HSV Barmbek Uhlenhorst - TuS Dassendorf 2:4 (0:3)
Dassendorf: Fabian - Göttmann, Murrins, Hamdan, Braun - Cissé, Kieseleit - Polat (ab 39. Umoru), Nunes (ab 84. Eggert), Juhl - Ceylan (ab 75. Fritsch)
Tore: 0:1 Nunes (13.), 0:2 Göttmann (18.), 0:3 Ceylan (33.) 1:3 Hasenpusch (62.), 1:4 Ceylan (70.), 2:4 Saaba (88.)
Bedingt durch Arbeit und Krankheit erst verspätet und nur aus Berichten der Zeitungen zusammengefasst:
Die Mannschaft wollte dem scheidenden Trainer Oliver Schweißing und seinem Co Christoph Pommer einen Sieg zum Abschied schenken. Mathias Drast hatte es im Gästebuch angekündigt und versprochen, dass die Truppe alles geben wird, um dieses Ziel zu verwirklichen.
Und so begann Dassendorf auch beim Spitzenreiter BU. Man war einfach präsenter und bestimmte so folgerichtig das Geschehen. Erste Früchte des Engagements fuhr Dassendorf dann bereits in der 13. Minute ein als Ricardo Nunes einen Freistoß direkt in die Maschen von Keeper Grimme beförderte. Nur fünf Minuten später war es wieder eine Standardsituation von Ricardo Nunes, die zum Torerfolg führte. Sascha Göttmann belohnte sich für seine gute Leistungen in den vergangenen Partien und erhöhte nach einer Ecke per Kopf zum 2:0 für die Gäste. Das Ilker Ceylan zur Zeit bei den Freistößen einen Lauf zu haben schien, bewahrheitete sich dann nach einer halben Stunde als er aus großer Entfernung direkt zum 3:0 einschoss.
So konnte Dassendorf mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause gehen. Bereits im Hinspiel als Dassendorf eine ganz starke erste Hälfte spielte, ging man mit einer Führung gegen den Klassenprimus in die Kabine. Damals gewann BU nicht nur die zweite Hälfte sondern auch die Partie. Im Hinspiel war das Wetter genau so bescheiden wie an deisem Sonntag. Und gleich blieb auch, dass BU die zweite Halbzeit gewann. Doch die drei Punkte konnten die Gäste aus Dassendorf einfahren, denn die Führung zur Halbzeit war am Ende komfortabel genug.
Hasenpusch konnte in der 62. Minute per direktem Freistoß mit seinem 12. Saisontreffer noch auf 1:3 verkürzen, doch wiederum Ilker Ceylanstellte in der 70. Minute den alten Abstand wieder her. Das 2:4 in der 88. Minute durch den zur Halbzeit eingewechselten Saaba war dann nur noch Ergebniskosmetik.
Oliver Schweißing freute sich dann nach dem Abpfiff über den Dreier im letzten Spiel. Schon während des Spiels wollten einige Zuschauer einen Freudentanz des Ex-Profis mit Ilker Ceylan gesehen haben - doch hatten Oli und Ilker nach dessem zweiten Treffer demonstriert, wie man sich im Strafraum von seinem Gegenspieler befreit. Nach dem Abpfiff liefen dann alle Spieler zu Oli, nahmen ihn in ihre Mitte und sangen: "Oli Schweißing - du bist der beste Mann!"
So ging an diesem verregnetem Sonntag die Ära Schweißing mit einem Sieg bei BU nach über acht Jahren in Dassendorf zu Ende. Wie unter der Woche bereits gemeldet, wird Jörn Geffert die Mannschaft bis zur Übernahme durch Jan Schönteich und Thomas Hoffmann trainieren. Und die BILD-Zeitung vom Montag vermeldet bereits, dass es Kontakte zu den wechselwilligen 18jährigen Tim Otte, Felix Meyer und Maximilian Wulf von Bergedorf 85 geben soll.
Wie sich die Mannschaft weiter entwickelt, können die Zuschauer dann in der Wintervorbereitung bei Testspielen beim Oststeinbeker SV und dem Meiendorfer SV sehen. Die Termine werden zeitgerecht unter der Rubrik "Vorschau" bekannt gegeben.
