TuS Dassendorf  -  Hamm United FC  1:4 (0:1)

    

Nun ist der Fehlstart perpekt! Die Geächteten schlagen TuS Dassendorf mit 4:1. Nur noch Aumühle steht in der Tabelle hinter unserer Elf. Heute fehlte es nach dem Rückstand an der Einstellung und dem Willen wieder ins Spiel zurück zu kommen. Man hat sich mehr oder weniger seinem Schicksal ergeben. Beinahe hätte es ein echtes Debakel gegeben, denn die Gäste hätten sogar auf 4:0 erhöhen können, doch Bastis Treffer zum 1:3 sorgte dann für Schadensbegrenzung.

In solchen Momenten fällt es schwer, etwas zu dem gerade Erlebten zu schreiben. Man muss dem Einzelnen gegenüber fair bleiben und darf nicht die gesamte Mannschaft über einen Kamm scheren. Doch selbst, wenn man jedem einzelnen Spieler attestiert, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten alles gegeben hat, so hat es heute als Team nicht funktioniert! Es war nach dem 0:2 und dem 0:3 überhaupt kein Aufbäumen zu spüren. Keiner war da und hat den Rest des Teams zu mehr Gegenwehr aufgefordert. Das Spiel schien in den Köpfen schon abgehakt zu sein. Wo ist die Einstellung aus der Vorbereitung geblieben, als sich die Spieler immer gegenseitig motiviert hatten und positiv miteinander umgegangen waren? Fehlen auf dem Platz wichtige Persönlichkeiten, die verletzungsbedingt oder gesperrt draußen bleiben mussten? Ist denn keiner von den heutigen 11 Spielern in der Lage, den Hebel mal umzulegen? Ich glaube, wenn nicht zwischenzeitlich das 1:3 für kurzfristiges Wecken gesorgt hätte, wäre es zu einem Debakel gekommen!

Dabei sah es zu Beginn gar nicht mal so schlecht aus. René Peim rückte für Nico Fabian heute in die Startelf. Nico spielte in der Zweiten und machte gegen Oststeinbek II eine gute Partie. Anschließend nahm Nico noch auf der Bank Platz (bei René wäre dies aus Altersgründen wohl gem. HFV-Statuten nicht gegangen). Jurij Braun und Nils Kieseleit erhielten ihre Chance in der Startelf. Das Spiel fand im ersten Durchgang hauptsächlich im Mittelfeld statt. Dassendorf spielte den Ball hinten gut raus, kam allerdings nur knapp bis hinter die Mittellinie, wo dann bei der Hammer Defensive Schluss war. Dafür stand man nach hinten sicher und ließ selbst kaum Chancen des Gegners zu. Alles sah nach einem 0:0 Pausenstand aus und man hätte sehen müssen, welches Team im zweiten Durchgang mehr riskieren wird. Doch sechs Minuten vor dem Pausenpfiff machte Dassendorf im Spielaufbau einen entscheidenden Fehlpass, der eiskalt bestraft werden sollte. Positiver kann man es natürlich formulieren, wenn man sagt, dass ein Gästespieler den richtigen Riecher hatte und einen Pass erahnte. Jedenfalls befand Dassendorf sich in der Vorwärtsbewegung und ein langer Ball auf die linke Seite segelte über den aufrückenden Jurij Braun hinweg. Oliver Kunkel kam dann mit dem Ball in den Strafraum und vollendete zum 0:1. Nur zwei Minuten später hätte Jurij dann beinahe für den Ausgleich gesorgt, als er einem langen Ball hinterher lief. Doch der Gästekeeper war schneller und kam den Bruchteil einer Sekunde eher an den Ball. Das Schlimme dabei: Jurij verletzte sich bei der Aktion und musste durch Bastian Berodt ersetzt werden.

Wer jetzt darauf hoffte, dass Dassendorf eine Reaktion zeigen würde, sah sich getäuscht. Bereits in der 57. Minute war das Spiel in den Köpfen zu Ende. Da fiel nämlich das 0:2. Und als Dassendorf angeknockt sich dem Schicksal zu ergeben schien, nutzten die Gäste diese Phase aus. Nur fünf Minuten später fiel das 0:3 nach einem langen Abschlag. Kein Dassendorfer ging zum Kopfball, der Ball prallte einmal auf und Serdar Yilmaz schaltete am schnellsten. Es hatte schon etwas von Auflösungserscheinungen was die Spieler den Zuschauern boten. Doch nur drei Minuten später schickte Ismail Polat Bastian Berodt diagonal auf links. Der fackelte nicht lange und zog auf das kurze Eck zum 1:3 ab. Kurzfristig kam so etwas wie Hoffnung auf. Es war aber nur Hoffnung, leider kein echtes Aufbäumen. So plätscherte das Spiel vor sich hin. Hier und da noch mal ein Frustfoul und das wars! In der 87. Minute fiel der 1:4 Endstand durch einen von René Peim verursachten Foulelfmeter.

