FC Türkiye - TuS Dassendorf 1:0 (0:0)


Dassendorf: Fabian - Murrins, Hamdan, Braun, Polat - Cissé, Kieseleit (ab 62. Juhl) - Umoru, Nunes, Eggert (ab 21. Schwager) - Berodt (ab 77. Fritsch)
Tor: 1:0 Kadem Karakus (58. Minute)
Bericht: Nach einigen Gesprächen mit anwesenden Zuschauern kann ich jetzt doch noch einen kleinen Spielbericht abgeben:
Dassendorf reiste zum Auswärtsspiel mit viel Selbstvertrauen an. Die Stimmung beim Treffpunkt war gut und voller Zuversicht. Bei der Aufstellung kam es zu einigen Umstellungen, die verschiedene Gründe hatten. Durch Matzes Rotsperre rückte Stefan Murrins zu Adam Hamdan in die Innenverteidigung. Auf der linken Verteidigerposition rückte Jurij Braun in die Startelf und Ismail Polat komplettierte die Viererkette auf der rechten Seite. Die Doppelsechs wurde von Nils Kieseleit und Karim Cissé gestellt. Im Mittelfeld besetzten Pascal Eggert und Jamal Umoru die Außenbahnen während Ricardo Nunes hinter der einzigen Spitze Bastian Berodt agierte. Dennis Juhl musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, da er beruflich bedingt verspätet zum Spiel erschien.
Der Anfang des Spiels war eher zäher Natur und irgendwie typisch für ein Grandplatzspiel. Es wurde viel über lange Bälle versucht und echtes Kombinationsspiel blieb Mangelware. Die ersten beiden klaren Torchancen hatte dann der Gastgeber. Zunächst rettete die Querlatte bei einem Schuss aus 20 Metern und kurze Zeit später rettete Isi für den bereits geschlagenen Nico Fabian auf der Linie. Und dann kam die 20. Spielminute in der Pascal Eggert ganz unglücklich umknickte. Nachdem sein Knöchel sofort stark anschwoll, musste er nach einer längeren Unterbrechung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Er wurde dann von Thomas Schwager ersetzt. Nachdem die Mannschaften nach der Unterbrechung wieder ins Spiel gefunden hatten, bekam Dassendorf mehr Oberwasser und auch endlich zu Torchancen. In der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs hatten die Schweißing-Schützlinge gleich drei gute Möglichkeiten in Führung zu gehen, weil man plötzlich aggerssiver war und wesentlich bissiger in die Zweikämpfe ging. Das es zur Halbzeit noch 0:0 stand, lag daran, dass Bastian, nachdem er von Ricardo schön angespielt worden war, mit seinem Versuch des Lupfens am Keeper scheiterte. Ein anderer Abschluss wäre sicherlich die bessere Wahl gewesen - oder aber das Abspiel auf den besser postierten Jamal... Die zweite Chance resultierte dann aus einer schönen Hereingabe von Thommy Schwager, der den am zweiten Pfosten frei stehenden Ricardo Nunes bediente. Doch weil der Ball minimal versprang, konnte ein Verteidiger Ricardos Schuss noch blocken. Bei der dritten Chancen hatte Dassendorf dann Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung. Nach einem Stellungsfehler eines Türkiye-Verteidigers setzte Jamal gut nach und kam zwischen Ball und Gegner. Auf seinem Weg zum Tor wurde er dann regelwidrig und elfmeterwürdig vom Ball getrennt. Doch der Pfiff blieb leider aus (vielleicht, weil Jamal nicht fiel?).