TSV Wandsetal - TuS Dassendorf 3:3 (1:0)

Dassendorf: Kaeding - Reimers (ab 71. Braun), Hamdan, Murrind, Göttmann (ab 85. Berodt) - Cissé, Kieseleit - Eggert, Polat - Ceylan, Fritsch (ab 64. Juhl)
Tore: 1:0 (41. Ocak), 1:1 (46. Ceylan), 2:1 (65. S. Radtke), 2:2 (68. Ceylan), 3:2 (76. Brkic), 3:3 (90. + 4 Ceylan)

Drei Mal war es Ilker Ceylan, der einen Rückstand egalisieren konnte. Der letzte Treffer fiel in der 4. Minute der Nachspielzeit. So muss man aus Dassendorf Sicht schon von einem glücklichen Punkt sprechen. Doch weil Dassendorf in einem zerfahrenen Spiel mit vielen Fouls und wenig Spielfluss die reifere Spielanlage zeigte und der Gastgeber letztlich mit drei Schüssen auf das Dassendorfer Tor drei Mal erfolgreich war, kann man bedenkenlos konstatieren, dass es ein verdienter Punkt war und durch die Vereinsbrille betrachtet, darf man zwei verlorenen Punkten hinterher trauern.
Es waren zwei turbulente Wochen in Dassendorf. Nachdem bekannt wurde, dass der Vertrag mit Oliver Schweißing und Christoph Pommer im Sommer 2012 nicht verlängert wird, bestätigten sich dann die Gerüchte, dass Jan Schönteich mit Thomas Hoffmann als Co-Trainer in der kommenden Saison übernehmen wird. Oliver Schweißing und Christoph Pommer hatten darauf nach angemessener Bedenkzeit um Auflösung ihrer Verträge zur Winterpause gebeten. Da zu diesem Thema an anderen Stellen bereits mehr als ausführlich spekuliert, erklärt und letzlich auch geschrieben wurde, möchte ich mich an dieser Stelle darauf beschränken, im Namen aller TuS Dassendorf - Anhänger ein ganz großes Dankeschön an Oliver Schweißing und auch an Christoph Pommer auszusprechen und beiden alles Gute für die Zukunft wünschen. Ihr habt der TuS Dassendorf jahrelang treue Dienst geleistet und ward mit Leib und Seele mit diesem Verein verwachsen. Wir haben viel Spaß mit euch gehabt, mit euch gefeiert und auch gelitten. Nach Niederlagen und nach Siegen standet ihr immer Rede und Antwort. Es ist sehr schade, dass es so gekommen ist, wie es jetzt nun mal entschieden wurde. Aber so scheint es in dieser Zeit in diesem Geschäft nun mal zu sein. Wie dem auch sei: ich wünsche mir einen gebührenden Abschied für euch beim letzten Spiel der Saison bei BU und bei der Weihnachtsfeier. Nochmals ein ganz ganz großes Dankeschön und bis demnächst auf irgendeinem Fußballplatz oder wo auch immer...
Und Fußball wurde auch gespielt an diesem Freitagabend im Sportpark Hinschenfelde. Wobei das Getrete und Gebolze die Beschreibung Fußball nicht immer verdient hatte. Dassendorf brauchte gute 10 Minuten, um in die Partie zu finden und kam dann zu ersten Chancen (14. Hamdan nach einer Ecke; 17. Ceylan). In der Folgezeit verflachte die Partie dann, weil jeglicher Spielfluss durch viele Fouls unterbunden wurde. Trotzdem konnte man die reifere Spielanlage bei den Dassendorfern erkennen. Der Gastgeber kam dann völlig überraschend in der 41. Minute mit dem ersten Torschuss zum Erfolg, nachdem eine unnötige Ecke vor die Füße von Öner Ocak fiel, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte zum 1:0 zu vollenden.
Nach Wiederanpfiff dauerte es genau 41 Sekunden bis der Vorsprung von Wandestal Geschichte war, denn Ilker Ceylan konnte per Kopf ausgleichen. Nun wurde die Partie deutlich ruppiger und Spielfluss mutierte endgültig zum Fremdwort. So fiel das 2:1 für die Hinschenfelder in der 65. Minute durch Simon Radtke zwar aus dem Spiel heraus aber auch irgendwie aus dem Nichts. Doch die Freude währte nicht lange, denn Ilker Ceylan konnte nur drei Minuten später per direktem Freistoß aus 22 Metern ausgleichen. Und bei diesem Szenario sollte es auch bleiben: aus dem Spiel ging nichts und Standards mussten herhalten. Auch die erneute Führung für Wandestal resultierte aus einem wunderschönen Freistoß von Ivan Brkic. Und als schon alle mit dem Schlusspfiff rechneten war es wieder Ilker Ceylan per Freistoß, der in der 94. Minute für den Endstand sorgte.
