich ein deutliches Zeichen setzen können und sollen – er hätte es im weiteren Verlauf der Partie sicherlich leichter gehabt!
In der Dassendorfer Anfangsformation gab es im Vergleich zu den letzten Spielen einige Veränderungen: Dennis Juhl, der gegen den SC Sperber eine klasse Leistung geboten hatte, wurde mit einem Platz in der Anfangself belohnt. Ihm folgte Bastian Berodt auf der linken Seite. Außerdem ersetzte Matthias Drast den Unglücksraben André Feddern in der Innenverteidigung. Auf der Bank fanden sich Ismail Polat und Ricardo Nunes wieder. André musste verletzungsbedingt ebenso wie Thomas Schwager passen.
Bei der ersten guten Szene der Dassendorfer waren dann auch gleich zwei dieser Akteure beteiligt: in der 6. Minute ging Bastian im eigenen Strafraum bei einer Balleroberung durch Grätschen ein hohes Risiko. Seinen Pass nahm dann Karim Cissé auf, der den Ball von der Mittellinie aus diagonal zu Dennis Juhl brachte, dessen Abschluss zur Ecke geklärt werden konnte.
Die folgenden erwähnenswerten Szenen und Chancen resultierten überwiegend aus Standardsituationen - Torszenen blieben Mangelware. Dassendorf wusste im Mittelfeld durchaus durch guten und schnellen Kombinationsfußball zu gefallen, konnte die Spitzen dann aber zu selten in Szene setzen und machte auch zu wenig Gebrauch von den qualitativen Vorteilen.
Eine schöne und schnelle Kombination leitete dann aber den 1:0 Führungstreffer in der 39. Minute durch Karim Cissé ein. Der Ball wurde von der rechten Seite schnell nach links weiter geschoben, wo Björn Reimers die Zeit hatte, genau Maß zu nehmen und über 35 Meter zu Patrick Lockstedt zu flanken. Der bewies dann Übersicht und legte mit der Brust für den freistehenden Karim auf, der aus relativ kurzer Distanz keine Mühe hatte, zum Führungstreffer einzuschieben.
Noch vor der Pause musste auf Gästeseite Adebayo Tchalla nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig den Weg zum Duschen antreten.
Wer jetzt aber dachte, dass Dassendorf mit einer Führung im Rücken und in Überzahl den weiteren Verlauf der Partie dominierte, der sah sich getäuscht.
Zu Beginn der zweiten Hälfte war Dassendorf einfach nicht präsent genug in den Zweikämpfen und überließ den Gästen zu viel Raum und Ballbesitz. Die ganz klaren Torchancen konnten sich die Wandsetaler allerdings nicht herausspielen. Am meisten Unheil drohte dem Gehäuse von Oliver Grabolle noch durch zwei Freistöße, die jeweils von der Mittellinie aus geschlagen wurden.
Nachdem in der 77. Minute Innenverteidiger von Loh nach vermeintlichem Foulspiel an Patrick Fritsch das Feld mit der Ampelkarte räumen musste, boten sich den Dassendorfern durch Konter beste Tormöglichkeiten. Diese wurden aber allesamt ausgelassen. So scheiterte zunächst Patrick Fritsch nach schönem Anspiel von Basti am Pfosten – danach ignorierte Bastian den erneut völlig freistehenden Fritsch und versuchte es auf eigene Faust, zog allerdings links am Tor vorbei.
Letztlich blieb es bei dem verdienten Heimsieg, der trotz der Überzahl unter der Rubrik Zittersieg verbucht werden muss.
Dassendorf: Grabolle (wenig gefordert, wenn es drauf ankam, war er aber zur Stelle) – Reimers (wie fast immer: grundsolide und schnörkellos), Murrins (spielt sich durch gute Leistungen auf der Innenverteidigerposition fest), Drast (ihm merkte man die fehlende Spielpraxis an, trotzdem solide Vorstellung), Göttmann (ließ auf seiner Seite nichts anbrennen) – Cissé (starke Vorstellung vom Kapitän, der auf dem Boden sicher ein Gewichtsvorteil hatte), Ceylan (anfangs mit einigen Problemen auf dem Boden, dann immer stärker werdend), Berodt (starker Einsatz, starkes Spiel! – muss aber kurz vor Schluss abgeben oder aber treffen!), Juhl (gutes Laufpensum, rechtfertigte seine Nominierung) - Lockstedt (wenig in Szene gesetzt, arbeitete aber unermüdlich), Fritsch (brachte seinen Trainer, der gelernter Stürmer ist, mitunter zum Verzweifeln. Das hier ist aber nicht die Bundesliga, Fritsche ackerte und wurde am Ende nicht belohnt. Erst zielte er zu genau, danach wurde er nicht angespielt).
84. Umoru für Lockstedt
90. Remus für Berodt.Dassendorf muss in 14 Tagen noch einmal im Pokal antreten (12.12.2010, 13.00 Uhr SVS Mesopotamien (BL) – TuS Dassendorf, Vinzenzweg 18, 21077 Hamburg, Außenmühle) und darf sich dann in die Winterpause verabschieden.
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TuS Dassendorf - SC Sperber 2:3 (1:2)
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Dassendorfs Trainer Oliver Schweißing haderte nach dem Spiel mit dem Schiedsrichter: „Der Mann in Gelb hat uns nicht gerade geholfen.“ Auf das Meckern über die Schiedsrichterentscheidungen konzentrierten sich auch die Dassendorfer auf dem Feld und vergaßen insbesondere in der 1. Halbzeit das Fußballspielen.
Dazu kam dann noch das Pech des André Feddern, der erneut ein Kopfballeigentor zustande brachte. Bereits in der 9. Minute bedeute dies die frühe Führung für die ersatzgeschwächt angereiste Mannschaft aus Alsterdorf. Durch diesen frühen Rückstand verunsichert, passierten zu viele Fehler. Einen solchen Fehler im Spielaufbau bestraften die Raubvögel mit einem Konter, den Marco Heydorn in der 16. Minute zum 0:2 vollenden konnte.
Trotz einer schwachen Leistung in Hälfte eins kam Dassendorf noch vor der Pause zum 1:2 Anschlusstreffer durch den Torschützten vom Dienst, Patrick Fritsch.
Schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnte der SC Sperber den alten Abstand wieder herstellen, als Dassendorf erneut den Ball im Spielaufbau her schenkte und in einen Konter der Gäste lief, den Lennart Ekelund zum 1:3 abschloss.
Hoffnung bei den Zuschauern, Spielern und Offiziellen kam dann noch einmal auf, als Patrick Fritsch mit seinem zweiten Treffer in der Partie erneut für den Anschlusstreffer sorgte (74. Minute zum 2:3).
Doch dann kam der Auftritt des Unparteiischen aus Eilbek. Referee Jan-Erik Sternke ahndete in der Schlussphase fast jedes Foul der Heimelf nicht nur mit einem Freistoß für Sperber sondern auch noch mit der gelben Karte für einen Dassendorfer. Da der ein oder andere Spieler bereits vorbelastet war, reduzierte sich die Zahl der verbleibenden TuS – Akteure zusehends. Jeweils mit dem gelb-roten Karton wegen wiederholten Foulspiels mussten folgende Spieler vorzeitig zum Duschen gehen: Ilker Ceylan (75. Minute), Björn Reimers (81. Minute) und Ismail Polat (84. Minute).
Und das als der Ausgleich für die Dassendorfer eigentlich in der Luft lag. Mit nur noch soeben verbleibenden Feldspielern fehlten dann aber die Mittel, um hier und heute noch wenigstens einen Punkt zu retten.
Platz 1 und 2 dürften endgültig als unrealistisch betrachtet werden, auch wenn Manager Funk stets das Motto ausgibt: „So lange es noch rechnerisch möglich ist, …“ Der dritte Platz, der in dieser Saison vermutlich zum Relegationsspiel reichen dürfte, ist zwar immer noch im Bereich des Möglichen, aber sicher nur dann zu realisieren, wenn man die direkte Konkurrenz auch besiegt. Ein erster Rückschritt wurde aber gegen Sperber gemacht. Ein weiterer direkter Mitbewerber kommt mit dem TSV Wandsetal und seinem ehrgeizigen Coach Marco Krausz am nächsten Sonntag zu uns an den Wendelweg. Hier muss dringend der nächste Dreier her! Den wird man aber nur erreichen, wenn man 90 Minuten voll konzentriert, motiviert und diszipliniert an die Sache heran geht.
Über André ´s zweites Kopfballeigentor in Folge widmet Michael Funk alias Kobra in seiner Kolumne Kobraphon ein ganzes Kapitel. Nachzulesen im nächsten Steilpass oder unter der Rubrik Kobraphon.
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TuS Dassendorf - SC Concordia II 2:1 (2:1)
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14.11.2010: Erste Herren gewinnt verdient mit 2:1 gegen Cordi II und hätte noch höher gewinnen müssen. Das Auslassen klarster Torchancen wurde am Ende beinahe noch bestraft, doch das Aluminium rettete den Dreier.
„Wir gewinnen mit drei Toren Vorsprung“ hatte Manager Michael Funk in der Freitagsausgabe der Bergedorfer Zeitung versprochen. Und ergänzte, dass das Team ein Ausrufezeichen setzen wird. Liest man die Torschützen des Spiels, könnte man meinen, dass „Kobra“ recht behalten hatte. Denn sie lauteten: Fritsch, Feddern und Polat. Allerdings unterlief dem ansonsten stark spielenden André Feddern das Missgeschick, ins eigene Tor zu treffen.