Im zweiten Durchgang fand Dassendorf leider gar nicht mehr ins Spiel. Jetzt war es die Heimmannschaft, die wesentlich präsenter in den Zweikämpfen war. Das Siegtor fiel in der 58. Minute durch einen unnötigen Freistoß im Mittelfeld. Auf der rechten Außenbahn lauerte Fuchs und wurde auch in Szene gesetzt. Jurij hatte den Ball nicht richtig eingeschätzt und kam beim rückwärts Laufen ins Straucheln, sodass Fuchs den Ball in die Mitte bringen konnte, wo Karakus eine Nuance vor Stefan Murrins an den Ball kam und ihn ins lange Eck weiterleiten konnte. Aber auch Dassendorf brachte in der Folgezeit das Spielgerät im Netz unter: Isi hatte einen Freistoß schnell ausgeführt, während der Keeper noch die Mauer stellen wollte. Doch der Treffer fand keine Anerkennung. Laut Schiedsrichter Cornehl war der Ball zwar frei, lag aber nicht dort, wo das Foul war...
Nachdem Dassendorf noch zweimal offensiv einwechselte (Fritsch für Berodt und Juhl für Kieseleit) und somit alles auf eine Karte setzte, hätte Türkiye noch den einen oder anderen Konter zum Abschluss bringen können, scheiterte jedoch am eigenen Unvermögen. Die Niederlage von Dassendorf geht am Ende aber in Ordnung, denn Dassendorf fehlte der Biss und der Siegeswille. Außerdem leistete man sich zu viele Fehler im Spielaufbau. Türkiye war spielerisch nicht besser als Dassendorf - aber wesentlich entschlossener.
Bild: Pascal Eggert im Vorbereitungsspiel gegen Bergedorf 85
Am nächsten Sonntag wartet mit Rahlstedt ein weiterer schwerer Brocken und Dassendorf muss beweisen, dass sie mit den Spitzenteams der Staffel mithalten können.
TuS Dassendorf - TuS Aumühle Wohltorf 6:1 (2:0)
Echte Derbystimmung erst in der Schlussviertelstunde
Es war die Szene in der 74. Spielminute, die die Gemüter erregte. Gäste-Coach Mike Breitmeier konnte sich auch nach dem Schlusspfiff noch nicht beruhigen und forderte vom Schiedsrichter Alexander Teuscher vehement eine Erklärung für die Abseitsentscheidung seines Assistenten. Es wäre der Anschlusstreffer zum 3:2 gewesen, wenn da nicht die Fahne gewesen wäre.
Mike beharrte nach dem Abpfiff darauf, dass der Treffer hätte zählen müssen während Referee Teuscher die Situation wie folgt kommentierte: „der Torschütze stand bei Ausführung des Freistoßes einen halben Meter im Abseits, bewegte sich zunächst nicht und lief erst dann weiter als schon einige Verteidiger eingerückt waren.“ Aumühle´s Coach stand auf Höhe der Strafraumgrenze und hatte es anders wahr genommen: „der Treffer war korrekt; auch wenn es nicht verdient gewesen wäre.“ Mike´ s Diskussionsbedarf nach Spielende bewegte sich aber im Rahmen. So versicherte Teuscher später: „Mike wurde niemals beleidigend und war später noch in unserer Kabine und wir hatten ein vernünftiges Gespräch.
Nach der Nichtanerkennung des Anschlusstreffers kochten die Emotionen bei den Gästen hoch: neben einem Platzverweis für Sebastian Stiegert kam es nebenbei auch noch zu Auflösungserscheinungen in der Aumühler Abwehr, sodass die Dassendorfer Fans den ein oder anderen schönen Spielzug mit Torerfolg bejubeln durften.
Aber der Reihe nach: in der ersten halben Stunde gab es auf beiden Seiten kaum Torchancen und das Wort Rasenschach wäre wohl die treffendste Beschreibung dessen, was beide Mannschaften den wenigen Zuschauern bei besten äußeren Bedingungen boten. Beide Teams versuchten, die Räum in der neutralen Zone eng zu machen und den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Dassendorf merkte schnell, dass es ein Geduldsspiel werden wird und versuchte über Spielverlagerungen und Tempowechsel Oberwasser zu gewinnen. Man lauerte darauf, dass der Gegner einen Fehler macht.