Ob nun verdient oder glücklich; auf jeden Fall war es ärgerlich für Steven Kaeding, der eigentlich kaum Chancen hatte sich auszuzeichnen. Steven hatte seine Aufstellung seinen guten Leistungen im Training und vor allem seinem absolut vorbildlichem Teamverhalten zu verdanken, denn er steht immer hinter Nico und unterstützt ihn, wo er nur kann. So betonte Oliver Schweißing auch nach dem Spiel, dass es keine Entscheidung gegen Nico war sondern eine Entscheidung für Steven, die er sich sowohl menschlich als auch sportlich verdient hat!
TuS Dassendorf - SV Börnsen 2:0 (0:0)

Dassendorf: Fabian - Göttmann, Murrins, Hamdan, Reimers - Cissé, Kieseleit - Polat (ab 85. Schwager), Berodt (ab 56. Juhl) - Ceylan, Fritsch (ab 74. Eggert)
Tore: 1:0 (58. Hamdan) 2:0 (63. FE) Ceylan
besondere Vorkommnisse: 63. Gelb-Rote Karte wegen wiederholtem Meckern Brausendorf (SV Börnsen), 72. Rote Karte wegen groben Foulspiel Schüler (SV Börnsen)
Wer nur die nackten Tatsachen liest, der kann nicht ahnen, dass es am Ende ein glücklicher Sieg (oder in in Fußballersprache auch dreckkiger Sieg) war. Eine gute halbe Stunde lang war der Gast aus Börnsen das spielbestimmende Team. Beiden Mannschaften war die enorme Anspannung anzumerken. Trotzdem Dassendorf den Willen auf das Feld projezierte, war deutlich zu merken, dass Börnsen noch mehr Willen in die Waagschale warf. Dassendorfs Spieler gingen durchaus positiv miteinander um und traten geschlossener als zuletzt auf, trotzdem fand man zunächst nicht ins Spiel. Börnsen erarbeitete sich seine Feldüberlegenheit ohne am Ende aber richtig zwingend zu werden. Trotzdem hieß es nach einer halben Stunde 0:6 nach Ecken. Dassendorf bekam in der 35. Minute seinen ersten Eckstoß und konnte erst in der letzten 10 Minuten des ersten Durchgangs für ausgeglichene Kräfteverhältnisse sorgen, ohne selbst das Gästetor zu gefährden.
Nach Wiederanpfiff wurde das Derby ausgeglichener fortgesetzt und eine Standardsituation sollte ausschlaggebend für den weiteren Verlauf sein Ismail Polat trat den Ball aus dem Halbfeld in Richtung Börnsener Gehäuse und Sven Lütten sah den Ball spät kommen, weil er viel Verkehr vor sich hatte. Ihm blieb nichts anderes übrig als den Schuss abklatschen zu lassen, was der aufgrückte Adam Hamdan gnadenlos zum 1:0 ausnutzte. Nur drei Minuten später dann die Szene, die die Gemüter der Gäste besonders erregte: Patrick Fritsch kam im Strafraum zu Fall. Elfmeterreif, wie der Referee fand. Skandalös dagegen die Meinung von Gästecoach Greve und seinem Kapitän Brausendorf. Wie dem auch sei: Ilker Ceylan verwandelte zum 2:0, Andre Brausendorf bekam wegen fortgesetzten Meckerns die gelb-rote Karte und Marcel Greve goss durch seine Kommentare weiteres Öl ins Feuer. Davon ließ sich dann auch Ole Schüler anstecken und kassierte 10 Minuten später die glatt rote Karte wegen Foulspiels.