Dassendorf verließ mit hängenden Köpfen den Platz - doch die Köpfe hingen eigentlich schon während des Spiels. Es gibt viel Arbeit in der nächsten Woche - und uns bleibt die Hoffnung, dass die verletzten oder gesperrten Spieler wieder zurück kommen. Jedenfalls erhoffe ich mir dadurch, dass auf dem Platz wieder mehr geredet wird und sich gegenseitig motiviert wird. Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass ich hier nicht den einzelnen Spieler für seine heutige Leistung kritisieren möchte - nur als Team hat es nicht geklappt, weil keiner auf dem Platz so etwas wie Verantwortung übernommen hat. 

        

 

GSK Bergedorf  -  TuS Dassendorf  4:2 (0:1)

   

Wieder ging die Mannschaft mit einer 1:0 Halbzeitführung in die Kabine und stand am Ende mit leeren Händen da. Dieses Mal war allerdings schon die Halbzeitführung glücklich und schmeichelhaft. Am Ende ging die Niederlage völlig in Ordnung. All die positiven Dinge der ersten Halbzeit vom letzten Wochenende suchte man heute vergeblich. Keine Körpersprache, kein gegenseitiges Motivieren, zu wenig Bewegung und ein uninspiriertes Spiel nach vorne.

  

Die Anfangsphase der Partie ließ Böses ahnen: schon nach wenigen Sekunden musste Nico Fabian aus seinem Strafraum eilen, um einen langen Ball zu klären. Schiedsrichter Vollmers entschied in dieser Situation auf Freistoß und GSK hatte die erste Chancer der Partie.Kurze Zeit später kamen die Bergedorfer dem Gehäuse dann näher, doch der Ball streifte lediglich die Latte. Nachdem Dasendorf sich dann ganz langsam von der Anfangsoffensive der Gastgeber befreien konnte, musste Nico nach 15 Minuten erneut retten. Er konnte einen Schuss in die untere rechte Ecke gerade noch zur Ecke klären. Dassendorf kam im ersten Durchgang eigentlich zu keiner Torchance und ließ die nötige Einstellung missen. GSK zeigte kämpferisch eine engagierte Leistung, der Dasendorf wenig entgegen zu setzen hatte. Vom Einsatzwillen her war das heute viel zu wenig und spielerisch lief es überhaupt nicht. So beschränkte Dassendorf sich darauf, die Bälle lang nach vorne zu schlagen, wo Bastian Berodt und Patrick Fritsch zusehen mussten, was sie damit anfangen sollen. Patrick spielte nach seiner langen Verletzung das erste Mal wieder von Anfang an und ist logischer Weise noch lange nicht bei 100 Prozent. So musste auch eine Standardsituation herhalten, um die erste Torchance für Dassendorf zu bescheren. Dennis Juhl war in der 39. Minute in Höhe der Mittellinie gefoult worden und führte den Freistoß schnell aus. Jamal Umoru reagiert am schnellsten und lief eins gegen eins gegen den herauseilenden Keeper. Jamal war eher am Ball und konnte diesen ins Netz lupfen. So stand es mehr als glücklich 1:0 für Dassendorf zur Halbzeit. 

Der Begin des zweiten Durchgangs gehörte dann wie schon die Anfangsphase der Partie den Gastgebern. In der 53. Minute kam GSK zu einem Freistoß im Mittelfeld, der in den Strafraum geschlagen wurde. Dort blieb Adam Hamdan leider zweiter Sieger im Kopfballduell und es stand 1:1. Doch damit nicht genug; Bergedorf sollte die Partie innerhalb weniger Minuten drehen. Nur 180 Sekunden nach dem Ausgleich war es ein Diagonalpass auf die rechte Bergedorfer Angriffsseite, die Dassendorfs Defensive schlecht aussehen ließ. Entweder stand Tim Jurischka schlecht oder Nico hätte aus seinem Kasten raus kommen müssen. Wie dem auch sei, GSK sagt Danke und schließt zur 2:1 Führung ab. Danach erhöhte Dassendorf das Risiko. Aber nicht mit der Konsequenz, dass man nach vorne gefährlicher wurde sondern mit dem Ergebnis, dass man hinten offener war und für Konter anfällig wurde. Aus dem Spiel heraus kam Dassendorf aber überhaupt nicht gefährlich vor das GSK-Gehäuse. Die größte Gefahr resultierte dann in der 72. Minute aus einer Ecke von Dennis Juhl, die von Stefan Murrins per Kopf Richtung Tor gebracht wurde. Doch der Ball landete nur an der Oberkante der Latte. Oliver Schweißing brachte dann eine Viertelstunde vor Schluss zum ersten Mal Felix Anders, der nach acht Montaen Pause endlich wieder ran durfte und hoffentlich bald für mehr Durchschlagskraft sorgen wird.