Dassendorf brauchte zu Spielbeginn etwas, um ins Spiel zu kommen. Nach etwa 10 Minuten beherrschte Dassendorf das Spiel dann bis zum Schluss. Es wurde überwiegend guter und schneller Kombinationsfussball gezeigt. Der Gegner aus dem Marienthal wurde so gezwungen, ständig zu reagieren und konnte Dassendorf wenig gefährlich werden.Trotzdem hatte Dassendorf so sein liebe Mühe, den Weg bis zum Tor zu finden. So brauchte es auch eines Distanzschusses aus 20 Metern von Patrick Fritsch in der 17. Minute, um den ersten Torerfolg auf Dassendorfer Seite zu besiegeln. Doch allzu lange währte die Freude über den Führungstreffer nicht, denn nur 5 Minuten später kam Cordi etwas überraschend zum 1:1 Ausgleichstreffer. Dies geschah unter freundlicher Mithilfe von Innenverteidiger André Feddern, der eine Flanke, die lange in der Luft war, ins eigene Tor köpfte. Entweder hatte er sich einfach verschätzt und wollte den Ball zur Ecke klären oder er wollte den Ball zu Keeper Grabolle zurück köpfen. Fakt ist, dass der Ball dazwischen landete und zwar auch zwischen den Pfosten in den Maschen.
Doch es dauerte nur weitere fünf Minuten als erneut ein Fernschuss den Weg ins Tor fand. Dieses Mal war es Ismail Polat, der sich aus 26 Metern ein Herz fasste und einfach abzog. Dabei traf er den Ball so optimal, dass Gästekeeper Dudek chancenlos blieb. Viele Zuschauer fühlten sich an das Hinspiel erinnert, wo es immerhin acht Treffer zu bestaunen gab. Jetzt hieß bereits nach weniger als 30 Minuten 2:1. Das könnte doch ein erneutes Schützenfest geben! Doch da hatten die Fans die Rechnung ohne die Dassendorfer Spieler gemacht. Denn die zeigten mitunter haarsträubende Schwächen im Abschluss. Insbesondere im zweiten Durchgang wurden klarste Einschussmöglichkeiten ausgelassen.
Dies ärgerte Trainer Oliver Schweißing als gelernten Stürmer so sehr, dass er den erfahrenen Patrick Lockstedt schon in der 63. Minute für Patrick Fritsch brachte. Zweiterer war mit seiner Auswechslung naturgemäß nicht zufrieden, wahrte aber die Disziplin und klatschte sowohl seinen Ersatz als auch seinen Trainer ab. Aber auch Routinier Lockstedt konnte kein weiteres TuS – Tor beisteuern und stand zudem zu häufig im Abseits.
Die Zuschauer wurden so langsam ungeduldig und haderten mit der Vielzahl der ausgelassenen Chancen. Der Sieger des Hinrundentippspiels „Fiffi“ Siemsen forderte die Spieler lautstark auf, vorne noch einen rein zu machen, denn dann würde er einen „Dreier“ haben (3 Punkte gibt es für das korrekt getippte Ergebnis). Andererseits schaute der „Kuhlengräber“ schon aufgeregt nach links und rechts, ob irgendeinem der älteren Zuschauer das Spiel nicht zu sehr zusetzt. Und siehe da, da war es soweit: „Wilhelm“ kippte urplötzlich um. Doch es war nicht der nächste „Kunde“ von Fiffi, denn Wilhelm hatte nur kurzfristig den Halt verloren…
Im Fussball wird das Auslassen von klarsten Torchancen oft bestraft – und auch heute war es beinahe so. In der 88. Minute fasste sich Paul Jacinto auf Cordiseite ein Herz und zog ab. Doch er zielte etwas zu genau und traf nur das Aluminium. So blieb es letztlich beim hochverdienten 2:1 Sieg für die Dassendorfer.
Aus einer guten Dassendorfer Mannschaft ragte besonders Innenverteidiger Stefan Murrins heraus, der eine tadellose Partie spielte. Im Mittelfeld wusste Ricardo Nunes insofern zu gefallen, dass er auch gut nach hinten arbeitete und viele Balleroberungen verbuchen konnte. Nach vorne waren seine Aktionen mitunter zu eigensinnig. Insgesamt eine gute Mannschaftsleistung, die nur einen faden Beigeschmack hatte, dass zu viele Cahncen liegen gelassen wurden. Im Gegensatz zu „Fiffi“ konnte das Team einen Dreier verbuchen und skandierte nach dem Abpfiff: „Scheißegal! Scheißegal! Scheißegal!“
Dassendorf: Grabolle – Reimers, Feddern, Murrins, Göttmann – Cisse, Ceylan, Polat (ab 74. Berodt), Nunes, Schwager (ab 86. Umoru) – Fritsch (ab 63. Lockstedt)
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MSV Hamburg - TuS Dassendorf 1:1 (0:1)
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Gut begonnen und stark nachgelassen: Dassendorf versäumte es, die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen und hielt dann im Zweikampf nicht energisch genug dagegen. MSV bestrafte die Nachlässigkeiten in der Nachspielzeit mit dem Ausgleichstreffer. Die Defensivabteilung wurde so um den Lohn ihrer Arbeit gebracht.
Bereits nach neun Minuten ging Dassendorf durch einen Freistoß von Ricardo Nunes in Führung. Nur drei Minuten später hätte Ricardo bei Abspiel einen weiteren Scorerpunkt verbuchen können. Doch er versuchte es alleine und scheiterte. In der Folgezeit schien Dassendorf das Spiel im Kopf schon als Sieg verbucht zu haben und ließ den nötigen Einsatz im Zweikampf vermissen. MSV hingegen witterte seine Chance aber hatte nicht die Qualität, um Dassendorf wirklich gefährlich zu werden. Das Spiel verflachte zusehends und war geprägt von teilweise unschönen Fouls. Dassendorf spielte die wenigen sich bietenden Konter nicht zu Ende und MSV setzte schließlich alles auf eine Karte. Gerade in dieser Phase boten sich den Dassendorfern Chancen, alles klar zu machen. Doch belohnt wurden am Ende die aufopferungsvoll kämpfenden Mümmelmannsberger, die die letzten zehn Minuten mit 10 Mann auskommen mussten. Eine Ecke in der Nachspielzeit fand am ersten Pfosten in Ivan Klaric einen dankbaren Abnehmer und es hieß nicht ganz unverdient 1:1.
Verwirrung und Verwunderung gab es rund um die Trainerfrage beim MSV. Nachdem sich die Verantwortlichen von der Kandinskyallee unter der Woche von ihrem Trainer Alexander Reckewell getrennt hatten, saß gegen Dassendorf kein geringerer als Stefan Kofahl auf der Bank.
Es bleibt also dabei. Dassendorf tut sich gegen die Kellerkinder der Liga äußerst schwer und steht aus genau diesem Grunde nicht auf einem Platz, wo man sich Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann. Positiv bleibt zu vermerken, dass die Abwehrreihe einen souveränen Part gespielt hat!
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TuS Dassendorf - Hamm United 1:0 (0:0)
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Dassendorf kann auch zu Null gewinnen!
Die verletzungsbedingt umgestellte Defensive mit einem starken Grabolle dahinter sorgt gemeinsam mit dem zuletzt gescholtenen Patrick Fritsch für den ersten Punktspielsieg zu Null in dieser Saison.
Am zweiten Spieltag beim 0:0 gegen den SC Sperber blieb das Team von Oliver Schweißing zuletzt ohne Gegentreffer. Dreißigmal musste Keeper Grabolle bereits in 13 Spielen hinter sich greifen. Vor der Saison hatte Matze Drast noch eine Wette angeboten, dass Dassendorf die stärkste Defensive der Liga stellen wird. Und nun kam ausgerechnet Hamm United. Eine Mannschaft, die vor der Saison klare Ziele vorgegeben hatte. Man will Meister werden und stapelte nicht gerade tief, als man von 12 Punkten Vorsprung am Ende der Saison sprach. Die Realität sieht inzwischen anders aus: vor der Partie standen aus 11 Spielen gerade einmal 16 Punkte zu Buche. Allerdings hätte man zumindest Dassendorf mit einem Sieg in der Tabelle überholen können – und das bei zwei Spielen weniger.
Es entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spiel, wie auch schon im Heimspiel gegen Rahlstedt. Beide Mannschaften erspielten sich viele mehr oder weniger gute Chancen. Tore gab es vor dem Pausenpfiff allerdings nicht. Schon vor der Pause musste Dennis Juhl mit einer Muskelverhärtung ausscheiden. Für ihn kam Patrick Lockstedt in die Partie. In der 55. Minute war es dann Patrick Fritsch, der nach einer Flanke von Ismail Polat den Ball im zweiten Versuch über die Linie beförderte. Den ersten Versuch konnte Keeper Marco Koch noch parieren, doch Fritsche reagierte am schnellsten, war als erster wieder auf den Beinen und konnte vollenden. Eine ähnliche Situation gab es in der 74. Minute auf der Gegenseite. Der Ex-Dassendorfer Daniel Buchholz fasste sich ein Herz und zog auf dem nassen Boden aus 25 Metern ab. Keeper Grabolle, der eine starke Partie spielte, konnte das Tor zwar verhindern aber nur abklatschen lassen. Das Bülent Arlioglu im Nachschuss aus kurzer Distanz am Tor vorbeischoss war wohl das Glück des Tüchtigen. Als Hamm dann in der Schlussphase durch eine Gelb-Rote Karte für Sebastian Müller noch in Unterzahl geriet, reichten deren Angriffsbemühungen nicht mehr aus, um die Niederlage abzuwenden. Oder aus Dassendorfer Sicht ausgedrückt: nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen gab es endlich wieder einen Dreier. Und dann auch noch zu Null.
Neben Keeper Grabolle ragten auch Patrick Remus, Thomas Schwager, Ilker Ceylan und Patrick Fritsch aus einer guten Mannschaft heraus. Die Benotungen übernehme ich aus der Bergedorfer Zeitung, denn hier wird ersichtlich, dass die ganze Mannschaft eine gute Leistung abgerufen hatte und damit eine Reaktion auf die letzten Spiele gezeigt hat. Im Sport Mikrofon schafften es Ilker und Oli in die Elf des Tages.