Dassendorf leistete sich gegen die neun verbleibende Börnsener dann immer noch genug Fehler, die aber ungestraft blieben. Im Angriff trafen dann die fehlende letzte Entschlossenheit auf eine gute Leistung von Gästekeeper Sven Lütten, sodass es beim 2:0 Erfolg blieb. Sven Lütten war es dann auch, der trotz aller Hektik einen kühlen Kopf behielt, seine Bank aufforderte, sich ruhiger zu verhalten und seine Mitspieler immer wieder daran erinnerte, dass noch nichts verloren sei. Für mich ganz klar der "Man of the Match". So war er es dann auch, der nach dem Abpfiff die ernstgemeinten guten Wünsche der Dassendorfer Spieler für einen Klassenerhalt entgegen nehmen durfte. Und das Versprechen steht: Dassendorf wird alles daran setzen, den Konkurrenten von Börnsen eine Niederlage beizubringen!! See you next year at/on Hamfeldredder! So long!
TuS Dassendorf - Bramfelder SV 0:3 (0:1)

Dassendorf: Fabian - Jurischka, Hamdan, Drast (ab 38. Berodt), Murrins - Cissé, Kieseleit (ab 61. Ceylan) - Eggert (ab 79. Schwager), Nunes - Fritsch
Torfolge: 0:1 (23. Min.), 0:2 (70. Min.), 0:3 (89. Min.)
besondere Vorkommnisse: Rote Karte Tim Jurischka (66. Min. wegen vermeintlichem Nachtreten/Tätlichkeit)
Dassendorf zeigte gegen den Bramfelder SV mal wieder sein anderes Gesicht. Nach einer zuletzt guten Leistung in Lohbrügge, knüpfte das Team heute eher an der schlechten Leistung des Spiels gegen Schwarzenbek an und toppte diese "Leistung" noch im negativen Sinn. Ohne die schlechte Leistung an einzelnen Spielern festzumachen, kann man das Spiel nur so zusammenfassen, dass es eine mannschaftlich desolate Leistung war. Dassendorf hatte von Beginn an die Zweikämpfe nicht angenommen und trat mannschaftlich nicht geschlossen auf. Am Ende war der Bramfelder Sieg völlig verdient und hätte sogar noch höher ausfallen können.
Es war ein sehr zerfahrener Begin mit wenig Struktur auf beiden Seiten, wobei Bramfeld einfach präsenter in den Zweikämpfen war. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, Fouls und Freistöße gab es dafür umsomehr. Dassendorfs Spiel nach vorne war ideenlos, wenn es denn überhaupt stattfand. Bezeichnend ist wohl die Tatsache, dass Bastian Berodt erst in der 42. Minute den ersten Schuss in Richtung des Bramfelder Tors abgegeben hatte. Zu diesem Zeitpunkt führte der Gast von der Ellernreihe allerdings schon mit 1:0.
Auch im zweiten Durchgang ließ Dassendorf jegliches Aufbäumen vermissen. Lediglich dem Bramfelder Unvermögen und einigen Rettungsaktionen von Nico Fabian war es zu verdanken, dass es nicht frühzeitig 0:2 stand. Bis dieser Treffer fiel, dauerte es noch bis zur 70. Spielminute. Zuvor musste Tim Jurischka das Feld mit einer Roten Karte verlassen. Nach einem Zweikampf soll er beim Aufstehen gegen seinen Kontrahenten nachgetreten haben. Bereits im ersten Durchgang musste Mathias Drast verletzungsbedingt ausscheiden (Gute Besserung!).
Lediglich zweimal kam Dassendorf noch gefährlich vor das Bramfelder Gehäuse: in der 65. Minute war es erneut Bastian Berodt, der das Tor knapp verfehlte und in der 72. Minute parierte Bramfelds Keeper einen Freistoß von Ricard Nunes. Der 0:3 Endstand fiel dann erst in der 89. Minute und spiegelte die Kräfteverhältnisse gut wider.
Mit der heutigen Leistung würde es wohl gegen keine Mannschaft aus der Staffel für einen Punkt reichen. Nächste Woche gegen Börnsen muss man sich deutlich steigern. Motivationsprobleme sollte es da eigentlich nicht geben. Allerdings gilt es die Ausfälle zu kompensieren, denn neben den verletzten André Feddern, Jurij Braun, Mathias Drast und Dennis Juhl wird Tim Jurischka durch seine Sperre ebenfalls ausfallen. Die Defensivabteilung wird also ordentlich durcheinander gewürfelt. Wir dürfen gespannt sein, ob es dann wieder das gute Gesicht zu sehen gibt.