Fand der erste Dassendorfer Treffer in der 32. Minute wegen Foulspiel beim Kopfball noch keine Anerkennung, so zählte aber Dennis Juhls Tor in der 35. Minute. Vorausgegangen waren zwei Foulspiele im Mittelfeld, wobei der Schiri jeweils Vorteil laufen ließ. Ein am heutigen Tag stark spielender Bastian Berodt konnte sich dann durchsetzen und zog aus 16 Metern ab. Diesen Ball konnte Aumühles Keeper Thomä nur abklatschen lassen - und zwar direkt vor die Füße von Dennis, der dann keine Mühe mehr hatte zum 1:0 einzuschieben. Nur vier Minuten später erhöhte Pascal Eggert nach schönem Zuspiel von Karim Cissé auf 2:0.
Das 3:0 besorgte ebenfalls Eggi nachdem ein verunglückter Querpass von dem aufgerückten Tim Jurischka in den Rücken der Abwehr gelangte und Pascal genug Zeit hatte, genau Maß zu nehmen (54. Minute). Wer jetzt dachte, dass das Spiel nun gelaufen war, der sollte sich nur zwei Minuten später getäuscht sehen. Ein Abschlag von Thomä fand seinen Weg zu Daniel Pechau. Mathias Drast war eigentlich schon zwischen Ball und Gegner, doch versäumte er es den Ball zu spielen, sodass Pechau plötzlich alleine auf Nico Fabian zulief. Matzes Rettungsversuch war dann nicht mehr im Rahmen des Erlaubten und außerdem noch im Strafraum. Neben dem fälligen Strafstoß gab es wegen „Notbremse“ die Rote Karte für Mathias Drast. Den fälligen Elfmeter verwandelte Raschidy zum 3:1. Aumühle witterte nun seine Chance und erhöhte den Druck und auch das Risiko. Und in der 74. Minute kam es zu der eingangs geschilderten Szene mit dem nicht gegebenen 3:2. Danach verlor Aumühle die Ordnung im Spiel und die Hintermannschat wies trotz der numerischen Überlegenheit etliche Löcher auf und lud Dassendorf zu Kontern ein. Und diese wurden dann schön und auch erfolgreich vorgetragen.
Den Anfang machte wiederum Pascal Eggert, der in der 82. Minute wunderschön von dem eingewechselten Ricardo Nunes in Szene gesetzt wurde. Pascal drang dann über halblinks in den Strafraum ein und vollendete abgeklärt zum 4:1. Das 5:1 in der 87. Minute steuerte dann Karim Cissé bei. Und es sollte noch dicker für Aumühle kommen: in der 88. Minute gab es noch den erwähnten Platzverweis wegen vermeintlicher Schiedsrichterbeleidigung obwohl Stiegert Stein und Bein schwor, sich mit einem Zuschauer „Nettigkeiten“ ausgetauscht zu haben. Den Schlusspunkt setzte dann Ricardo Nunes nach Zuspiel von dem ebenfalls eingewechselten Ilker Ceylan.
Dassendorf: Fabian – Jurischka, Drast, Hamdan, Murrins – Cissé, Kieseleit – Berodt (ab 72. Nunes), Eggert (ab 89. Umoru), Polat – Juhl (ab 85. Ceylan)
SC Concordia - TuS Dassendorf 1:3 (0:2)

Dassendorf fährt den dritten Sieg in Folge ein. So langsam nimmt die TuS Fahrt auf. Im Freitagabendspiel beim SC Concordia im Sportpark Hinschenfelde sahen die Zuschauer ein temporeiches Spiel, das von beiden Mannschaften engagiert geführt wurde. Cordi spielte mit Leidenschaft aber Dassendorf packte zu dem Einsatz auch noch die Klasse obendrauf. Das machte heute den Unterschied und somit ging der Sieg auch in Ordnung!