Dassendorf: Grabolle (1-2) – Remus (2-3), Murrins (3), Ceylan (2-3), Reimers (3-4) – Feddern (2), Schwager (2), Nunes (3-4) ab 74. Cisse (-), Polat (3), Juhl (3) ab 37. Lockstedt (4), Fritsch (2-3) _________________________________________________________________________________________
SC Vier-und Marschlande - TuS Dassendorf 3:0 (1:0)
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1. Herren kann eine Halbzeit gegen SC Vier-und Marschlande gut mithalten und hätte sogar in Führung gehen können. Stattdessen ging der Gastgeber 10 Minuten vor der Pause mit 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte dominierte die Mannschaft von Jan Schönteich das Spiel und Dassendorf konnte dem trotz einiger Anstrengungen nichts mehr entgegensetzen. Am Ende verlieren die Schweißing – Schützlinge verdient mit 3:0.
Bei kalten Temperaturen und Regenwetter hatten sich über 250 Zuschauer auf der Sportanlage in Fünfhausen eingefunden. Und die Akteure auf dem Platz honorierten das zahlreiche Erscheinen mit einem sehr ansehnlichen Landesligaspiel. Dies galt für die Dassendorfer Akteure zumindest für die ersten 45 Minuten, für die Vierländer über die die gesamte Spieldauer.
Die Mannschaft der Dassendorfer stellte sich aufgrund von Verletzungen und Sperren fast von alleine auf. Es fehlten Matthias Drast, Karim Cisse, Jamal Umoru, Patrick Lockstedt und Sascha Göttmann saß angeschlagen auf der Bank. Trotzdem zeigten die elf Spieler, die auf dem Platz standen in der ersten Hälfte eine gute Leistung. Es war von Beginn an ein sehr intensives Fußballspiel mit verbissenen Zweikämpfen, die oft im Grenzbereich des Erlaubten lagen. Schiedsrichter Thorsten Bliesch ließ hier viel laufen und machte sich dadurch das Leben nicht unbedingt einfacher. Trotzdem hatte er das Spiel jederzeit im Griff und bei aufkommender Meckerei zeigte er unmissverständlich, dass er dies hier und heute nicht dulden wird. Seine Leistung darf wohl mit der Note „gut“ bewertet werden.
Aber zurück zum Spiel. Dassendorf hatte in der 10. Minute die erste Großchance nachdem sich Thomas Schwager über rechts durchsetzen konnte und eine mustergültige Flanke in die Mitte bringen konnte. Dennis Juhl, der von den Ausfällen profitierte und wieder in die Startelf rückte, köpfte freistehend nur gegen den Pfosten. Aber auch Vier-und Marschlande zielte mitunter zu genau und traf in der ersten Hälfte dreimal das Aluminium. In der 33. Minute fungierte Dennis dann als Vorbereiter und brachte den Ball auf den 2. Pfosten, wo Patrick Fritsch den Ball per Kopf nur über das Gehäuse brachte. Nur zwei Minuten später konnten die Gastgeber auf der eigenen Anlage kontern und diesen mit dem 1:0 Führungstreffer durch Marcel Ullrich abschließen. Kurze Zeit später hätte Dassendorf noch vor der Pause ausgleichen können als Dennis erneut auf Patrick spielte, der den Ball aber nicht kontrollieren konnte. Es war halt einfach nicht Fritsche´ s Tag – aber dazu später mehr.
In der zweiten Halbzeit kamen die Dassendorfer Spieler Minuten vor der Heimelf auf die Anlage und spornten sich gegenseitig an. Es war zu merken, dass die elf Spieler die Partie noch einmal drehen wollten. Und sie kamen auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zu einigen wenigen Möglichkeiten. Doch diese wurden meist nicht ordentlich zu Ende gespielt. Die Schönteich-Elf wurde nun immer stärker und kam ebenfalls zu guten Chancen. Und in der 73. Minute war es dann passiert. Ein langer Ball aus dem linken Halbfeld erreichte am zweiten Pfosten einen Vierländer, der den Ball dann per Kopf wieder auf den anderen Pfosten beförderte – und da stand dann Marcel von Hacht, der nur noch zum 2:0 einzuköpfen brauchte. Dassendorfs Gegenwehr war nun gebrochen und nur 5 Minuten später fiel dann die endgültige Entscheidung. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld spielten die Vierländer es im Stile einer Spitzenmannschaft zu Ende. Peter Marks stand rechts und wurde freistehend toll angespielt. Den heraneilenden Stefan Murrins ließ er mit einem Haken stehen und vollendete zum 3:0. In der Schlussphase hätte es noch schlimmer kommen können, aber Oliver Grabolle hielt einen Cebulla-Schuss aus kurzer Distanz mit einem Weltklassereflex.In der ersten Halbzeit hatte Dassendorf eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Im zweiten Durchgang schlichen sich zu viele Fehler ein und es wurde nicht konzentriert genug gespielt. Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass Vier-und Marschlande eine tolle Partie gespielt hatte und Dassendorf in Hälfte 2 zunehmend unter Druck setzte und nicht mehr ins Spiel kommen ließ. Einen Schuldigen hatten die Dassendorfer Spieler schnell gefunden: Patrick Fritsch war der ausgemachte Sündenbock. Sicherlich gelang ihm heute nicht viel, aber solche Tage muss es bei einem Stürmer auch geben. Fritsche war nach dem Abpfiff sichtlich bedient; zum Einen wegen seiner eigenen Leistung zum Anderen bestimmt auch wegen der geballten Kritik seiner Kollegen. Es bleibt eine Woche Zeit dies alles aufzubereiten, bevor mit den Geächteten eine Mannschaft an den Wendelweg anreist, die ihre hohen Ansprüche noch unter Beweis stellen muss.
Dassendorf: Grabolle – Remus (ab 67. Berodt), Feddern, Murrins, Reimers – Ceylan, Schwager, Nunes, Polat – Juhl, Fritsch.
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TuS Dassendorf - Rahlstedter SC 2:2 (1:0)
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In einem Spiel zweier Mannschaften, die beide nach vorne und auf Sieg spielten, gab es keinen Sieger. Unterm Strich geht das 2:2 auch in Ordnung. Je mehr sich die Partie dem Abpfiff näherte, desto hektischer wurde es. Richtig unschön wurde es aber erst danach.
Schon nach einer Viertelstunde hätte es 2:2 stehen können. Es trafen zwei Mannschaften aufeinander, die mit offenem Visier nach vorne spielten. Vielleicht war es das Ziel, den Ball möglichst weit weg vom eigenen Gehäuse zu halten. Zumindest aus Dassendorfer Sicht durchaus verständlich, denn 25 Gegentore aus 11 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
Die ersten Chancen für Dassendorf hatten Patrick Fritsch in der 6. Minute und Ismail Polat nur 2 Minuten später. In der ersten Szene konnte der Keeper den Ball auf der Linie unter sich begraben, Ismails Schuss parierte Tintin zur Ecke.
Für das erste Tor musste allerdings eine Standardsituation herhalten: Ricardo Nunes ließ über links kommend seinen Gegenspieler an der Eckfahne alt aussehen und konnte sich bis in den Strafraum durchsetzen. Die Aktion seines Gegenspielers war ein so klares Foul, dass nicht einmal die Rahlstedter Spieler so richtig protestieren wollten.
Den fälligen Strafstoß verwandelte Ilker Ceylan in der 30. Minute souverän zum 1:0.
Eine Schlüsselszene des Spiels war dann ein Foul von der Nr. 7 aus Rahlstedt, der in der 34. Minute von hinten in die Beine von Ismail grätschte. Dieses Foul wurde nur mit der gelben Karte geahndet. Bei dem anschließenden Freistoß kam der Ball dann irgendwie zu dem aufgerückten Matthias Drast, der aus fünf Metern das 2:0 hätte machen müssen. Stattdessen schoss er Keeper Tintin an und Dassendorf war danach mit den Gedanken mehr oder weniger schon in der Kabine. Bestrafen konnte Rahlstedt die Dassendorfer Passivität aber vor der Pause nicht mehr. Einen Aufreger gab es dann noch in der 38. Minute als der bereits gelbverwarnte Siebener sich ein weiteres taktisches Foul leistete und nochmals von Schiedsrichter Timm ermahnt wurde. Rahlstedts Verantwortliche erkannten die Zeichen der Zeit und wechselten ihn umgehend aus.
In der zweiten Hälfte holte Rahlstedt bereits nach 45 Sekunden das nach, was sie zum Ende der ersten Hälfte versäumt hatten – nämlich Dassendorfs Unkonzentriertheit zu bestrafen. Nach dem Anstoß, der nicht einmal ansatzweise in die Nähe eines Dassendorfer Spielers geschlagen wurde, kam Rahlstedt zu einem ersten Vorstoß, der aber von Dassendorf abgefangen werden konnte. Matze Drast spielte den Ball zum Keeper Oli Grabolle, der den Ball nur zum Gegner brachte und ihn gleich darauf aus seinem Gehäuse herausholen musste, nachdem Rahlstedts Nummer 10 zum 1:1 ausgeglichen hatte.
Dassendorfs eine Schwäche war in dieser Saison die Phase nach der Halbzeit, die andere das Abwehrverhalten bei Standards und hohen Bällen. Auch die zweite Schwäche wusste Rahlstedt auszunutzen, als in der 62. Minute ein Eckball den Weg zum Kopf der Nummer 17 fand, der mehr oder weniger unbedrängt am zweiten Pfosten einköpfen konnte.
Vorausgegangen war eine längere Unterbrechung, weil der Schiedsrichterassistent sich von den Äußerungen der Dassendorfer Bank angegriffen fühlte. Dafür musste zunächst Oliver Schweißing hinter die Barriere und dann kurze Zeit später auch Michael Funk.
Wenn man als Assistent genau hinsehen sollte und vielleicht auch mal etwas überhören sollte, dann hatte es dieser Kamerad verwechselt: was beim genauen Hinsehen nicht klappte, holte er beim Hören wieder rein. Überhaupt wurde es jetzt zunehmend hektischer.
Alleine sechs Dassendorfer wurden in der zweiten Hälfte verwarnt (Ceylan, Reimers, Cisse, Schwager, Nunes und Drast) und es gab pausenlos Diskussionen mit Schiedsrichter Timm, den dies allerdings auch aus dem Konzept zu bringen schien.
Ricardo Nunes schien die Lage dann aber richtig erkannt zu haben. Er forderte seine Mitspieler lautstark auf, sich nicht in den Sabbeleien aufzureiben und stellte klar, dass noch 20 Minuten Zeit bleiben.