VfL Lohbrügge - TuS Dassendorf 0:2 (0:1)
Dassendorf: Fabian - Jurischka (ab 79. Reimers), Murrins, Hamdan, Braun (ab 38. Polat) - Feddern, Kieseleit - Eggert, Cissé - Nunes, Fritsch (ab 82. Ceylan)
Tore: 0:1 (11.) Nunes; 0:2 (63.) Fritsch
In Lohbrügge kam die TuS aus Dassendorf zu einem völlig verdienten 2:0 Auswärtserfolg, der am Ende sogar noch höher hätte ausfallen müssen. Dassendorf war einfach das motiviertere Team und hinterließ den reiferen Eindruck im Gegensatz zu den Mannen des Ex-Dassendorfers Sven Schneppel. Kein Wunder, wenn denn der Satz stimmt, dass man gegen seinen Ex-Klub besonders motiviert ist, denn mit André Feddern, Jurij Braun, Ricardo Nunes und Adam Hamdan standen gleich vier Ex-Lohbrügger in der Startformation auf Seiten der Gäste. Und die lieferten eine ganz andere Leistung ab als noch am vergangenen Wochenende.
Lediglich in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs gab es ein leichtes Übergewicht für Lohbrügge. Ansonsten war Dassendorf das spielbestimmende Team. Zunächst war es Ricardo Nunes in der 11. Minute, der die Gäste durch einen sehenswerten Freistoß aus 25 Metern genau in den Winkel in Führung brachte. Dann folgte nach Wiederanpfiff die einzig starke Phase von Lohbrügge, die beinahe mit dem Ausgleich durch Bültemann ihren Höhepunkt hatte, dann aber ein ganz anderes jähes Ende fand. Lohbrügges Keeper Nennhaus ließ den Ball nach einem Freistoß aus den Händen gleiten, weil er im Gedanken schon beim Spielaufbau war und Patrick Fritsch schaltete am schnellsten, indem er den Ball zum 2:0 ins Tor beförderte. In der Folgezeit spielte eigentlich nur noch Dassendorf, ließ aber diverse hochkarätige Chancen liegen. Am Ende waren sich alle einig: Mit dem 2:0 war Lohbrügge gut bedient und es hätte auch gut und gerne 5:0 heißen können oder vielleicht sogar müssen.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt dann aber doch. Mit Jurij Braun und André Feddern muss Oliver Schweißing zwei Verletzte beklagen. Während Jurij einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten hat (endgültige Diagnose steht noch aus) besteht bei André der Verdacht, dass er sich die Schulter ausgekugelt hat. Gute Besserung euch beiden! Denkt dran: nach dem Bramfeldspiel heißt der Gegner in 14 Tagen SV Börnsen. Und da will doch bestimmt jeder dabei sein...
Die Personalsituation und der bisherige Saisonverlauf war dem Sportmikrofon an diesem Montag eine Extraseite wert. Das Sportmikrofon stellte in dieser Woche Nils Kieselet in die Elf des Tages. In der Bergedorfer Zeitung schafften es mit Adam Hamdan und André Feddern gleich zwei Dassendorfer in die Elf der Woche.
TuS Dassendorf - SC Schwarzenbek 2:2 (1:1)
Dassendorf: Fabian - Jurischka, Hamdan, Drast (ab 67. Fritsch), Murrins - Ceylan (ab 77. Umoru), Cissé - Eggert (ab 87 Schwager), Nunes, Polat - Juhl
Tore: 0:1 Bolz (30.) 1:1 Hamdan (33.) 1:2 Bethmann (53.) 2:2 Juhl (57.)
Eine halbe Stunde gegen 9 Schwarzenbeker in der Überzahl gewesen und nichts mehr zu Stande gebracht. Die Bergedorfer Zeitung stellt dem Team ein Armutszeugnis aus! Auch die Kommentare von Zuschauern fielen nicht weniger deutlich aus. Desaströs war noch der freundlichste Begriff für die abgelaufenenen 90 Minuten. Oliver Schweißing war von der Leistung seiner Mannschaft ebenfalls stark enttäuscht und kündigte an, dass an einigen Sachen gearbeitet werden wird. Das spricht für eine unentspannte Trainingswoche.