Doch kurz nach der Einwechslung von Felix kamen die Gasstgeber zu einem erfolgreichen Konter über deren linken Seite und gingen mit 3:1 in Führung. Kurz darauf hätten sie sogar mit 4:1 in Führung gehen müssen, doch waren im Abschluss zu unkonzentriert oder scheiterten an einem gut aufgelegten Nico Fabian, der in der Schlussphase mehrfach stark rettete. Dassendorf kam dann durch eine Einzelaktion von Bastian Berodt in der 83. Minute zum 3:2 Anschlusstreffer. Basti zog von rechts nach innen und zog aus 18 Metern ab. Der Schuss landete unhaltbar im Winkel. Doch auch jetzt ging kein spürbarer Ruck durch die Mannschaft. Es war einfach zu still auf dem Platz. Und das in einer Situation, wo der Gegner beste Chancen liegen gelassen hatte und man mehr als glücklich zum Anschluss kommt. Da hätte einfach mehr kommen müssen. Doch gerade in dieser Pahse leistete man sich im Aufbau Fehlpässe und unnötige Ballverluste. Nico rettete noch zwei Mal und konnte dann eine Minute vor Schluss nur per Strafstoß zum 4:2 Endstand überwunden werden.

Bis zum nächsten Sonntag wartet viel Arbeit auf das Trainergespann Schweißing/Pommer, denn mit Hamm United kommt ein Gegner, bei dem Anspruch und Wirklichkeit auch weit auseinander liegen. Auf dem Platz war heute die richtige Einstellung bei Großteilen der Mannschaft nicht zu erkennen. Hinzu kommt noch, dass man das auch so hingenommen hat. Sicherlich wiegen die Ausfälle durch Verletzungen und Rotsperren schwer und nicht jede Position ist mit der Ideallösung besetzt, doch Kampf und Einsatz kann jeder Spieler auf jeder Position bringen. 

Dassendorf: Fabian - Jurischka (ab 87. Braun), Hamdan, Murrins, Polat - Juhl, Cissé, Feddern, Umoru - Berodt, Fritsch (ab 76. Anders)    

TuS Dassendorf  -  HSV Barmbek-Uhlenhorst  1:3 (1:0)

          

TuS Dassendorf gegen Barmbek Uhlenhorst. Ein Duell zweier Favoriten der diesjährigen Landesliga Hansa. So jedenfalls die Prognose vieler Fußballfachleute vor der noch so jungen Saison.
Für Dassendorf reichte es aus den ersten beiden Spielen nur zu zwei Punkten, während BU mit zwei Siegen gestartet war.
Dauerregen, ein dementsprechend nasser Rasen sowie die lautstarke Unterstützung des „Barmbeker Pöbel“ sorgten für interessante Rahmenbedingungen bei diesem Spitzenspiel.
Und der Hamburger Fußballverband hatte mit dem erst 17jährigen Paul Jakob Jennerjahn ein Nachwuchstalent als Unparteiischen angesetzt.

Was die Zuschauer in den ersten 45 Minuten geboten bekamen, erfüllte dann auch alle Erwartungen. Es war ein Fußballspiel, das gutes Oberliganiveau hatte.
Besonders Dassendorf wusste durch schnelles kombinationssicheres Spiel zu gefallen. Die Gäste aus Barmbek kamen kaum zum Zuge, ihr eigenes Spiel aufzuziehen sondern mussten auf das Spiel der Hausherren reagieren. Bei Dassendorf stimmte von Beginn an die Einstellung und der Kampf. So zog sich Adam Hamdan schnell den Unmut der Gästefans nach einem harten Einsteigen gegen Routinier Hasenpusch zu und wurde in der Folge bei jeder Situation ausgepfiffen. Besonders beeindruckend war aber die Ballsicherheit bei den schwierigen äußeren Bedingungen und dem hohen Tempo.
Was in der Partie jetzt nur noch fehlte waren die Tore. BU ließ relativ wenig an Chancen zu und Dassendorf hatte bei den Versuchen aus der Distanz nicht das nötige Quäntchen Glück. Allerdings kamen die Hausherren im Gegensatz zu den Gästen immerhin zu einigen Abschlüssen.
Für den Führungstreffer in der 38. Minute brauchte es dann aber eine Standardsituation. Jamal Umoru hatte einen Freistoß aus 22 Metern über die Mauer direkt auf das Tor von Mikail Develi getreten. Auf trockenem Boden sicherlich kein Problem für den Keeper. Doch hier setzte der Ball einmal auf und landete in den Maschen.
Die letzten Minuten bis zum Halbzeitpfiff nahm Dassendorf etwas das Tempo aus der Partie. Eine logische Konsequenz, denn über 90 Minuten wäre das nicht durchzuhalten gewesen.
Doch Dassendorf sollte in der Folge den Faden verlieren.