Dassendorf spielte auch gar nicht so schlecht nach vorne, doch der letzte und entscheidende Pass kam einfach nicht an oder wurde gar nicht erst gespielt. So brauchte es auch erneut eine Standardsituation in der 74. Minute, die zum 2:2 führte. Eine Ecke von links, die flach und zu dicht vors Tor geschlagen wurde, kam irgendwie bis zum zweiten Pfosten durch. Und Fritsche brauchte nur noch gegen den Ball zu laufen.
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in der Schlussviertelstunde, die fast mit den ersten 15 Minuten vergleichbar war.
Dassendorf hatte noch zwei gute Chancen, um einen glücklichen Sieg einzufahren:
In der 82. Minute kam der eingewechselte Jamal Umoru etwas in Rücklage zum Kopfball. Da er nicht richtig Druck auf den Ball ausüben konnte, versuchte er ihn per Heber in den Winkel zu setzen. Hier hatte der Gästekeeper seine beste Aktion und konnte den Ball gerade noch an den Pfosten lenken.
Zwei Minuten vor dem Ende konnte sich der mitunter übermotiviert wirkende Thomas Schwager über rechts durchsetzen und den ansonsten sicher stehenden Fünfer und Kapitän von Rahlstedt überlaufen. Den Ball, den er von der Grundlinie in die Mitte brachte, konnte Ilker nicht verwerten, weil er etwas zu sehr in seinen Rücken kam.
Trotz einiger Unterbrechungen in der zweiten Hälfte war genau nach 45 Minuten Schluss mit Fußball.
Was danach kam, wird das Sportgericht beschäftigen. Auslöser war wohl ein aus Frust in die Rabatten geschossener Ball von Rahlstedt. Es folgten Wortgefechte und Rangeleien, die in zwei roten Karten (auf Dassendorfer Seite traf es Matze Drast) endeten.
Selbst nach den beiden roten Karten und beruhigenden Worten von den Liga-Managern beider Seiten, war der Gästetrainer Thomas Nagel noch ordentlich erregt.
Das dürfte für jede Menge Zündstoff für das Rückspiel sorgen, dass dann hoffentlich in ordentlichen Bahnen abläuft.
Dassendorfs Kontrahenten um die vorderen Plätze patzten an diesem Spieltag teilweise, jedoch konnte Dassendorf keinen Profit daraus schlagen.
SCVM Trainer Jan Schönteich verließ nach 80 Minuten den Platz. Auf die Frage, ob er denn schon genug gesehen hätte, antwortete er, dass ihm das was er gesehen hatte, keine schlaflosen Nächte bescheren wird. Hoffentlich aber das was nächsten Sonntag in Fünfhausen passiert…__________________________________________________________________________________________________________________
SC Schwarzenbek - TuS Dassendorf 2:0 (1:0)
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Bei Kellerkindern immer gern gesehener Gast: der TuS aus Dassendorf
Gewarnt hatten alle vor der Partie. Nach drei Derbysiegen in Folge war die Euphorie groß und mit dem SC Schwarzenbek folgte der vermeintlich schwächste Derbygegner. Wenn da nicht die Bilanz gegen die Nachbarn aus der Europastadt wäre: viermal traf man in der Landesliga aufeinander – und noch nie konnte Dassendorf den Platz als Sieger verlassen: zwei Niederlagen und zweimal Remis hieß es aus Dassendorfer Sicht.Zunächst sah es auch so aus, als könnten die Schweißing-Schützlinge an den Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen, denn sie schienen hochmotiviert in das Spiel zu gehen. Leider beschränkte sich dies darauf, dass man sich gegenseitig anfeuerte und zu besseren Leistungen animierte. In den Beinen und Füßen schien das allerdings nicht angekommen zu sein.
Personell gesehen hatte Dassendorf im Vergleich zum SC Schwarzenbek das bessere Spielermaterial auf dem Platz. Doch warum zum Beispiel verliert der FC Bayern in dieser Saison gegen Mainz und Lautern? Sicherlich hat Mainz gerade einen Lauf und der Betzenberg ist immer etwas Besonderes – doch die besseren Spieler hatte wohl jeweils der FC Bayern. Und gerade diese besseren Spieler liefern klasse Spiele ab: bei der WM zuvor, in der Champions League aber nicht in den Partien gegen die Mannschaften mit den vermeintlich schwächerem Spielermaterial. Und genau aus diesem Grund kommen solche Überraschungen zu Stande.
Dassendorf war zu langsam im Spielaufbau und ließ es an Kreativität missen. Schwarzenbek beschränkte sich zunächst auf das Zerstören des Dassendorfer Spielaufbaus. Und weil sie dies nicht nur engagiert sondern auch sehr diszipliniert machten und die TuS nicht zu 100 Prozent bei der Sache war, entwickelten sich auch kaum Chancen für die Gäste. Normalerweise ist es ein Geduldspiel gegen einen solchen Defensivverbund zu spielen. Der Ball muss schnell laufen bis sich irgendwo eine Lücke bietet und dann muss der entscheidende Pass kommen. Doch hiervon war Dassendorf heute meilenweit entfernt. Das Mittelfeld wurde viel zu oft mit weiten hohen Bällen überbrückt und die beiden Sturmspitzen Fritsch und Lockstedt versuchten alles, auch nur irgendwas mit solchen Bällen anzufangen. Das Beste was dabei heraussprang, war allerdings mal eine Ecke oder ein Freistoß. Na und, dann eben über Standards! Aber auch das sollte heute nicht klappen. Bis auf einen Freistoß von Ilker in der 20. Minute, der gegen den Pfosten ging, waren die Standards heute eher unterdurchschnittlich, um es einmal freundlich auszudrücken.
In der 24. Minute gab es dann auch mal etwas Aufregendes zu berichten. Nachdem Oliver Grabolle einen Schwarzenbeker Schuss auf der Linie klären kann, kommt Dassendorf zu einem Konter. Jetzt wo einmal Platz da war, konnte Thomas Schwager von seiner Schnelligkeit profitieren. Er kam über die linke Seite und zog dann mit Tempo nach innen. Eigentlich hatte er sich den Ball schon zu weit vorgelegt, doch Thommy ist so schnell, dass er den Ball behaupten konnte. Dann zog er in den Strafraum und wieder legte er sich den Ball weit vor, so dass Keeper Grundt seine Chance sah und aus dem Tor hechtete. Und wieder war Thommy eher am Ball, spitzelte ihn am Keeper vorbei und wurde von Grundt regelwidrig getroffen. Doch anstatt zu fallen, versuchte Schwager den Ball noch vor der Grundlinie zu bekommen, um ihn dann in die Mitte zum freistehenden Mannschaftskameraden zu passen. Leider vergebens! Statt eines möglichen Strafstoßes gab es nur Abstoß für das Heimteam.
Strafstoß gab es kurze Zeit später dann doch – allerdings auf der anderen Seite! Auch wenn Matze nach dem Pfiff seine Unschuld beteuerte und es aus 50 Metern nicht leicht zu sehen ist, ob es einen Kontakt gab, so denke ich dass der Elfer berechtigt war, denn gehört hatte man einen Kontakt auch noch in der Entfernung. Matze war wohl ein Schritt zu spät als der stark aufspielende Patrick Steffens antrat und dann schließlich in den Sechzehner eindrang. Den fälligen Strafstoß verwandelte Berthold Raasch in der 33. Spielminute zum 1:0. Der starke Patrick Steffens war es dann auch, der an der schönsten Szene des Spiels beteiligt war. Zunächst konnte sich Bannasch über rechts durchsetzen und den Ball in die Mitte flanken. Dort wartete Steffens und setzte zum Seitfallzieher an. Aus 6 Metern traf er das Leder voll und brachte die Kugel auf das Tor. Das Schöne aus Dassendorfer Sicht war daran, dass auch ein Dassendorfer an dieser Szene beteiligt war. Und das war Torwart Grabolle, der mit einem klasse Reflex parieren konnte und Schlimmeres verhinderte. Mit 1:0 ging es in die Kabinen und die mitgereisten Zuschauer hatten Hoffnung, dass es in der zweiten Hälfte besser werden würde.
Doch es blieb dasselbe Bild wie im ersten Durchgang: zu langsam im Spielaufbau, zu ideenlos und Schwarzenbek hatte kaum Mühe zu verteidigen. Auch die Einwechslung des Regisseurs Ricardo Nunes konnte das Dassendorfer Angriffsspiel nicht beleben. Ganze drei Chancen - und das ist schon wohlwollend gezählt – erarbeitete sich das Team in Hälfte zwei. Und am Ende kam es wie es kommen musste: ein Konter der Heimmannschaft über Christoph Bolz, der in der eigenen Hälfte gestartet war und im richtigen Moment von Alexander Gierke geschickt wurde, führte zum 2:0 Endstand nachdem Bolz den mitgelaufenen und gerade erst eingewechselten Mikel Ehmke anspielte, der dann wiederum keine Mühe im Abschluss zeigte. Nach einer Niederlage bei TuS Hamburg und einem Heimdebakel gegen ein kriselndes FC Türkiye folgte diese bittere aber völlig verdiente Niederlage. Aus der unteren Tabellenregion trifft man nur noch auf den MSV Hamburg. Vorher aber heißen die Gegner Rahlstedt, Vier- und Marschlande und Hamm United. Die stehen allesamt in der oberen Tabellenhälfte. Also: Auf geht´s!!
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TuS Dassendorf - SV Börnsen 4:1 (1:1)
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Das Derby III – Das Siegen geht weiter ! oder: Die rote Flut verebbt!