Von Beginn an war Schwarzenbek das präsentere Team auf dem Feld und Dassendorf ließ jegliche Einstellung zum Spiel vermissen. Hinzu kam noch, dass der ein oder andere Spieler auch noch einen schlechten Tag erwischte. Hier war allerdings die Einsicht bei den Betroffenen vorhanden. O-Ton eines Spielers: "Ich war heute ein Totalausfall!" Folgerichtig kam der Gast dann nach einer halben Stunde zum ersten Torerfolg. Doch Dassendorf konnte durch einen Kopfballtreffer von Adam Hamdan nach einer Standardsituation schon nach 3 Minuten ausgleichen. Das Schwarzenbek nicht mit einer Führung in die Kabine gehen konnte, lag daran, dass ein weiterer Bolz-Treffer keine Anerkennung fand. Angeblich stand der einwerfende Spieler bei der Ausführung im Feld. Vielleicht hätte ein Rückstand die Heimmannschaft etwas mehr wach gerüttelt?
Doch auch in der zweiten Hälfte waren es die Gäste aus Schwarzenbek, die mehr Laufbereitschaft, mehr Kampf und mehr Teamgeist in die Waagschale warfen. Ein richtiges Aufbäumen ihrer Mannschaft konnten die Dassendorfer Zuschauer nicht entdecken. Die Minuten 53 bis 59 hatten es dann in sich: Zunächst ging der Gast erneut in Führung (53.). Dann sorgte Dennis Juhl in der 57. Minute für den Ausgleich (und späteren Endstand). Über den Ausgleichstreffer ärgerte sich Schwarzenbeks Torschütze Bethmann so sehr, dass er vor Wut in die Luft trat. Das wertete der Schiedsrichterassistent als versuchte Tätlichkeit und verwies Bethmann des Feldes. Selbst Dassendorfer Spieler bestätigten hinterher, dass da überhaupt nichts war und die Rote Karte unberechtigt gewesen sei. Berechtigt war dann aber die Gelb-Rote Karte eine Minute später (59.) gegen Christoph Hammel.
Dassendorf spielte jetzt über eine halbe Stunde gegen nur noch 9 Schwarzenbeker. Doch ließen sie dabei jeglichen Spielwitz vermissen und agierten viel zu behäbig. Schwarzenbek wehrte sich mit neun Mann so sehr, dass sie durch den ein oder anderen Konter beinahe noch zum Siegtreffer gekommen wären. Doch entweder das Aluminiuum oder ein gut aufgelegter Nico Fabian verhinderte die endgültige Katastrophe. Wenn der Keeper schon als bester Spieler gegen dezimierte Gäste aus dem Tabellenkeller genannt wird, dann braucht man auch nicht mehr viele weitere Worte zu verlieren.
FTSV Altenwerder - TuS Dassendorf 2:4 (2:2)
Dassendorf: Fabian - Jurischka (ab 88. Reimers), Hamdan, Drast, Murrins - Cissé, Ceylan - Umoru (ab 56. Eggert), Nunes (ab 85. Fritsch), Polat - Juhl
Tore: 0:1 Nunes (8. Minute), 1:1 (18. Minute), 1:2 Umoru (22. Minute), 2:2 (23. Minute), 2:3 Nunes (50. Minute), 2:4 Juhl (53. Minute)
Dassendorf leistete sich in der ersten Halbzeit ungewohnte Fehler und lud die Bettin-Schützlinge förmlich zum Toreschießen ein. Den Zuschauern, die es rechtzeitig zum Anpfiff geschafft hatten, wurde zwar kein schöner Fußball geboten - dafür aber jede Menge Tore. Nach einer deftigen Kabinenpredigt zeigte Dassendorf nach Wiederanpfiff ein ganz anderes Gesicht und zog den Kopf quasi selbst wieder aus der Schlinge. Lediglich bei der Chancenauswertung ist berechtigte Kritik erlaubt. Am Ende hätte Dassendorf gegen ein schwaches Team aus Altenwerder höher gewinnen müssen.