Die ersten Akzente in diesem teils emotionalen Spiel setzte am heutigen Abend das Schiedsrichtergespann um den Referee Mayer-Lindenberg. Allerdings beschäftigten sich die Unparteiischen mehr mit der Sitzordnung auf der Ersatzbank der Gäste als mit dem Spielgeschehen. In der Anfangs- und auch in der Schlussphase waren es doch reilich fragwürdige Entscheidungen gegen die Gastmannschaft. Die Stunde dazwischen allerdings machten die drei Gelben einen guten Job. Nun aber genug zu den Nebenkriegsschauplätzen, denn Fußball wurde schließlich auch gespielt.
Trainer Oliver Schweißing steht langsam vor einem Luxusproblem. Standen in den ersten Spielen kaum 11 gesunde Spieler zur Verfügung, so hat er jetzt schon fast die Qual der Wahl, wen er in die Startelf nominiert. Heute brachte er gleich vier Neuzugänge in die Startformation: Adam Hamdan, Tim Jurischka, Pascal Eggert und Nils Kieseleit. Und um es vorweg zu nehmen: alle machten ein richtig gutes Spiel! Nils Kieseleit rückte für den sonst gesetzten André Feddern auf die Sechserposition, ansonsten war es die gleiche Elf wie beim Kantersieg gegen Este. Dassendorf ging von Beginn an ein hohes Tempo und war sofort im Spiel. Die erste Hälfte des ersten Durchgangs hatte Dassendorf leichte Vorteile, kam allerdings zu keinen zwingenden Torchancen. Der Gastgeber erarbeitete sich dann in der 22. Minute eine echte Großchance nachdem ein Ball auf rechts in den Rücken von Tim Jurischka gespielt wurde und sein Gegenspieler somit plötzlich aus halbrechter Position alleine vor Nico Fabian stand. Nico parierte dann aber den mäßigen Abschluss. Eine echte Glanztat vollbrachte er dann nur drei Minuten später als er einen direkt geschossenen Freistoß aus der Ecke holte.
Wie man einen Freistoß direkt schießt, zeigte Ismail Polat den Marienthalern dann in der 34. Minute: der Ball lag 30 Meter vom Tor entfernt und Keeper Garvs stellte seine Mauer. Als der Schiedsrichter den Ball dann freigab, zögerte Isi nicht lange und beförderte den Ball in die von ihm aus gesehene linke untere Ecke. Und Garvs war noch nicht auf seiner Position, sodass er den Ball nicht mehr erreichen konnte. Dassendorf versuchte nach dem Führungstreffer sofort nachzulegen und arbeitete genau so weiter wie zuvor. Concordia, die von Beginn an recht weit aufgerückt waren, versuchte durch ein sehr offensiv geführtes Spiel sofort zu antworten. Das gab der TuS natürlich die Möglichkeit für Konter. Und wer einen so schnellen Spieler wie Pascal Eggert in seinen Reihen hat, der darf sich natürlich über einen weit aufgerückten Gegner freuen. In der 43. Minute war es denn soweit: Pascal wurde angespielt und ging mit Tempo Richtung Gästegehäuse. Und er behielt die Übersicht als er den mitgelaufenen Stefan Murrins auf rechts sah und bediente. Stefan, der sich am heutigen Tage häufig mit in die Offensive einschaltete, konnte den Ball mit der Brust annehmen und zur 2:0 Halbzeitführung einschießen.