Fußballdoku, Dassendorf 2010, Länge 90 Minuten, FSK 0
Drehbuch .................................................. Michael Funk
Regie ........................................................ Oliver Schweißing
Regieassistenz ......................................... Klaus Kühn
Regisseur ................................................ Wolf Rüdiger „Schleimi“ Klein
Darsteller:
Keeper ...................................................... Oliver Grabolle
Defence right ........................................... Sascha Göttmann
Cleaner I .................................................. Matze „Antenne“ Drast
Cleaner II ................................................ Stefan Murrins
Defence left ............................................ Björn „Reime“ Reimers
Sechser ................................................... Ilker Ceylan
Double Six ............................................... Karim Cisse
Roadrunner (right) ................................. Thomas „Thommy“ Schwager
Roadrunner (left) ................................... Ismail „IZI“ Polat
The Routineer ........................................ Patrick „Locke“ Lockstedt
Der Vollstrecker ..................................... Patrick Fritsch
Zweitbesetzung:
Jamal Umoro ab der 58. Minute für Patrick Lockstedt
Andre Feddern ab der 85. Minute für Ismail Polat
Ricardo Nunes ab der 88. Minute für Sascha Göttmann
Nebendarsteller und Statisten:
11 Spieler aus BörnsenWas bisher geschah:
In „Das Derby, Teil I“ lebte die Doku davon, dass Dassendorf aus einer Krise kommend gegen den Oberligaabsteiger aus Lohbrügge siegen konnte. Im Zweiten Teil setzte Regisseur Schleimi auf special effects, indem er die Partie unter Flutlicht auf nassem Boden in Ohe stattfinden ließ. Jeweils ging Dassendorf als verdienter Sieger vom Platz und bildete am Ende den Kreis und skandierte „Derbysieger, Derbysieger“!
Teil III:
Mit dem SV Börnsen kam der ungeschlagene Verein aus dem Nachbardorf, zu dem seit Jahrzehnten ein angespanntes Verhältnis besteht. Doch die Töne vor dem Spiel waren wesentlich moderater als noch vor Jahren. Es fehlte die Spannung und der dritte Teil des Films drohte zu einem Flop zu werden.
Doch Oliver Schweißing verstand es, seine Akteure hochmotiviert in diese Fortsetzung zu schicken. Dassendorf begann stark, war sehr präsent in den Zweikämpfen und dominierte das Spiel von Beginn an. Die Hauptdarsteller erspielten sich Chancen im Minutentakt. So dauerte es auch nur bis zur 16. Minute bis Ismail Polat mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern zum 1:0 vorlegte, nachdem die Zweitbesetzung Sven Lütten im Gästetor zuvor in seiner Rolle brillierte.
Es schien so als ob der dritte Teil schnell an Spannung verlieren sollte, denn es hätte nach schönen Szenen schnell 3 oder gar 4 zu Null stehen können.
Doch Drehbuchautor Michael Funk hatte für die 200 Zuschauer etwas Besseres parat, um die Spannung hoch zu halten. Nachdem Dassendorf ab der 30. Minute die Zügel etwas schleifen ließ, konnten auch die Börnsener Darsteller ein wenig von ihrem Können zeigen. Echte Höhepunkte blieben dem Zuschauer aber verwehrt. Um den zahlenden Gästen aber wenigstens etwas Spannung zu bieten, bediente sich Regisseur Schleimi eines alten Tricks. Er ließ ausgerechnet den ehemaligen Dassendorfer Rafael Wiegratz eine Minute vor dem Pausenpfiff zum 1:1 Ausgleich treffen.
In der Pause wussten die Besucher dann nicht so richtig, wie der Film wohl ausgehen wird. Gibt es einen erneuten Rückschlag oder wird Dassendorf an die Stärken der ersten halben Sunde anknüpfen können?
Um die Spannung noch ein wenig zu heben, wurde die erste Chance der zweiten Hälfte den Börnsenern gegönnt. Doch dann kam die Phase des Vollstreckers auf Dassendorfer Seite. In der 70. und 82. Minute erhöhte der Torgarant vom Dienst, Patrick Fritsch, auf 2:1 und 3:1. Als Vorbereiter duften sich mit überragender Übersicht und perfekten Vorlagen Stefan Murrins , Sascha Göttmann und Karim Cisse für weitere Nominierungen eintragen lassen. Dass auch die Zweitbesetzung jederzeit in der Lage ist, mit den Topstars mitzuspielen, bewies in der 88. Minute Jamal Umoru, der zum 4:1 Endstand einschoss.
Trotz eines Chancenverhältnisses von 19:2 gelang es den Filmemachern, dem Publikum spannende 90 Minuten zu bieten; auch wenn Jedem eigentlich klar war, dass hier und heute nur eine Mannschaft nach dem Abpfiff in der Mitte zusammenkommen wird, um „Derbysieger, Derbysieger!!!“ zu skandieren.
... to be continued: DAS BERBY IV – Wiedergutmachung mit Schützenfest an der Schützenallee.
Einzige Vorstellung am 10.10.2010, um 15.00 Uhr in der Schützenallee in Schwarzenbek._______________________________________________________________________________________________________________________________________
In einem intensiven Fußballspiel behält die TuS Dassendorf gegen den FC Voran Ohe mit 5:2 die Oberhand. Ismail Polat und Patrick Fritsch gelang jeweils ein Doppelpack. Der eingewechselte Patrick Lockstedt sorgte nach seiner Einwechslung für den Endstand.
FC Voran Ohe - TuS Dassendorf 2:5 (1:2)
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Fußballerherz was willst du mehr? Freitagabend, Flutlicht, nasser Rasen, Dauernieselregen und sieben Tore! Als Fan der Gästemannschaft hatte sich der Weg nach Ohe auf jeden Fall gelohnt.
Es war ein kampfbetontes Fußballspiel, das besonders in der Anfangsphase von vielen Fouls geprägt war, die nicht alle von dem Unparteiischen geahndet wurden. Dassendorf war besonders in der ersten Hälfte hochkonzentriert bei der Sache und sehr präsent in den Zweikämpfen. Trotzdem hatte Ohe in der 10. Minute die erste Torchance, die aber von Oliver Grabolle vereitelt werden konnte. In der Folgezeit hatte Patrick Fritsch zwei große Chancen bei denen er allerdings beide Male in einer eins zu eins Situation am Keeper Gordon Wilkens scheiterte. So dauerte es bis zur 31. Spielminute bis die Dassendorfer Zuschauer das erste Mal jubeln durften. Patrick Fritsch befand sich nach steilem Zuspiel wieder alleine vor Keeper Wilkens. Dieses Mal legte er quer auf den mitgelaufenen Ismail Polat, der nur noch einzuschieben brauchte. Nur fünf Minuten später konnte Fritsche mit einem Schuss aus 16 Metern zum 2:0 erhöhen.
Dassendorf hatte sich zu diesem Zeitpunkt die Führung verdient, ließ dann allerdings die Zügel ein wenig schleifen und die Spieler fingen unverständlicherweise untereinander das Meckern an. Ohe nutzte diese Phase und kam in der 40. Minute zum Anschlusstreffer durch Christian Kirbach.
Durch den Anschlusstreffer motiviert begann Ohe die zweite Hälfte mit einem Sturmlauf. Dadurch eröffneten sich aber Lücken in der Defensive der Heimmannschaft, die Patrick Fritsch nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erneut eine 1:1 Situation gegen Wilkens eröffnete. Diese nutzte er auch und es stand 1:3.
Weitere 10 Minuten später war es erneut Fritsche, der sich über rechts durchsetzen konnte und den Ball in die Mitte brachte. Dort konnte Ricardo Nunes den Ball zwar nicht behaupten aber nach seinem Zweikampf mit dem Gegenspieler wurde der Ball zu Ismail Polat weitergeleitet, der den Ball humorlos zum 1:4 in die Maschen drosch.
Nun wollte Dassendorf schön spielen und fing an mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei. Ohe gab sich aber noch nicht auf und kam so zu weiteren Möglichkeiten. Nun war die Defensive wieder mehr gefordert und konnte sich auch auszeichnen. Besonders Stefan Murrins wusste hier und heute zu gefallen, wurde aber auch durch gute Nebenleute namens Reimers, Drast und Göttmann unterstützt. Schlussmann Oliver Grabolle strahlte dazu Sicherheit und Ruhe aus. Karim und Ilker arbeiteten davor unermüdlich und selbst die Offensivabteilung unterstützte fast immer. Trotzdem gelang Ohe in der 70. Minute nach einem Freistoß noch das 2:4 nachdem der Ball auf den zweiten Pfosten verlängert wurde, wo ein Oher den Ball nur noch über die Linie drücken musste.
Der eingewechselte Patrick Lockstedt profitierte dann von einem Ballverlust der Oher und fand sich plötzlich allein vor Wilkens. Locke zeigte all seine Routine, behielt die Ruhe und hatte die Zeit den Keeper auszugucken. Nach diesem 2:5 in der 80. Minute war auch die Moral der Oher gebrochen und bis zum pünktlichen Schlusspfiff passierte nichts Nennenswertes mehr.
Ohes Trainer Peter Martens haderte schon während des Spiels mit dem Schiedsrichter und den Entscheidungen der Assistenten. So war für ihn das 0:1 klar Abseits und mit vielen Foulentscheidungen war er überhaupt nicht einverstanden. Peter musste die letzten 25 Minuten mit den Dassendorfern Zuschauern fachsimpeln nachdem Sebastian Born ihn von der Bank verwiesen hatte. Das er mit dem Schiedsrichter nicht zufrieden war, war nicht zu überhören. Ehrliche Worte fand er aber auch zu der Leistung seiner Mannschaft: „Wir spielen genauso schlecht wie der pfeift. So gewinnen wir kein Spiel!“
Heute traf Peter aber auf eine engagiert spielende Dassendorfer Mannschaft, die sich nur kurze Auszeiten nahm und sich den Sieg redlich verdient hatte. Auch wenn der ein oder andere Spieler heute besonders herausragte, komme ich auf der Suche nach den besten Spielern nur zu dem Schluss, dass hier die Wertung - geschlossene Mannschaftsleistung - es am Besten trifft. Nach zwei Siegen aus den letzten zwei Derbys geht man gestärkt in die nächsten zwei Derbys gegen Börnsen und Schwarzenbek.Erste Heimsiege für Dassendorfer Herrenmannschaften: die Erste Herren besiegt im kleinen Derby etwas glücklich den Vfl Lohbrügge mit 3:1. Im Vorspiel kam die Zweite zu einem 4:1 Heimerfolg gegen Bergedorf West.