Am Donnerstag beim Abschlusstraining standen Oliver Schweißing 22 mehr oder weniger gesunde Spieler zur Verfügung. Keine leichte Aufgabe für einen Trainer, den Kader und die Aufstellung für das Spiel am Sonntag zusammen zu stellen. Es war klar, dass nicht alle Spieler berücksichtigt werden konnten. Sascha Göttmann und André Feddern hatten bereits am Freitagabend in der Zweiten bei der 1:3 Niederlage in Schwarzenbek ausgeholfen. Somit blieben aber noch 20 Spieler übrig.
Etwas überraschend für die Zuschauer traf es Nils Kieseleit nach zuletzt guten Leistungen. Er wurde auf der Sechserposition von Ilker Ceylan ersetzt. In der Anfangsphase hatten die elf Spieler, die auf dem Platz standen gleich reihenweise einen gebrauchten Tag erwischt. Man leistete sich viel zu viele Fehler im Spielaufbau, stand schlecht in der Defensive und ließ den nötigen Biss im Zweikampf vermissen. So kam es, dass es zur Hälfte des ersten Durchgangs bereits 2:2 stand. Dassendorf ging in der 8. Minute durch einen Treffer von Ricardo Nunes mit 1:0 in Front und hätte kurze Zeit später auf 2:0 erhöhen müssen als Ricardo den Ball auf Jamal Umoru spielte. Jamal schoss den Ball allerdings aus sieben Metern Entfernung recht deutlich über das Gehäuse. Besser machte er es dann in der 22. Minute als er zum 2:1 traf. Der zwischenzeitliche Ausgleich und das 2:2 in der 23. Minute resultierten aus individuellen Fehlern und dem schon erwähnten mangelhaften Zweikampfverhalten. Mitunter sahen die Dassendorfer wie Statisten aus.
Das nicht alle Dassendorfer Zuschauer Zeuge dieser schlechten Leistung wurden, lag unter anderem an falschen Angaben der Adresse auf dieser Seite. Ich hatte die Anschrift aus dem Steilpass übernommen und schließlich selbst lange nach dem Platz gesucht. Aber auch andere Anschriften führten trotz Navigationssytem nicht zum gewünschten Zielort. Bei all denen, die aufgrund der Anschrift auf dieser Seite zu spät kamen, möchte ich mich hiermit für die falsche Adresse entschuldigen.
Nachdem endlich alle treuen Dassendorfer Fans eingetroffen waren, besann sich das Team dann auch endlich auf ihre eigentlichen Fähigkeiten. Allerdings mussten diese erst in der Pause zum Leben erweckt werden. Und laut genug, um jemanden aus dem Tiefschlaf zu wecken, war es in der Dassendorfer Kabine!! Ricardo Nunes, der schon fünf Minuten vor der Pause per Kopf zur erneuten Führung hätte treffen können, wurde dann fünf Minuten nach Wiederanpfiff von Ilker Ceylan wunderbar angespielt und traf dann zum 3:2 aus Dassendorfer Sicht. Ilker hatte sich über rechts schön in Szene gesetzt und dann den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr auf Ricardo gepasst. Nur drei Minuten später fungierte Ricardo noch als Vorbereiter für Dennis Juhl, der nur noch ins leere Tor zum 2:4 einschieben musste. Was Dassendorf dann in der Folgezeit an Chancen ausgelassen hatte, war schon fast erschreckend. Drei oder vier Tore mehr hätten es sicherlich noch sein müssen! Altenwerder war jetzt eine ganze Klasse schwächer; kam aber trotzdem noch zu einem Lattentreffer und beinahe zum Tor - wenn da nicht Nico Fabian mit einer wunderbaren Parade gerettet hätte. So blieb es am Ende bei den sechs Toren und einem verdienten Sieger, der aber auch nicht mehr als eine Pflichtaufgabe erfüllt hat.
TuS Dassendorf - Rahlstedter SC 1:1 (0:0)
Dassendorf: Fabian - Jurischka, Drast (ab 80. Fritsch), Hamdan, Murrins - Cissé, Kieseleit (ab 63. Berodt) - Umoru (ab 63. Ceylan), Nunes, Polat - Juhl
Tore: 0:1 Ünlü (50. Minute); 1:1 Fritsch (86. Minute)
In einer phasenweise heiß umkämpften Partie sah es eigentlich so aus, dass die Mannschaft, die den ersten Treffer markiert auch als Sieger vom Platz gehen wird. Und da Rahlstedt in der Tabelle nun mal oben steht, kam es wie es kommen musste: den Gästen gelang fünf Minuten nach der Pause der Führungstreffer. Doch Dassendorf hatte am Ende etwas Glück und kam vier Minuten vor dem Ende durch den eingewechselten Patrick Fritsch zum Ausgleich. Dieser Punkt ist durchaus verdient gewesen. Im ersten Durchgang war Dassendorf die bessere Mannschaft, konnte sich aber zu wenige Chancen heraus spielen und blieb bei den Standards zu ungefährlich bzw hatte dann auch noch Pech.