Der Beginn des zweiten Abschnittes gehörte dann wieder den Gästen aus Dassendorf. Nun konnte Garvs das ein oder andere Mal sein Können zeigen und bewahrte seine Mannschaft vor dem frühzeitigen Aus. Pascal Eggert und Matze Drast hatten den Torschrei schon auf den Lippen und waren bestimmt erstaunt, dass ihr Abschluss nicht zum Erfolg geführt hatte. Glück hatte Dassendorf dann in der 61. Minute als es einen Freistoß für Concordia gab, denn unmittelbar nach dem Pfiff kam Cordi zum Torerfolg - der Freistoß hingegen landete in der Mauer. Als Cordi nun wieder Hoffnung schöpfte, beendete Pascal Eggert in der 70. Spielminute diese durch seinen Treffer zum 3:0. Der gerade erst eingewechselte Thomas Schwager schickte mit seiner besten Aktion Dennis Juhl in den Strafraum. Dennis Abschluss konnte der Keeper nur noch abklatschen lassen und Eggi zu einer Direktabnahme einladen. Der traf den Ball zwar nicht richtig und ein Verteidiger auf der Torlinie machte bei dem Klärungsversuch keine gute Figur, doch irgendwie schaffte das Spielgerät den Weg über die Torlinie.
Bei Concordia kam nun ein wenig Frust auf, der sich in einigen unschönen Szenen entlud. Und weil es an entsprechenden Raektionen des Referees mangelte, ließ sich auch Eggi davon anstecken und kassierte für eine Unsportlichkeit völlig zurecht die gelbe Karte nachdem er selbst allerdings so gefoult wurde, dass es hätte Gelb geben müssen. Und kurze Zeit später fiel für die immer weiter kämpfenden Mannen von Andreas Führer der Anschlusstreffer zum 1:3 als Concordia sich über rechts durchsetzen konnte und die scharfe Hereingabe in der Mitte von Kahl über die Linie befördert werden konnte. In der Schlussphase wurde Dassendorf dann noch ein klarer Elfmeter an Dennis Juhl verweigert und Ismail Polat schaffte es sich innerhalb von einer Szene in der 90. Minute die gelbe und sofort danach die gelb-rote Karte abzuholen (die Mannschaftskasse sagt "Danke"). Am Ende siegten die Gäste aber verdient und setzen ihre kleine Siegeserie fort.
Dassendorf: Fabian - Jurischka, Hamdan, Drast, Murrins - Kieseleit, Cissé - Berodt (ab 70. Schager), Polat, Eggert (ab 80. Braun) - Juhl (ab 88. Fritsch)
TuS Dassendorf - Este 06/70 10:0 (3:0)

Dassendorf schießt sich gegen Este den Frust von der Seele. Wenn es erst einmal läuft, dann läuft es. So war es auch heute. Nach starker Anfangsphase und einer schnellen 2:0 Führung, ließ Dassendorf etwas nach. Aber gerade als Este besser im Spiel war, gelang der Heimmannschaft noch vor der Pause das 3:0. Vom 4:0 bis zum 9:0 dauerte es dann nur eine Viertelstunde.
Einen derartig hohen Sieg hätten wohl die treuesten Fans in ihren kühnsten Träumen nicht zu träumen gewagt. Dassendorf nahm aus dem Sieg bei Süderelbe das Selbstvertrauen und auch den Schwung mit in die heutige Partie. Trotzdem musste die erste Chance des Spiels auf der Seite von Este verbucht werden: in der 5. Spielminute gelang den Gästen ein Pass in die Nahtstelle der Viererkette, doch die nachfolgende Eins zu Eins - Situation Stürmer gegen Nico Fabian blieb ohne Folgen. Dassendorfs Kette rückte bei Ballgewinn immer wieder schnell vor. Weiter vorne wurde der Gegner ebenfalls früh angegriffen und unter Druck gesetzt. Este kam mit dem hohen Tempo und dem Pressing am heutigen Tage nicht zurecht. Zählbares kam das erste Mal in der 11. Spielminute heraus als André Feddern den Ball bekam und aus halblinker Position nach innen zog. Aus 25 Metern zog er dann einfach mal ab und setzte den Ball flach unten links neben den Pfosten für den Keeper unerreichbar zum 1:0. Nur drei Minuten später machte sich das Pressing bezahlt: Dennis Juhl eroberte den Ball und setzte sich über rechts durch. Seine Flanke wurde abgefälscht und kam als Bogenlampe in den Este-Strafraum. Dort führte das Nachsetzen und Stochern von Pascal Eggert dann zum Erfolg, denn Eggi konnte den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie drücken.