TuS Dassendorf - VfL Lohbrügge 3:1 (1:0)
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Nach sieben Minuten wollten die ersten Zuschauer schon wieder gehen und sich lieber das Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV im Fernsehen anschauen. Mit etwas mehr Glück für den Gast aus Lohbrügge hätte es schon schnell 0:2 stehen können.
Nach genau 100 Sekunden tauchte das erste Mal ein Lohbrügger Stürmer alleine vor Oliver Grabolle auf nachdem der Gegner die Lücke im Dassendorfer Abwehrverbund gefunden hatte. Doch der Stürmer konnte den Ball nicht in den Maschen unterbringen sondern verzog knapp. In der 6. Minute fanden die Lohbrügger erneut die sogenannte Nahtstelle in der Kette und der Pfosten musste auf Dassendorfer Seite retten. Und nur eine Minute später klärte ein Dasendorfer Verteidiger eine Flanke per Kopf gegen die Latte und dann zur Ecke. Ich glaube, es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass es im Dassendorfer Strafraum lichterloh brannte. Zu allem Überfluss holte sich Matze Drast nach 15 Minuten auch noch eine gelbe Karte für ein vermeintliches Foul ab. An einem Tag wie Dasendorf ihn gegen den FC Türkiye erwischt hatte, hätte es nach einer viertel Stunde schon 0:3 gestanden. Dassendorf konnte sich in der Folgezeit zwar etwas von dem Lohbrügger Druck befreien, doch den Weg in die Spitze fanden sie nicht. So dauerte es bis zur 31. Minute bis Dassendorf zur ersten Torchance kam, nachdem Dennis Juhl sich über links durchsetzen konnte und den Ball in den Rückraum des Strafraums brachte. Dort stand Thomas Schwager und zog Richtung Tor ab; doch sein Schuss wurde zur Ecke abgelenkt. In der 37. Minute war es wieder eine Aktion über links die für Gefahr sorgte. Der Ball war eigentlich schon verloren doch Dassendorf arbeitete in dieser Phase in Person von Björn Reimers, Dennis Juhl und Karim Cisse sehr gut gegen den Ball. Letzterer konnte dann auch mit dem Ball in Richtung Strafraum und nach innen ziehen. Als sich eine kleine Lücke bot, zog Karim einfach ab und traf den Ball richtig klasse, so dass Gästekeeper Lars Stephan den Ball nur abklatschen lassen konnte. Nutznießer der Aktion war Patrick Fritsch, der eben da stand, wo ein Mittelstürmer stehen muss. Er hatte keine Mühe per Abstauber zum 1:0 einzuschieben. Ein Tor aus dem Nichts und dem Spielverlauf überhaupt nicht entsprechend. Wie dem auch sei, Dassendorf brachte das Ergebnis in die Kabine.
Viele hatten vor dem Spiel davon geredet, dass es egal sei, wie ein Sieg zustande kommen würde, wichtig sei halt nur, dass man das heutige Spiel gewinnt. Es muss auch mal ein dreckiger Sieg her. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel mit vertauschten Rollen: nun kam Lohbrügge nicht mehr ins Spiel und Dassendorf war das spielbestimmende Team. Für Unruhe sorgte jetzt allerdings das Schiedsrichtergespann mit fragwürdigen Entscheidungen und vielen „Diskussionen“. Dassendorf verlor durch diese Nebenkriegsschauplätze aber nicht den Faden sondern spielte richtig gut weiter. Sie störten Lohbrügge früh im Spielaufbau und wurden in der 60. Minute auch durch eine solche Balleroberung belohnt. Karim Cisse setzte Thomas Schwager auf rechts in Szene. Der drang mit dem Ball in den Strafraum ein und hatte zwei Optionen. Entweder den Ball in die Mitte zu dem freistehenden Ricardo Nunes abspielen oder alleine den Abschluss suchen. Thommy entschied sich für die zweite Variante nachdem er sah, dass Stephan ihm die kurze Ecke anbot. Der Schuss ins kurze Eck war platziert und scharf geschossen. Somit stand es 2:0 für Dassendorf.
Damit es den Zuschauern nicht zu langweilig wurde, brachte Dassendorf den Gegner wieder ins Spiel. In der 69. Spielminute bekam Lohbrügge einen Freistoß an der Außenlinie. Der Ball war dann Ewigkeiten in der Luft bis er hinter dem langen Pfosten bei einem völlig freistehenden Lohbrügger landete. Der hatte alle Zeit der Welt, um den Ball zurück ins Zentrum zu bringen. Dort wartete der eingewechselte Felix Bültemann, der keine Mühe hatte, den Ball zum 2:1 Anschlusstreffer ins Netz zu befördern. Als Reaktion brachte Oliver Schweißing in der 71. Minute Bastian Berodt für Ricardo Nunes. Basti führte sich auch gleich gut in die Partie ein und sorgte für neuen Schwung. So kam Dassendorf in der 73. Minute zu einer Großchance durch Thommy Schwager nach Vorarbeit von Dennis Juhl. Bastian selbst und Patrick Fritsch hatten weitere gute Chancen um zu erhöhen. Doch urplötzlich kam Lohbrügge zu einer Ausgleichschance. Doch Oliver Grabolle konnte in einer Eins zu Eins – Situation gegen den Lohbrügger Torgaranten Marco Braesen klären. Nachdem Bastian auch noch zu einem Pfostenschuss kam, zeigte Dennis Juhl in der 87. Minute Abstauberqualitäten als er einen Abpraller von der Latte per Kopf über die Linie zum entscheidenden 3:1 befördern konnte.
Dassendorf bildete nun erstmals auf dem eigenen Platz einen Siegerkreis und skandierte dieses Mal „Derbysieg! Derbysieg!“ Die junge Lohbrügger Mannschaft musste den Gesängen zuhören und verließ mit hängenden Köpfen die Anlage am Wendelweg. Am Ende war der Sieg zwar verdient, denn Dassendorf gehörte die zweite Hälfte, zeigte mehr Biss und hatte den unbedingten Siegeswillen. Eingangs hatte ich den Sieg als etwas glücklich bezeichnet und das muss auch so stehen bleiben, denn Lobrügge hätte bei konsequenter Chancenausnutzung früh verdient in Führung gehen müssen. Ob Dassendorf dann noch einmal zurückgekommen wäre, wage ich bei dem negativen Lauf zuvor zu bezweifeln. Was bleibt ist die Baustelle Defensive. Hier offenbarte Dassendorf wieder viele Fehler in der Zuordnung und in der Abstimmung. Hinzu kamen noch viele ungewohnte individuelle Fehler. Der Sieg war aber für die Moral unwahrscheinlich wichtig. Und mit neu gewonnenem Selbstvertrauen sollte auch wieder Sicherheit ins Dassendorfer Spiel kommen.
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TuS Hamburg - TuS Dassendorf 3:1 (1:0)
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Das Vorhaben der Wiedergutmachung scheitert an der eigenen Disziplin. Dassendorf verliert beim Schlusslicht TuS Hamburg die drei Punkte und darüber hinaus noch zwei Spieler durch Platzverweis. Besonders bitter ist die Verletzung von Patrick Remus, der eine starke Partie spielte und nach einer Tätlichkeit seines Gegenspielers vom Platz musste.
Die 0:6 Heimpleite vom letzten Wochenende hatte Spuren hinterlassen. Trainer Oli Schweißing nahm unter der Woche seine Spieler in Schutz und betonte gegenüber der Presse deren Selbstkritik. Auch Manager Michael Funk schaffte weitere Voraussetzungen für eine ruhige Arbeit, indem er dem Trainer sein Vertrauen mit den Worten: „sein Arbeitsplatz ist so sicher, wie der des Papstes“ aussprach. Es wurde viel miteinander geredet, um die Niederlage zu verarbeiten.Und so begann Dassendorf auch die Partie am Gesundbrunnen. Es wurde sich gegenseitig angefeuert und hochmotiviert zur Sache gegangen. Teilweise konnte man auch schon behaupten, dass Dassendorf übermotiviert in die Begegnung ging. Aber es waren auch wieder Schwächen in der Defensive erkennbar, denn die jungen schnellen Spieler von TuS Hamburg stellten die Verteidigung immer wieder vor Probleme. Verletzungsbedingt musste Dassendorf auf Sascha Göttmann und Ricardo Nunes verzichten. Auch Andre Feddern konnte nicht von Beginn an auflaufen.
Und in der 17. Minute nahm das Unheil dann seinen Lauf. Ein Ball von Lukas Baumann, der wohl eigentlich als Flanke gedacht war, senkte sich irgendwie über Keeper Oliver Grabolle zum 1:0 in die Maschen. Doch Dassendorf kam auch zu seinen Chancen: Patrick Lockstedt konnte eine Flanke von Patrick Remus freistehend nur in die Arme von Karabulut köpfen und auch Patrick Fritsch scheiterte wenig später am TuS Hamburg Schlussmann. Und wenn man kein Glück hat, dann kommt meist auch noch Pech dazu. So auch beim Schuss vom starken Patrick Remus aus 18 Metern, den Karabulut noch gerade eben zur Ecke klären konnte.
In der zweiten Hälfte begann Dassendorf dann stark und kam auch endlich zum Ausgleich durch Patrick Lockstedt in der 52. Minute. Eigentlich war man jetzt dran, das Spiel zu drehen, doch in den nächsten fünf Minuten wendete sich das Blatt erneut: TuS Hamburg gelang in der 57. Minute die erneute Führung durch Maksim Alilujev und Dassendorf verlor wenig später gleich zwei Spieler: erst wurde Patrick Remus Opfer einer Tätlichkeit und musste ausgewechselt werden und dann flog Jamal Umoru in der folgenden Rudelbildung auch noch mit Rot vom Platz. Dassendorf verlor nun den Faden und die mitgereisten Fans die Geduld.