So etwas wie Spielfluss gab es heute kaum zu bewundern. Es war sehr viel Stückwerk auf beiden Seiten und die gesamten 90 Minuten waren geprägt von Unterbrechungen. Beide Defensiven ließen relativ wenig aus dem Spiel zu; wenn auch sehr häufig auf Kosten von Freistößen. Und durch diese Freistöße hatte Dassendorf die ersten Chancen. Zwei Mal visierte Ricardo Nunes die von ihm aus gesehene untere linke Ecke an, doch der Kästekeeper konnte beide Schüsse entschärfen (8. und 11. Minute) und Dassendorf scheiterte auch noch im Nachsetzen. Die beste Chance in der ersten Hälfte resultierte dann wieder aus einem Nunes-Freistoß. In der 27. Minute brachte Ricardo den Ball von rechts in den Strafraum und Adam Hamdans Kopfball verfehlte das Ziel nur knapp. Zu diesem Zeitpunkt lag der Führungstreffer eigentlich in der Luft, doch fallen wollte er nicht. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs kam dann auch Rahlstedt zu einigen Angriffen, die kurzfistig für Gefahr sorgten.
Und nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es passiert: ein Facklam-Freistoß aus dem rechten Halbfeld prallte Nico an die Brust und auch im Nachsetzen konnte er den Ball nur zu einem Rahlstedter Spieler vor die Füße klären. Der ließ sich dann nicht zwei Mal bitten und brachte das Spielgerät im Netz unter. Da Rahlstedt bis hierhin schon sehr defensiv agierte, war es eigentlich klar, dass diese Führung den Gästen klar in die Karten spielt, denn nun konnte man sich voll auf Halten und Kontern konzentrieren. Dieser Plan wäre aber beinahe schon nach zwei Minuten gescheitert, denn Ismail Polat kam nach einem weiteren Freistoß von Ricardo zum Kopfballabschluss - doch die Querlatte rettete für die Gäste. In der Folgezeit riskierte Dassendorf viel und Trainer Oliver Schweißing setzte mit offensiven Auswechselungen frühzeitig klare Zeichen. Doch die Angriffsbemühungen wurden teils zu unstrukturiert und überhastet vorgetragen. Zu viele lange Bälle und zu viele Fehlpässe sorgten bei den Zuschauern für die ersten Unmutsäußerungen. Wenn man bedenkt, dass die Mannschaft eigentlich ein schnelles Kurzpassspiel beherrscht, dann muss man sich doch fragen, warum es heute nicht praktiziert wurde.
Rahlstedts Konterbemühungen hatten auch eher Alibicharakter und sorgten kaum für Gefahr. Nur ein weiterer Facklam-Freistoß in der 78. Minute sorgte noch einmal für Aufregung als dieser am Pfosten landete und der Nachschuss wegen einer Abseitsposition abgepfiffen wurde. Und weil heute fast nur etwas über Standards ging, musste auch wieder ein Freistoß für den Dassendorfer Ausgleich herhalten. Ein Ball der Ewigkeiten in der Luft war, wurde von Keeper Lenz falsch eingeschätzt und unterlaufen. Und Patrick Fritsch stand dann halt da, wo ein Stürmer stehen muss und brauchte quasi nur noch seinen Kopf hinzuhalten.
Am Ende war es wohl eine gerechte Punkteteilung in einer Partie, wo aus dem Spiel heraus wenig ging. Die Nettospielzeit lag aufgrund der vielen Fouls und Unterbrechungen heute wohl bei maximal 55 Minuten. Hätte Dassendorf in Halbzeit eins den Treffer gemacht als man am Drücker war, wäre hier mehr drin gewesen und es wäre dann auch verdient. So aber muss man sich mit dem einen Punkt zufrieden geben.