Nach dieser schnellen Führung ließ Dassendorf zunächst nicht nach und hielt sich an die taktischen Anweisungen: hohes Tempo, frühes Attackieren und schnelles Aufrücken. Doch über 90 Minuten war dieses Tempo nicht zu gehen. Und als Dassendorf Mitte der ersten Halbzeit ein wenig nachließ, kam Este sofort besser ins Spiel und bekam auch einige gute Szenen. In der 27. Minute forderten die Cranzer vehement einen Elfmeter nachdem Mathias Drast mit seinem Gegenspieler im Strafraum zu Fall kam. Gezogen und gezerrt hatten sicherlich beide. Und der Schiedsrichter, der am heutigen Tag eher Pro-Dassendorf bei seinen Entscheidungen war, urteilte auf Stürmerfoul und Freistoß für Dassendorf. Este kam dann in der 35. und 41. Minute noch zu guten Möglichkeiten, jedoch hatte Nico Fabian gut aufgepasst und beide Male durch Herauslaufen die Chancen vereitelt. Und weil es heute nun mal gut für Dassendorf lief, fiel genau in dieser Phase das 3:0 für das Heimteam: Dennis Juhl behauptete den Ball im Mittelfeld und machte sich alleine auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Dort behielt er gegen den Torwart die Ruhe und konnte ihn mit einer Körpertäuschung verladen um dann zur Vorentscheidung einzunetzen.
Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist dann relativ schnell erzählt. Zunächst plätscherte das Spiel acht Minute so vor sich hin bis dann die Viertelstunde der TuS Dassendorf kam! Den Torreigen im zweiten Durchgang eröffnete ein stark aufgelegter Dennis Juhl, dem ein Platz in der Elf des Tages wohl sicher sein sollte. Das 4:0 fiel nach einer Spielverlagerung von der rechten Seite auf links, wo Dennis aus halblinker Position aus acht Metern direkt abschloss. Nur zwei Minuten später meinte es das Schicksal wieder nicht gut mit den Gästen. Ein Freistoß von Ismail Polat landete an Querlatte. Den Abpraller konnte Mathias Drast per Kopf über die Linie drücken. Das 6:0 von Dennis wurde vielleicht bei einem Klärungsversuch noch von einem Estespieler über die Linie befördert, wird aber wohl Juhle zugerechnet werden. Ähnlich wie Matze bei 5:0 war dann wieder Dennis zum 7:0 erfolgreich. Nachdem der Keeper einen Polat-Schuss nur abklatschen lassen konnte, schaltete Dennis am schnellsten und war per Kopf erfolgreich. Nun war es aber mit den Tore schießen genug und Dennis durfte sich noch als Vorbereiter versuchen. Seine Flanke in der 65. Minute von rechts wurde von Bastian Berodt über die Linie befördert. Und es kam noch dicker für Este. In der 67. Minute gab es für eine Notbremse die Rote Karte für den Kapitän und den anschließenden Freistoß verwandelte Ismail Polat direkt zum 9:0. Den Schlusspunkt setzte dann Stefan Murrins per Kopf nachdem der Ball in Billard-Manier hin und hersprang und natürlich einem Dassendorfer vor den Kopf flog. Heute hatte sich alles aber auch alles gegen die Gäste verschworen. Das soll natürlich die Leistung von Dassendorf nicht abwerten, denn gerade der Beginn der Partie war schon eine gute Vorstellung.
In die nächste Partie am Freitagabend bei Cordi wollen wir jetzt das Selbstvertrauen, den Schwung und nun auch das Glück mitnehmen!