 

 

 

 



Trotzdem hatte Bastian Berodt im zweiten Durchgang die erste Chance auf 2:0 zu erhöhen. Aber aus halblinker Position versuchte er den Ball in das lange Eck zu platzieren und verfehlte dabei das Tor knapp. Praktisch im Gegenzug in der 51. Minute kamen die Gäste mit dem ersten echten Torschuss sofort zum Erfolg. Markus Hasenpusch hatte für Kristoffer Laban aufgelegt, der den Ball aus 20 Metern mit einem nicht zu haltenden Flachschuss in die linke untere Ecke beförderte.
Jamal hatte dann noch einmal die Chance, Dassendorf in Führung zu bringen, doch er wartete mit dem Abschluss zu lange bzw machte einen Schlenker zu viel. In der Folgezeit kam BU zu immer mehr Spielanteilen.
Dassendorf gelang es dann noch einmal sich zu befreien und kam in der 70. und 71. zu zwei Chancen durch Stefan Murrins. Erst wurde sein Kopfball nach einem Freistoß von Ismail Polat von Develi stark pariert, danach scheiterte er knapp.

Während Oliver Schweißing mit Patrick Fritsch den erfolgreichsten Torschützen der letzten Saison für Jamal Umoru brachte, nahm Gästecoach Frank Pieper Obaldulla Karimi aus der Partie und brachte dafür mit Bülent Arlioglu den zweiten Neuzugang von Hamm United.
Fritsche merkte man die lange Verletzungspause an und ihm mangelt es merklich noch an Spielpraxis.
Mehr Erfolg mit der Hereinnahme von Arlioglu hatten die Gäste. Nur 90 Sekunden nach Betreten des Spielfeldes durfte Bülent sich als Torschütze feiern lassen. Ein langer Ball, Nico Fabian verlässt den Strafraum und will den Ball klären, trifft in aber nicht und Arlioglu hatte am schnellsten reagiert. Zu Nicos Verteidigung muss erwähnt werden, dass der Ball noch aufgesetzt hatte und durch den Boden unberechenbar wurde. Zeitgleich muss Nico sich aber selbst fragen, ob er in dieser Situation nicht hätte besser warten sollen, bis er den Ball im Strafraum aufnehmen hätte können.

Zwei Gegentore zu absolut ungünstigen Zeiten: erst hätte man selbst die Führung ausbauen können/müssen und bekommt dafür den Ausgleich und dann hatte man sich gerade wieder etwas befreien können und zum eigenen Spiel gefunden als es erneut im eigenen Kasten klingelte. So kann man jede Moral brechen. Doch nicht die von der derzeitigen Dassendorfer Mannschaft. Dassendorf kämpfte weiter und wollte mit aller Macht den Ausgleich. Doch dabei verkrampfte das Team zu sehr und fand nicht mehr zu dem Spiel des ersten Durchgangs.
In der Nachspielzeit stellte erneut Bülent Arlioglu den 1:3 Endstand her, nachdem Stefan Murrins sich im Spielaufbau einen Fehler leistete.

Dassendorf präsentierte sich in einem echten Landesliga-Spitzenspiel im ersten Durchgang als mindestens gleichwertiger Gegner und war sogar spielbestimmend. Nach der 1:0 Führung ließ man es leider zu, den Gegner ins Spiel kommen zu lassen. Dann nutzte man vorne seine eigenen Chancen nicht konsequent genug aus und bekam zu denkbar ungünstigen Zeiten die Gegentore.
Die heute und insbesondere in den ersten 45 Minuten gezeigte Leistung macht auf jeden Fall Lust und Hoffnung auf mehr!

Dassendorf: Fabian, Jurischka, Drast (ab 86. Braun), Hamdan, Murrins, Feddern, Eggert, Polat, Umoru (ab 73. Fritsch), Juhl, Berodt

3. Runde Oddset - Pokal

TuS Dassendorf  -  VfL Lohbrügge  0:2 (0:2) 

     

Pokal - Aus in Runde 3! Nach verschlafener Anfangsphase gab es gegen den Staffelkonkurrenten aus Lohbrügge keine Aufholjagd wie zuletzt gegen den TSV Wandsetal.