Patrick Lockstedt brachte es hinterher auf den Punkt, indem er diese Phase des Spiels als die entscheidende Phase mit dem unrühmlichen Ende für Dassendorf kritisierte. Zu allem Überfluss holte sich Ismail Polat auch noch eine rote Karte wegen Beleidigung ab. Und als Dassendorf dann relativ unbeholfen und wenig konstruktiv auf des Gegners Tor anlief, setzte Alilujev in der 86. Minute mit einem Konter zum 3:1 den Schlusspunkt der Partie.
Mit dieser Niederlage hat sich Dassendorf nun endgültig aus der Spitzenregion der Landesliga Hamburg verabschiedet und ist weit weg von den hoch gesteckten Zielen. In der nächsten Woche kommt viel Arbeit auf die Trainer und die Mannschaft zu, will man im nächsten Heimspiel den eigenen Fans ein neues Kapitel der Wiedergutmachung anbieten.
Denn bei der Qualität des Kaders muss sich die Mannschaft auch ein gewisses Anspruchsdenken der Zuschauer gefallen lassen!
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TuS Dassendorf - FC Türkiye 0:6 (0:3)
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Rabenschwarzer Sonntag am Wendelweg. Erst verliert die zweite Herren gegen die zweite Vertretung von Vier- und Marschlande mit 2:4 und danach erlebt die Ligamannschaft einen gebrauchten Tag und wird von dem krisengeschüttelten Team des FC Türkiye mit 0:6 deklassiert.
Es gibt Tage, an denen passt einfach gar nichts und es gibt Tage, an denen einfach alles zu gelingen scheint. Die beiden Mannschaften, die heute am Wendelweg bei besten äußeren Bedingungen aufeinander trafen, erwischten jeweils einen solchen Tag. Nur war es für die Dassendorfer Zuschauer leider so, dass der Gegner aus Wilhelmsburg einen absoluten Glückstag erwischte. Hier passte heute einfach alles. Und das musste es auch, denn die Unruhe war groß im Verein. Gleich vier Spieler waren im letzten Spiel vereinsintern gesperrt und es setzte nach einem eh schon mäßigem Saisonstart eine 2:6 Pleite gegen den SC Sperber. Drei Sperren waren zum heutigen Spiel aufgehoben. Verzichten musste man aber auf den Torschützenkönig der letzten Saison: Onur Tüysüz.
Doch einen echten Torjäger brauchte Türkiye heute auch nicht, denn es sollte sowieso fast jeder Abschluss mit dem Erfolg gekrönt werden.
Aus Dassendofer Sicht nahm das Unheil schon früh seinen Lauf: es dauerte genau 90 Sekunden. Tolgahan Kilit war nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle und es stand 0:1. In der 5. Minute verlor Stefan Murrins in der Vorwärtsbewegung den Ball und der Angriff der Wilhelmsburger über rechts endete in einer Flanke, die in Yasin Korkusuz einen Abnehmer zum 0:2 fand. Der Ball war sicher nicht einfach zu nehmen, aber wie schon erwähnt: heute passte es einfach. Noch bevor Dassendorf sich so richtig von dem Schock erholen konnte, kam der FC Türkiye wieder über Außen und eine Flanke auf den langen Pfosten führte zum nächsten Kopfballtreffer. Nach nur 11 Minuten stand es 0:3.
Dassendorf steckte nicht auf und versuchte Einiges. Doch heute gelang einfach nichts. Selbst einfache Pässe kamen nicht an. Es lag aber sicher nicht an der Einstellung, denn die stimmte eigentlich. Man versuchte sich gegenseitig zu motivieren und irgendwie ins Spiel zu finden. Dassendorf kam vor der Halbzeitpause nur zu zwei Torchancen. Und die resultierten aus Freistößen. In der 30. Minute wurde eine Freistoß von Ricardo Nunes von der Mauer abgefälscht und der Keeper war schon in der falschen Ecke. Doch dem Ball wurde auch das Tempo genommen, so dass er die Linie nicht passierte. 10 Minuten später war es wieder ein Nunes – Freistoß aus dem linken Halbfeld, der in Richtung Tor geschlagen wurde und der gefährlich hätte werden können, wenn Patrick Fritsch oder Patrick Lockstedt ihn hätten leicht abfälschen können. Doch es kam niemand an den Ball ran und der Gästekeeper konnte das Leder locker aufnehmen.
Trainer Oliver Schweißing hatte in der Pause die Qual der Wahl, wen er aus dem Spiel nehmen sollte. Am liebsten hätte er eine komplett neue Elf auf das Feld geschickt. Schließlich entschied er sich dafür, die angeschlagenen Nunes und Lockstedt in der Kabine zu lassen und brachte mit Jamal Umuro und Thomas Schwager zwei neue Spieler.
Aber die eh kaum noch vorhandenen Hoffnungen bei den Dassendorfern Zuschauern wurden schnell begraben: es dauerte nur 30 Sekunden vom Wiederanpfiff bis zum endgütigen Knockout. Nach ganz schlechtem Zweikampfverhalten erhöhte Kadim Yildiz auf 0:4.
In der 57. Minute gab es dann ein weiteres Beispiel dafür, dass beim Gegner heute alles passte: Ilker Ceylan hielt David Berwecke am Trikot fest, nachdem dieser sich gegen ihn durchsetzen konnte. Den fälligen Freistoß aus 28 Metern verwandelte Berwecke selbst in den Winkel zum 0:5. Kurz darauf kam Dassendorf zwar noch zu einigen Chancen, doch der letzte Pass kam dann doch nicht an. Türkiye erhöhte in der 63. Minute im Anschluss an eine Ecke und dem Nachschuss durch Kilit, der schon zum 0:1 getroffen hatte sogar auf 0:6.
Dennis Juhl erhielt in der 86. Minute noch die Rote Karte nachdem er am Boden liegend gegen den Spieler, der ihn gefoult hatte, nachgetreten haben soll. Am Ende hieß es - wenn vielleicht auch um zwei Tore zu hoch - aber doch völlig verdient 0:6.
Solche Tage gibt es einfach im Fußball. Es dauert sicher, bis man so etwas verdaut hat, doch viel Zeit bleibt nicht, um die Wunden zu lecken, denn schon am Freitag trifft man auf das nächste Krisenteam, den TuS Hamburg.
Also Mund abwischen, Fehler ansprechen, daran arbeiten, diese abstellen und sich auf seine eigene Stärke besinnen.
Stärke zeigte übrigens auch die Hälfte des Teams: sie ließen sich trotz des Debakels nach dem Duschen im Vereinsheim blicken und stellten sich der Kritik der Fans. Sie gelobten Wiedergutmachung. Das geht aber nicht mit Freibier für die Zuschauer (trotzdem eine nettgemeinte Geste – und es zeigt, dass euch eure Leistung selbst peinlich war) sondern nur mit einer vernünftigen Leistung auf dem Platz!In der ersten Halbzeit hatte Dassendorf eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Im zweiten Durchgang schlichen sich zu viele Fehler ein und es wurde nicht konzentriert genug gespielt. Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass Vier-und Marschlande eine tolle Partie gespielt hatte und Dassendorf in Hälfte 2 zunehmend unter Druck setzte und nicht mehr ins Spiel kommen ließ. Einen Schuldigen hatten die Dassendorfer Spieler schnell gefunden: Patrick Fritsch war der ausgemachte Sündenbock. Sicherlich gelang ihm heute nicht viel, aber solche Tage muss es bei einem Stürmer auch geben. Fritsche war nach dem Abpfiff sichtlich bedient; zum Einen wegen seiner eigenen Leistung zum Anderen bestimmt auch wegen der geballten Kritik seiner Kollegen. Es bleibt eine Woche Zeit dies alles aufzubereiten, bevor mit den Geächteten eine Mannschaft an den Wendelweg anreist, die noch ihre hohen Ansprüche noch unter Beweis stellen muss.
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Vorwärts/Wacker Billstedt - TuS Dassendorf 2:2 (0:0)
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Dassendorf dominierte den Spitzenreiter aus Billstedt 35 Minuten lang und brachte eine 1:0 Führung in die Kabine. Dann drehte Billstedt das Spiel und ging schnell 2:1 in Front. In der hektischen Schlussphase gelang Dassendorf noch der Ausgleichstreffer zum verdienten aber auch glücklichen 2:2
Ganz anders als zuletzt im Heimspiel gegen Sasel trat die Mannschaft von Trainer Oliver Schweißing heute beim Spitzenreiter aus Billstedt auf. Es wurde engagiert gespielt und ein hohes Anfangstempo auf den Kunstrasen gelegt. Dassendorf hatte eine offensive Aufstellung gewählt und ließ von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, dass man hier gewinnen wollte. Karim Cisse rückte in die Innenverteidigung und hatte Stefan Murrins und Matthias Drast an seiner Seite. Davor spielte ein Fünfer-Mittelfeld, in dem die beiden Außen Sascha Göttmann und Björn Reimers besonders viel Laufarbeit verrichten mussten, denn sie sollten nach hinten absichern und auch über die Außenbahnen für Druck nach vorne sorgen. Weiter im Mittelfeld spielten Andre Feddern, Ismail Polat und Ricardo Nunes, die das Sturmduo Patrick Fritsch und Patrick Lockstedt füttern sollten.Dassendorf begann stark und versuchte zunächst über lange Ballstafetten den Ball in den eigenen Reihen zu halten und so an Sicherheit zu gewinnen. Dabei wurde ein hohes Tempo an den Tag gelegt und bei Ballbesitz des Gegners wurde dieser mit großem Einsatz attackiert. Billstedt fand in dieser Anfangsphase des Spiels überhaupt keinen Rhythmus. In der 29. Minute wurde die Überlegenheit der Dassendorfer dann auch endlich belohnt. Andre Feddern erkämpfte sich den Ball vom Gegner und setzte Sascha Göttmann auf der rechten Außenbahn in Szene. Der flankte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo er in Patrick Fritsch einen dankbaren Abnehmer fand. Fritsche köpft den Ball zur verdienten 1:0 Führung für Dassendorf ein. Danach musste Dassendorf dem hohen Anfangstempo ein wenig Tribut zollen. Billstedt kam nun besser ins Spiel und war in den letzten 10 Minuten vor der Pause das bessere Team. Allerdings gelang es ihnen nicht, etwas Zählbares zu Stande zu bringen. Dassendorf konnte mit der Führung im Rücken in die Kabine gehen, um dort neue Kräfte und neue Motivation zu sammeln.