Dassendorf: Fabian - Jurischka, Hamdan, Drast, Murrins - Feddern (ab 62. Kieseleit), Cissé - Berodt, Polat - Eggert (ab 80. Ceylan), Juhl (ab 71. Fritsch)
Torfolge: 1:0 Feddern (8.), 2:0 Eggert (11.), 3:0 Juhl (42.), 4:0 Juhl (53.), 5:0 Drast (55.), 6:0 Juhl (56.), 7:0 Juhl (58.), 8:0 Berodt (65.) 9:0 Polat (68.), 10:0 Murrins (83.)
FC Süderelbe - TuS Dassendorf 1:4 (0:2)

Endlich! Im sechsten Punktspiel konnte der erste Sieg eingefahren werden. Und das aus Sicht vom Gastgeber Süderelbe ausgerechnet bei der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes durch Uwe Seeler. Dieses Event sorgte dafür, dass eine stattiche Kulisse von 450 Zuschauern zusammen kam. Und das bei bestem Sommerwetter (zum Fußball spielen allerdings schon fast zu warm). Und die Zuschauer die es mit den Gästen aus Dassendorf hielten, sollten ihre Reise auch nicht bereuhen.
Dassendorf begann engagiert und versuchte den Hausherren von Beginn an ihr eigenes Spiel aufzudrücken. Um den Gegner gar nicht zum eigenen Spielaufbau kommen zu lassen, wurde der Ballführende frühzeitig und intensiv attackiert. Trotzdem musste die erste Chance bei den Gastgebern notiert werden. Nachdem diese jedoch ohne Folgen blieb, fasste sich Ismail Polat ein Herz und kam über die rechte Seite mit einer Einzelleistung in den gegnerischen Strafraum. Dort behielt er die Übersicht und vollendete zur frühen 1:0 Gästeführung. Keine 10 Minuten später hätte Dennis Juhl beinahe die Führung auf 2:0 ausgebaut, doch seine Direktabnahme im Strafraum mit vollem Risiko sah zwar schön aus und wäre einen Treffer wert gewesen, doch der Ball ging über das Gehäuse. Die wohl größte Chance im ersten Durchgang für einen Treffer von Süderelbe vereitelten Nico Fabian und Matze Drast dann in der 20. Minute gemeinsam - und zwar nicht nur einmal: dreimal versuchten es die Stürmer und blieben mit jedem Versuch an einem von den beiden besten Dassendorfern an diesem Tag hängen. Matze organisierte die Viererkette heute sehr gut und stand selbst immer richtig. Außerdem spornte er seine Mitspieler immer wieder an - nicht immer ganz leise, aber noch im richtigen Ton. Und Nico knüpfte an seinen Leistungen vom letzten Wochenende in der Zweiten an und vereitelte durch tolle Reflexe und Paraden gleich mehrfach einen Gegentreffer.
Das Herausstellen von zwei Spielern an diesem Tag soll aber die Leistung der anderen nicht schmälern. Ganz im Gegenteil: man könnte auch von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen. Beispielsweise André Feddern arbeitete in gewohnt starker Manier eine Stunde lang trotzdem er mit einer Erkältung angeschlagen in die Partie gegangen war. Oder Dennis Juhl, der nach einer halben Stunde auf 2:0 erhöhen konnte. Vorausgegangen war ein langer Ball von Keeper Fabian, der noch per Kopf verlängert wurde und Dennis so in Position brachte. Juhle behielt die Übersicht und lupfte gegen den herauseilenden Keeper souverän in die Maschen. Als Dennis 10 Minuten später wieder vor einer 1 gegen 1 Situation mit dem Keeper stand zog der die "Notbremse". Die Folge war Strafstoß und die gelbe Karte für den Keeper. Pascal Eggert trat zum Elfmeter an und schoss deutlich über das Tor. Eggi hat heute viel gearbeitet und musste 10 Minuten vor Ende der Partie völlig erschöpft ausgewechselt werden.