Es waren gerade einmal 75 Sekunden gespielt, da stand es bereits 0:1. Marco Braesen hatte bei Jan Schlaudraff abgeguckt. Ein Freistoß aus 22 Meter, René steht am Pfosten um die Mauer zu dirigieren und Braesen zirkelt den Ball in die andere Ecke. Ja, hatte denn keiner die Sportschau gesehen? Doch es kam noch schlimmer: In der 13. Minute erhöhte Lohbrügge nach einem Freistoß aus dem Halbfeld auf 2:0. Der aufgerückte Verteidiger Fabian Stritzke kam viel zu frei zum Kopfball. Keeper Peim reklamierte zwar noch, er sei beim Rauslaufen am Kopf getroffen worden, doch es half nichts: Dassendorf lag in der Anfangsviertelstunde schon wieder mit zwei Toren hinten. Allerdings durften sich immerhin 11 Dassendorfer gegen die drohende Niederlage wehren.

Doch Lohbrügge ließ am heutigen Abend wenig zu. Die Gäste gingen hochmotiviert zu Werke und arbeiten sehr gut gegen den Ball. Etwas übertrieben hatte es dabei allerdings der junge Arne Nüchterlein, der mehr durch Grätschen auf dem nassen Rasen denn durch Fußballspielen auffiel. Letzlich wurde er Opfer seines eigenen gefährlichen Spiels. Denn mit einer seiner Grätschen traf er auf Mathias Drast. Der konnte sich gerade noch vor einem Treffer schützen, landete dann aber unglücklich auf der Wade von Nüchterlein. Trainer Schneppel schrie in der Situation zwar noch, Arne soll endlich oben bleiben und mit dem Grätschen aufhören, doch da war es für den Lohbrügger schon zu spät, denn er musste kurze Zeit später verletzt ausscheiden.

Diese etwas ausführlicher geschilderte Situation war charakteristisch für das Pokalspiel. Es wurde von beiden Seiten engagiert und hart geführt, blieb im Großen und Ganzen auch im Rahmen. 

 

Die frühe Führung kam den Gästen natürlich entgegen, denn nun musste Dassendorf das Spiel machen und man konnte sich selbst auf die Defensive und auf Konter konzentrieren. Dassendorf fehlte es aber an Kreativität bei den Angriffsbemühungen. Im ersten Durchgang waren die weiten Abschläge häufig die effektivste Art, das Mittelfeld zu überbrücken. Echte Torchancen gab es auf Dassendorfer Seite vor der Halbzeit nur wenige. Und fast immer war Pascal Eggert beteiligt. Doch seine Schüsse fanden heute ihren Meister entweder in Gästekeeper Nennhaus oder verfehlten ihr Ziel. 

Im zweiten Durchgang nahm die Partie dann noch einmal mehr Fahrt auf. Lohbrügge machte nicht den Fehler, sich ausschließlich auf das Kontern zu beschränken sondern sorgte hin und wieder für Entlastungsangriffe und Dassendorf rannte wie bereits zwei Tage zuvor auf das gegnersiche Tor an. Dabei kam die Heimelf durchaus zu einer Vielzahl von Chancen, doch heute war so einer der Tage, wo man weiterspielen kann so lange wie man will: ein Tor wird wohl nicht mehr fallen. Dennis Juhl scheiterte nach einer Stunde im Abschluss nach dem schönsten Spielzug der Partie (Vorarbeit Pascal Eggert und Bastian Berodt). Kurz darauf brachte Trainer Oliver Schweißing mit Dennis Lößel (2. Herren) und Patrick Fritsch zwei Stürmer für die defensiveren Nils Kieseleit und Patrick Remus. Man kann schon sagen, dass Dassendorf nun alles auf eine Karte setzte und die Spieler auf dem Feld auch alles versuchten. Mathias Drast scheiterte dann 20 Minuten vor Ende an der Latte nachdem ein Treffer von ihm wegen Abseits kurz vorher nicht anerkannt wurde.  

Auch Innenverteidiger Adam Hamdan schaltete sich in die Angriffsbemühungen gegen seinen Ex-Club ein. Doch auch ihm fehlte das Glück im Abschluss. Als Adam dann in der 89. Minute ausgewechselt wurde, bekam er für eine gute Partie lauten Applaus der Zuschauer. Ersetzt wurde Adam übrigens von Jurij Braun, der doch tatsächlich 60 Sekunden nach seiner Hereinnahme die wohl größte Torchance des Spiels hatte. Doch aus kurzer Distanz und halbrechter Position ging sein Schuss auch am Kasten vorbei. Nach diesem Schuss gab es noch drei Minuten Nachspielzeit, in denen aber auch nichts Nennenswertes mehr passierte.