Doch die zweite Hälfte begann, wie die erste Hälfte aufgehört hatte: Billstedt dominierte das Spiel und Dassendorf konnte nur noch reagieren statt selbst zu agieren. Es dauerte keine 120 Sekunden bis das eintrat, was die Zuschauer befürchtet hatten. Eine Ecke von der linken Seite auf den kurzen Pfosten geschlagen wurde von einem Billstedter verlängert und am zweiten Pfosten stand Iwosa frei. Der köpfte zum 1:1 in die Maschen ein. Sicherlich kann man hier über Mängel in der Zuordnung sprechen, jedoch ist so ein verlängerter Ball immer schwer zu verteidigen. Entscheidend war sicherlich auch das erste Kopfballduell am kurzen Pfosten. Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken drängte Billstedt jetzt weiter und Dassendorf brachte jetzt überhaupt keine Entlastung mehr, denn ein eigener Spielaufbau gelang ihnen jetzt nicht mehr. Es war im Vergleich zur ersten Hälfte ein Spiel mit vertauschten Rollen. Nun war es die Heimmannschaft, die das Spiel deutlich dominerte. Und Vorwärts setzte noch einen drauf, denn in der 58. Spielminute entschied Schiedsrichter Martin Pfefferkorn auf Strafstoß nachdem Stefan Murrins seinen Gegenspieler an der Grundlinie im Sechzehner gefoult haben soll. Diese Chance ließ sich Peter Matthäus Iwosa nicht entgehen und brachte sein Team mit 2:1 in Führung.
Das war der Beginn einer immer hektisch werdender Schlussphase. In der 66. Minute wurde Oliver Schweißing wegen wiederholten Kritisierens hinter die Barierre geschickt. In diesem Moment standen gerade Ilker Ceylan und Thomas Schwager an der Außenlinie und warteten auf ihre Einwechslung. Schließlich mussten sie sich mehr oder weniger selbst für die beiden Außen Björn Reimers und Sascha Göttmann einwechseln. Es folgte nun eine Szene an der unser Torwart Oliver Grabolle von einem Angreifer mit gestrecktem Bein klar gefoult wurde. Eine Szene, die im Eishockey zwangsläufig zu einer handfesten Auseinadersetzung führen würde und im Fußball mit der Gelben Karte bestraft gehört. Doch der Referee versäumte es hier, den Spieler zu verwarnen. Grabolle legt dann einen katastorphalen Freistoß zum Gegner hin und soll sich dann wenig später sich zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen haben. Dies blieb von dem Gespann allerdings unbemerkt. Das Fatale daran war, dass der Ball im Spiel war und es neben der Roten Karte für Oli auch noch Elfmeter für Vorwärts hätte geben müssen. Dassendorf kam auch weiterhin nur selten bis gar nicht zu einem geordnetem Spielaufbau. Und wenn der Ball mal in den gegnerischen Strafraum kam, dann war er immer eine sichere Beute für Kruschewski. In der 78. Minute wurde Ricardo Nunes durch Dennis Juhl ersetzt. Ricardo wurde von den Billstedtern immer wieder provoziert und ging auf diesen Nebenkriegsschauplatz auch ein. In der 83. Spielminute machte sich dann die Hereinnahme von Thommy Schwager bezahlt. Er brachte eine Flanke von der rechten Seite in den Strafraum. Und dieses Mal hatte der Keeper im Luftkampf gegen Fritsche das Nachsehen. Patrick konnte den Ball vor Kruschewski mit dem Kopf erreichen und musste anschließend nur noch ins leere Tor zum 2:2 einschieben. Nur zwei Minuten später rettete Karim Cisse kurz vor der Linie und leitete damit den Konter ein. Patrick Fritsch konnte den Ball aufnehmen und in den Straufraum eindringen. Dort wurde er von der Hand seines Gegners im Gesicht getroffen und ging zu Boden. Der fällige Elfmeterpfiff blieb allerdings aus. Fritsch blieb am Boden liegen und Billstedt spielte einfach weiter. So wurde noch mehr Öl ins Feuer gegossen. Zuvor soll Juro Julardzija schon Matthias Drast gezeigt haben, wofür ein Lama bekannt ist. In der 87. Minute fand die Hektik dann ihren Höhepunkt als Thomas Schwager einen Gegner von hinten foulte. Eine Szene für die man hätte Rot geben können. Was folgte war eine Rudelbildung und gegenseitiges Schubsen, Rangeln und Festhalten. Schiri Pfefferkorn gab Thommy für das Foul Gelb und für die Rudelbildung erhielten je Mannschaft ebenfalls ein Spieler die gelbe Karte. Auf Dassendorfer Seite traf es Thommy, so dass dieser mit "nur" Gelb-Rot vom Platz musste. Schließlich blieb es beim 2:2.
Oli Schweißing wusste nach dem Spiel nicht so recht, ob er sich über den Punkt freuen sollte oder ob er den zwei verlorenen Punkten nachtrauern soll, war man doch angereist, um einen Dreier zu entführen. Und es sah auch bis kurz vor der Halbzeit gut aus. Nach dem Spielverlauf war er dann aber mit dem einen Punkt doch zufrieden, denn eigentlich kam der Ausgleich aus dem Nichts. Kritik gab es sowohl von Dassendorfer Seite als auch von Billstedter Seite an dem Unparteiischen. Schweißing erregte sich über den nichtgegebenen Elfer an Fritsch während Karotte Krause die nichtgeahndete Tätlichkeit von Grabolle als Anlass dafür nahm, dem Schiedsrichter eine Leistung zu bescheinigen, die noch nicht einmal Kreisliganiveau hatte. Das dürfte für viel Emotionen im Rückspiel sorgen, dass dann hoffentlich in fairen Bahnen bleibt.
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1. Herren verschläft die Anfangsphase und offenbart erhebliche Probleme im Defensivverbund. Folgerichtig verlieren sie völlig verdient gegen den TSV Sasel mit 2:4.
22.08.2010 Fußball: Die 1. Herren verschläft die Anfangsphase und offenbart erhebliche Probleme im Defensivverbund. Folgerichtig verlieren sie völlig verdient gegen den TSV Sasel mit 2:4.
Trainer Oliver Schweißing hatte seine Spielern eine viertel Stunde vor dem Spielbeginn noch eindringlich ermahnt, gleich von Beginn an wach zu sein. Wie sich die Startelf im ersten Heimspiel der neuen Saison dann aber zu Beginn präsentierte, erinnerte allerdings eher an einen kollektiven Tiefschlaf. Sasel war viel präsenter und von Anfang an spielbestimmend. Dassendorf hingegen fand überhaupt nicht ins Spiel. Im Versuch eines Spielaufbaus schlichen sich viel zu viele Fehler ein und in der Defensive war man einfach nicht sortiert genug. Die logische Folge war ein frühes Gegentor. Ein langer Ball in der 5. Minute reichte aus, um die Abwehr zu überwinden und es hieß bereits nach 5 Minuten 0:1.
Sascha Göttmann und Matthias Drast, der erstmalig nach seiner Verletzung wieder auf dem Platz stand, versuchten die Mitspieler jetzt endlich zu wecken und zu motivieren. Trainer Oliver Schweißing war mit dem Spiel seiner Mannschaft ebenfalls total unzufrieden und schickte Patrick Fritsch zum Warmlaufen. Und sein Zorn sollte Serkan Karabayir treffen, der bereits nach 19 Minuten das Feld verlassen musste, ohne dass eine Verletzung vorlag.
In der 29. Minute war es dann wieder ein langer Ball, der die Abwehr alt aussehen ließ und ein Heber führte zum 0:2. Dassendorf kam im Anschluss etwas besser ins Spiel, ohne dabei aber das Potential abzurufen. Trotzdem schafften sie noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer zum 1:2. Patrick Lockstedt bekam in der 39. Minute einen langen Ball, nutze die Unstimmigkeiten in der Saselabwehr aus und netzte ein.
Die Hoffnung, dass Dassendorf wie schon bei Wandestal ein Spiel drehen könnte, verflog schon kurz nach Wiederanpfiff, denn bereits in der 50. Minute erhöhte Sasel auf 1:3 nachdem ein Zuspiel wieder eine Lücke in der Abwehr aufdeckte. Ganz schlecht sortiert sah die Abwehr dann nur drei Minuten später aus als Sasel sich den Ball hin und her schieben konnte, bis ein Spieler völlig alleine vor dem Tor stand und unbedrängt zum 1:4 einschieben konnte.
Etwas Hoffnung keimte nochmal auf als Patrick Fritsch nach schönem Anspiel von Ricardo Nunes in der 65. Minute auf 2:4 verkürzte. Doch weitere Tore fielen nicht. Dies lag unter anderem auch an dem starken Gästekeeper Holger Sander, der irgendwie immer noch seine Finger an den Ball bekam. So z.B. in der 85. Minute als Karim Cisse an ihm scheiterte oder in der 89. Minute als Bastian Berodt ihn nicht überwinden konnte. Bastian hatte zuvor schon 90 Minuten in der Zweiten gespielt und kam eine viertel Stunde vor Schluss für Dennis Juhl.
Dassendorf: Grabolle - Reimers, Murrins, Göttmann (ab 63. Cisse), Drast - Feddern, Nunes, Juhl (ab 75. Berodt), Karabayir (ab 19. Fritsch), Polat - Lockstedt.
Nächsten Sonntag geht es zum Spitzenreiter nach Billstedt. Das Spiel dürfte dann zeigen, wie weit das Team wirklich ist. Mit der Leistung von heute wird es dort nichts zu ernten geben. Aber ich bin mir sicher, dass bis dahin viel gearbeitet wird. Wer das Ergebnis der Arbeit begutachten will, der sollte sich am 29.08.2010, um 15.00 Uhr am Öjendorfer Weg 78 einfinden und unsere Elf unterstützen.






