Nachdem es mit 2:0 aus Dassendorfer Sicht in die Kabine ging, dachten die Spieler wohl, dass es dort leise und gemütlich zugehen würde. Doch weit gefehlt: im Vorraum der Kabinen war Trainer Oliver Schweißing so laut, dass man denken konnte, der Gegner würde 2:0 führen. Dafür kam Dasendorf so was von wach wieder auf das Feld, dass die Heimmannschaft noch gar nicht so richtig mitbekommen hatte, dass das Spiel schon wieder weiter ging und es schon 3:0 für die Gäste hieß. Was war passiert? Es ghab einen Freistoß knapp vor der Strafraumlinie für Dassendorf. Der Keeper stellt die Mauer und Ismail Polat schiebt den Ball in die Torwartecke. Schiedsrichter Ehlert erkannte völlig korrekt auf Tor! Und nur 10 Minuten nach dem 3:0 folgte auch gleich das 4:0. Dennis Juhl hatte eine Ecke von rechts flach in den Fünfmeterraum gebracht und Adam Hamdan brauchte nur noch seinen Fuß im richtigen Winkel hinzuhalten. Die Vorentscheidung! Das Spiel war gelaufen...
Nun musste Dassendorf den hohen Temperaturen Tribut zollen und man merkte, dass noch nicht alle Elf das hohe Tempo über 90 Minuten gehen können, weil Verletzungen und andere Umstände ihnen in der Vorbereitung dazwischen kamen. Verständlich also, dass sich die Spieler eine kleine Auszeit nahmen. Das Resultat waren mehr Fehlpässe und mehr Spielanteile für Süderelbe. Und genau in dieser Phase fiel der Anschlusstreffer zum 1:4 (68. Minute). Hierzu musste allerdings schon ein Strafstoß herhalten. In der Folgezeit gab es auf beiden Seiten noch einige Chancen. Ismail Polat rettete einmal auf der Linie (74.), ansonsten war Nico Fabian immer zur Stelle. Vorne hätte Dassendorf auch noch das ein oder andere Tor machen können. Die größte Chance hatte Adam kurz nach dem Anschlusstreffer. Doch auch hier rettete ein Verteidiger für den bereits geschlagenen Keeper.
Dassendorf hat heute eine ansprechende Leistung geboten und wurde für den Einsatz auch belohnt! Eine schnelle Führung zu Beginn und ein Tor direkt nach der Pause zeigen, dass die Mannschaft auch in ihren sonst schwächeren Phasen stark sein kann. Ich denke, dass spricht für eine Fehleranalyse und die richtigen Gegenmaßnahmen (auch wenn es dadurch in der Kabine öfter mal lauter wird). Aus einer geschlossenen starken Mannschaftsleistung ragten heute Nico Fabian, Mathias Drast und Ismail Polat heraus. Die ausgelassene Stimmung nach dem Abpfiff wird sich mit Sicherheit bei dem heutigen Mannschaftsabend fortsetzen...
Auf der Suche nach den besten Spielern kann man wohl auch fast die Mannschaftsaufstellung kopieren, doch neben dem herausragenden dreifachen Torschützen Pascal Eggert haben mir heute Nils Kieseleit und Bastian Berodt besonders gut gefallen. Eggi wurde im Sportmikrofon sogar zum Spieler des Wochenendes gekürt! Nun heißt es für alle, sich mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen voll und ganz auf die nächsten beiden Aufgaben zu konzentrieren, denn mit Türkiye und Rahlstedt warten zwei schwere Aufgaben. Doch zunächst wurde noch ein wenig gefeiert, denn Michael Funk hatte anlässlich seines Geburtstages Mannschaft und Zuschauer zum Spanferkelessen eingeladen und Betreuer Wolf-Rüdiger Klein, der zwei Tage vorher seinen Ehrentag hatte, übernahm die Getränkeversorgung!