Im Pokalspiel trafen hier zwei gute Landesligamannschaften aufeinander. Dassendorf musste auf viele Stammkräfte verzichten und lag heute schnell 2:0 zurück. Lohbrügge spielte die Partie in der Folge clever und konzentriert zu Ende. Aus diesem Grund geht der Auswärtssieg heute in Ordnung. In der Landesligasaison sollten beide Teams am Ende im oberen Tabellendrittel wieder zu finden sein.

___________________________________________________________________________________________________________________________________________________   

TuS Dassendorf  -  TSV Wandsetal  2:2 (1:2)

                  

Dassendorf, Wendelweg, 07.08.2011, 16.50 Uhr: Schiedsrichter Pfefferkorn hatte gerade das Landesligaspiel Dassendorf gegen Wandsetal beim Stand von 2:2 überpünktlich abgepfiffen. Keiner der Spieler und auch keiner der beiden Trainer mochte sich so richtig über den Punkt freuen. Noch minutenlang schlich Marco Krausz mit leerem Blick über den Rasen. Einige seiner Spieler lagen ebenso teilnahmslos auf dem Boden und warteten, dass ihr Trainer sie wieder aufbaute. Doch der war selbst eigentlich noch gar nicht in der Lage, das Geschehene zu begreifen. Sein Gegenüber, unser Trainer Oliver Schweißing, brauchte auch erst einmal eine Zeit, um die vergangenen 90 Minuten zu verarbeiten. Als sich die beiden später die Hand gaben, waren ihre Blicke noch immer leer. Und dies sind Momente, wo man einen Trainer besser nicht interviewt...

Um dies zu verstehen, muss man die 90 Minuten live erlebt haben! Dassendorf hatte sich viel vorgenommen für diese Partie, denn man hatte nur einen Zähler aus Börnsen mit nach Hause gebracht. Aufgrund von etlichen Verletzungen und aus anderen Gründen, stellte sich das Team mehr oder weniger selbst auf. Ismail Polat und Nils Kieseleit rückten für Stefan Murrins und Sascha Göttmann in die Startelf. Das Fehlen von Karim Cissé wurde durch eine taktische Umstellung kompensiert und Dassendorf wählte eine recht offensive Startformation. Doch das ganze Vorhaben schien schon nach wenigen Momenten in ganz weiter Ferne zu liegen. Es war die 5. Spielminute als Mathias Drast einen langen Ball falsch einschätzte und seinen Gegenspieler mit dem Leder am Fuß Richtung Dassendorfer Tor enteilen lassen musste. Ismail Polat versuchte zu retten, was nicht mehr zu retten war. Mit hohem Risiko setze Isi die Grätsche an und traf auch (irgendwann) den Ball. Zu seinem Entsetzen kam dann der Pfiff des Schiedsrichters: Elfmeter! Doch damit nicht genug, denn Isi verhinderte eine klare Torchance und musste mit Rot vom Feld. Der fällige Strafstoß landete im Netz, Dassendorf musste einem frühen Rückstand hinterlaufen. Und das auch noch in Unterzahl. Doch es waren ja auf der anderen Seite noch 85 Minuten Zeit.

Doch in der 10. Minute der nächste Aussetzer in der Dassendorfer Hintermannschaft: Tim Jurischka ließ seinen Gegenspieler laufen anstatt nachzusetzen. Der erwischte wider Erwarten das Leder noch vor der Grundlinie und brachte den Ball in den Strafraum. Dort fand das Spielgerät einen Gästespieler, der mit seinem Schuss an der Querlatte scheiterte. Doch beim Abpraller schaltete wiederum die Nummer 9 vom TSV Wandestal am Schnellsten und köpfte zum frühen 0:2 Rückstand aus Dasendorfer Sicht.

Aber auch Wandsetal zeigte Nerven in der Defensive. In der 17. Minute war Jamal Umoru nach einem Querschläger zur Stelle und verkürzte auf 1:2. Dassendorf brannte jetzt auf einen frühen Ausgleich. Mathias Drast wurde dann vom Unparteiischen zunächst mit der gelben Karte für ein Foulspiel verwarnt, um sich dann vom Schiri folgenden Satz anhören zu müssen: "Für Sie ist das die letzte Ermahnung; Sie glühen ja bis zum geht nicht mehr!" Dassendorf hatte jetzt trotz Unterzahl mehr Spielanteile und kam auch zu einigen Abschlüssen. Doch die landeten entweder neben dem Tor oder wurden von einem sehr gut aufgelegten Christian Hillmer pariert.

Die zweite Hälfte bot den Zuschauern dann Einiges! Dassendorf zeigte von Beginn an, dass sie hier mehr wollen. Wandsetal versuchte hinten sicher zu stehen und lauerte auf Konter. Mit zunehmender Spieldauer boten sich den Gästen zwangsläufig Kontermöglichkeiten, denn Dassendorf musste immer mehr riskieren. Und Dassendorf riskierte nicht nur viel sondern investierte auch unheimlich viel. Es wurde versucht, das Tempo hoch zu halten und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Doch die Bemühungen endeten oft in vielen Zweikämpfen. Alleine Dennis Juhl wurde gefühlte 16mal gefoult. Allerdings suchte Dennis auch diese Zweikämpfe und versuchte Freistöße in Tornähe herauszuholen. Doch Pascal Eggert und Tim Jurischka scheiterten mit den direkten Versuchen und die Flanken brachten auch nicht den erhofften Erfolg. Durch die vielen Zweikämpfe gab es natürlich sehr viele Unterbrechungen und von Außen kam zunehmend Hektik in die Partie.

    

In der Schlussviertelstunde häuften sich dann die Fehler auf beiden Seiten, was allerdings bei dem enormen Aufwand kein Wunder ist. Es klingt zwar abgedroschen, doch in dieser Partie trifft es auf die Heimmannschaft einfach zu: Dassendorf hatte Moral bewiesen und zusammen immer weiter gekämpft. Doch die Belohnung wollte und wollte einfach nicht eintreten. Die wohl größte Chance hatte Tim Jurischka in der 79. Minute als Dassendorf seinen sehenswertesten Spielzug vorgetragen hatte. Doch Tim scheiterte mit einem schwer zu nehmenden Ball am besten Wandsetaler: am Keeper Hillmer. Kurz darauf setzte Oliver Schweißing alles auf eine Karte; nahm Innenverteidiger Drast aus der Partie und brachte Patrick Fritsch, der sich noch im Aufbautraining befindet und nach einer mehrmonatigen Pause am Donnerstag das erste Mal wieder gegen einen Ball getreten hatte. Vorher kam Zweit-Herren-Spieler Velten Behrend bereits für Bastian Berodt, der verletzt ausscheiden musste. Die Hereinnahme von Fritsch sollte sich dann auch noch bezahlt machen - oder soll man besser sagen, der Kampf und die Moral sollten belohnt werden: 150 Sekunden nach seiner Einwechslung ging Fritsche in ein Kopfballduell und sein Gegenspieler bekam den Ball anschließend gegen seinen ausgestreckten Arm. Der Schiedsrichterassistent, der die Situation genau sehen konnte und sicherlich auch die Berührung von Arm und Ball wahrgenommen hatte, hörte in seinem Rücken plötzlich lautstark aus ungefähr 30 Kehlen gleichzeitig: "Hand! Hand!". Ich glaube, er konnte gar nicht mehr anders als die Fahne zu heben, was der denn auch instinktiv tat. Den umstrittenen Strafstoß verwandelte Pascal Eggert zum Ausgleich. Fast im Gegenzug dann noch einmal eine Großchance für die Gäste. Doch ein Kopfball nach Freistoß aus dem Halbfeld landete 20 Zentimeter über dem Gehäuse von Nico Fabian. Danach kam der eingangs erwähnte pünktliche Schlusspfiff des Schiedsrichters.

Wie dicht Sieg und Niederlage beieinander liegen können, haben alle Beteiligten miterleben können. Und in der Mitte liegt eben das Unentschieden. Eine Punkteteilung, mit der sich beide Teams und Trainer erst einmal anfreunden müssen, denn für beide war hier mehr drin. Am Ende ist die Punkteteilung wohl gerecht, denn die Gäste hatten definitiv den besseren Start und Dassendorf die reifere Spielanlage gepaart mit dem unbedingten Siegeswillen.

Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung - Christian Hillmer

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 

 

Oddset-Pokal 2. Runde: FC Lauenburg - TuS Dassendorf 0:3 (0:1)

Torschützen: 0:1 Umoru, 0:2 Eigentor, 0:3 Juhl per Foulelfmeter.

Lauenburg hielt anfangs dagegen; konnte das Tempo aber nur eine gute halbe Stunde mitgehen. Nachdem ein Lauenburger verletzungsbedingt ausscheiden musste und kein Ersatzspieler mehr zur Verfügung stand, schaltete auch Dassendorf einen Gang zurück. Man kann die Partie unter der Rubrik Pflichtsieg und die letzte Stunde als Sommerfussball abhaken. Nichts desto trotz war es ein souveräner und verdienter Sieg. Allerdings mit einem kleinen Wermutstropfen, denn Stefan Murrins musste die Partie vorzeitig mit einer roten Karte nach einem Schubser beenden. (kein weiterer Bericht, denn ich war nicht vor Ort)  

SV Börnsen  -  TuS Dassendorf 0:0

             

Es war ein eher mäßiges Fußballspiel, das von der Derbystimmung lebte. Am Ende war Börnsen mit dem Punkt zufrieden, während Dassendorf auf den Sieg drängte. Vorne fehlte aber die letzte Durchschlagskraft oder das letzte Quäntchen Glück. Dassendorf musste ab der 26. Minute auf Pascal Eggert verzichten, der mit Rot nach einem Schubser das Feld verlassen musste. Börnsens Hendrik Graff holte sich in der 50. und 55. Minute jeweils die gelbe Karte ab und durfte 10 Minuten nach seiner Einwechselung ebenfalls vorzeitig duschen.

Es war die 80. Minute als Sascha Göttmann seine Mitspieler noch einmal anspornte und motivierte, das letzte aus sich heraus zu holen, um endlich zu einem Torerfolg zu kommen. Andre Brausendorf auf Börnsener Seite versuchte zu kontern und feuerte sein Team ebenfalls an. Doch in dieser Situation wollte noch nicht einmal ein Börnsener den Ball per Einwurf wieder ins Spiel bringen. Die Körpersprache sagte ganz klar: Dassendorf will hier den Dreier während Börnsen ganz offensichtlich mit der Punkteteilung zufrieden scheint.

Dassendorf kam gut in die Partie und attackierte schon früh den Gegner in dessen Hälfte. Börnsen brauchte gut 10 Minuten um ebenfalls zum Spiel zu finden. Bis zur 20. Minute kam das Heimteam dann auch zu einigen Angriffen, die ihr Ziel aber verfehlten. Nach diesem Börnsener Zwischenspurt war es Bastian Berodt in der 22. Minute, der nach einem langen Pass von Stefan Murrins an den Ball kam, um dann an dem herauseilenden Sven Lütten zu scheitern. Dann kam die 25. Minute, die es in sich hatte: Bastian mit einem langen Einwurf auf den schnellen Pascal Eggert. Der geht mit Tempo in den 16er und kommt nach einer Grätsche seines Gegenspielers zu Fall. Die Meinung, ob das nun ein Strafstoß war oder nicht, gingen von "ganz klar" bis zu "nie und nimmer" weit auseinander. Entscheidend ist wie Schiedsrichter Markus von Glischinski die Situation bewertet hat. Und der entschied auf kein Foul. Diese Entscheidung erregte den gefoulten Pascal Eggert so sehr, dass er sich gar nicht mehr beruhigen wollte. Da reichte eine Minute später eine verbale Provokation seines Gegebspielers um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Pascal ließ sich zu einem Schubser hinreißen. Die Folge: der Börnsener fiel clever aber theatralisch und Pascal bekam die Rote Karte. Auch beim Verlassen des Feldes konnte sich Pascal nicht einkriegen. Teils wegen der aus seiner Sicht erlittenen Ungerechtigkeit - teils ärgerte er sich sichtbar über die fehlende Abgeklärtheit seinerseits.

Nach diesem Aufreger verflachte die Partie bis zum Pausenpfiff zusehens. Börnsen konnte trotz der numerischen Überlegenheit das Spiel nicht an sich reißen. Ganz im Gegenteil: Dassendorf hatte trotz Unterzahl die reifere Spielanlage.Allerdings nur bis zum gegnerischen Strafraum. Dort angekommen, fehlte es schließlich an Effektivität. Das mag auch daran gelegen haben, dass Dassendorf nun keinen gelernten Stürmer mehr auf dem Platz hatte. 

Auch in der zweiten Hälfte erwischte Dassendorf den besseren Start, doch Karim in 48. Minute und Sascha in der 57. Minute verfehlten das Ziel. Saschas Schuss aus 16 Metern streifte sogar noch die Latte und Lütten wäre wohl machtlos gewesen. Ab der 55. Minute war das numerische Gleichgewicht wieder hergestellt, nachdem Hendrik Graff die Ampelkarte sah. In der Schlussphase musste Stefan Murrins einmal auf der Linie retten und im Gegenzug hätte Karim Cissé bei etwas mehr Entschlossenheit im Abschluss den Siegtreffer schießen können.

Nach dem Abpfiff konnte sich keiner so richtig freuen. Dassendorf, als Favorit in die Partie gegangen und mit Ambitionen in die Saison gestartet, dürfte den beiden Punkten ob der spielerischen Überlegenheit nachtrauern. Da man im Abschluss zu harmlos war, musste man sich mit einem Punkt begnügen und darauf hoffen, dass die Verletzten bald wieder zurück kommen, sodass bald wieder jeder auf seiner Stammposition spielen kann.

Dassendorf: Fabian - Jurischka, Hamdan, Drast, Murrins - Cissé, Feddern - Umoru, Eggert, Göttmann - Berodt.    

Die Berichte über die Vorbereitungsspiele und über das Pokalspiel gegen den MSV finden Sie unter Saison 11/12 - Vorbereitung.